Für den Notfall vorbereitet sein: Das Alcott Erste-Hilfe-Set für Hunde

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 10.11.2014 um 14:53 Uhr, 14 Kommentare

Alcott Erste Hilfe Set für Hunde

Wer oft mit seinem Hund in der freien Natur unterwegs ist, der hat sicherlich schon viele gemeinsame Abenteuer mit seiner Fellnase erlebt. Gerade bei längeren Ausflügen, im Urlaub oder in einer fremden Umgebung solltet Ihr auf jeden Fall auch auf kleinere Verletzungen vorbereitet sein.

Die stetige Neugier und die Abenteuerlust unserer Hunde sorgen oftmals auch dafür, dass diese auf ihren Entdeckungsreisen immer wieder großen und kleinen Gefahren ausgesetzt sind. Neben Giftködern und fiesen Parasiten gehören manchmal auch allergische Reaktionen auf Insektenstiche oder kleine Schnittwunden zu den Dingen, die durch Herrchen oder Frauchen schnell behandelt werden müssen.

Aus diesem Grund ist das Alcott Erste-Hilfe-Set zumindest bei uns bereits zu einem treuen Begleiter geworden, denn es beinhaltet viele nützliche Sanitätsartikel und passt darüber hinaus auch in jeden Rucksack.

Im Vergleich zu anderen am Markt erhältlichen Set’s findet Ihr im Alcott Erste-Hilfe-Set beispielsweise auch extrem nützliche Artikel wie z.B. einen blutstillenden Stift, eine Beatmungsmaske, Wasserstoffperoxid zur Wundreinigung oder Insektenstich-Hilfe-Pads. Insgesamt enthält das Set 40 Teile:

  • 1x Blutstillender Stift
  • 2x sterile Vlies-Wund-Pads
  • 2x nicht haftende, sterile Wund-Pads
  • 4x Alkohol-Pads
  • 1x Zeckenzange
  • 1x sterile, kleine Spritze
  • 2x antiseptischer Tupfer
  • 2x Insektenstich-Hilfe-Pads
  • 10x Wattestäbchen
  • 1x Holz-Stäbchen
  • 1x Hundebürste
  • 1x 59ml alkoholfreie Hand-Desinfektion (tötet 99,99% aller Bakterien ab)
  • 1x 100ml Wasserstoffperoxid zur Wundreinigung
  • 1x Paar Vinyl-Handschuhe (Latex- und Kalkfrei)
  • 1x Instant-Kühlkompresse
  • 1x Rettungsdecke
  • 1x Gummiband
  • 1x 15ml Augen- und Wundspülung
  • 1x Rolle Tape
  • 1x Rolle elastische Fixierbinde
  • 2x Verbandspäckchen
  • 1x Beatmungs-Maske

Mit dieser „Ausstattung“ ist man als Hundehalter definitiv schon einmal auf sehr viele potenzielle Gefahren vorbereitet, aber natürlich kann man auch diese Tasche noch etwas „tunen“ und daher haben wir unser eigenes Erste-Hilfe-Set noch um einige nützliche Artikel für den „Giftnotfall“ erweitert:

1. Kohletabletten bei Vergiftungen

Medizinische Aktivkohle in Form von Kohletabletten verhindert, dass schädliche Giftstoffe aus dem Darm in den Kreislauf des Hundes gelangen. Aktivkohle ist die wichtigste Erste-Hilfe Massnahme wenn der Hund bereits Gift aufgenommen hat oder ein begründeter Verdacht besteht, dass der Hund einen Giftköder gefressen hat.

Jeder Hundehalter sollte deshalb immer eine entsprechende Menge Kohletabletten vorrätig halten!

Wichtig: Die notwendige Dosierung richtet sich natürlich nach dem Gewicht eures Hundes. Lasst euch im Zweifel die korrekte Dosierung für euren Hund beim Tierarzt ausrechnen.

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2. Vitamin-K als Antidot (Gegenmittel)

Durch das Fressen von Rattengiftködern kann es beim Hund zu einer verzögerten Blutgerinnung und zu einer tödlichen Blutungsneigung kommen. Zur Behandlung wird durch den Tierarzt in erster Linie Vitamin K als Antidot (Gegenmittel) eingesetzt. Je nach Schweregrad wird dieses oral oder intravenös verabreicht.

Nach vorheriger telefonischer Rücksprache mit dem Tierarzt kann eine schnelle Verabreichung beispielsweise von Konakion (Vitamin K) im Zweifel lebensrettend für einen Hund sein. Da dieses Präparat länger haltbar ist, empfehlen wir jedem Hundebesitzer es zusätzlich im Alcott Erste-Hilfe-Set mitzuführen.

Dank der dem Erste-Hilfe-Set beiliegenden sterilen Spritze, lässt sich im Notfall auch jederzeit eine intravenöse Verabreichung vor Ort umsetzen. Wichtig: Nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Tierarzt!

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3. Atropin & Filtalon

Wer mit seinen Hunden oft in Risikogebieten und in südlichen Ländern wie Spanien, Portugal oder Griechenland unterwegs ist, der sollte für den Notfall ggf. auch zusätzlich Atropin und Filtalon in seinem Erste-Hilfe-Set mit sich führen. Diese beiden Präparate sind jedoch aus gutem Grund nur beim Tierarzt erhältlich, denn hier sind zunächst einige fachliche Hinweise zur Behandlung und zum Einsatz dringend angeraten.

Darüber hinaus wird euch der Tierarzt diese Produkte in der Regel auch wirklich nur dann verkaufen, wenn ihr beispielsweise einen längeren Urlaub in einem Gebiet mit schlechter tierärztlicher Versorgung machen möchtet.

Mein Fazit

Mit dem Alcott Erste-Hilfe-Set für Hunde und den oben aufgeführten Ergänzungen wie Kohletabletten und Vitamin-K seid Ihr für den Notfall wirklich optimal vorbereitet und daher sollte dieses Set auch in keinem (Hunde-)haushalt fehlen, denn dieses Set kann das Leben eures Hundes retten!

Hinweis: Die hier erwähnten Zusatzprodukte (Kohletabletten, Vitamin-K, Atropin und Filtalon) sind nicht im Alcott Erste-Hilfe-Set enthalten! Bitte bestellt die einzelnen Produkte gesondert über die hier im Artikel aufgeführten Links und legt sie anschließend selbst in das Erste-Hilfe-Set.

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

14 Reaktionen

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  • von Isabel
  • 10. November, 2014

In eine Erste-Hilfe-Tasche für Amateure gehört kein Wasserstoffperoxid!!!

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Kohletabletten werden bei Vergiftungen in der Dosierung 0,5 – 1 gr. pro kg Körpergewicht angewendet. Das bedeutet umgerechnet, daß ein Schäferhund mal eben unterwegs 30 unheimlich schlecht schmeckende Tabletten einnehmen muss. Der Rat scheint mir wenig praktikabel. 2 Kompretten schaden nicht, gehen vielleicht in das Tier herein, nutzen aber auch nichts.

Die intravenöse Anwendung von Vitamin K ist mit einer ausgesprochen hohen Nebenwirkungsrate verbunden. In vielen Fällen gibt es einen anaphylaktischen Schock. Eine Anwendung ist nur dort ratsam, wo die Möglichkeit einer Schockbehandlung incl. intravenöser Infusion und Anwendung von Prednisolon Succinat gegeben ist.

Mein Rat wäre also: möglichst umgehend zum Tierarzt! Hände weg von der Selbstmedikation!

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@Malte

Vielen Dank für deine Einschätzung, aber wie schon im Artikel beschrieben, sollte man diese Dinge eh nur nach telefonischer Rücksprache mit dem TA verabreichen. Die Meinung der Tierärzte ist hier jedenfalls gespalten, denn während einige strikt gegen solche Selbstmedikationen sind, halten andere es nach Rücksprache für sehr sinnvoll derartige Notfall-Sets zumindest griffbereit zu halten.

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  • von Nina
  • 20. November, 2014

Wenn ich Wasserstoffperoxid UND eine Augen- und Wundspülung habe… wofür benötige ich dann die 4 Alkoholpads und die 2 antiseptischen Tupfer?
Weöche erste Hilfe kann ich mit 10 Wattestäbchen leisten?
Wäre ein (einmal verwendbares) Beatmungstuch nicht viel sinnvoller als eine Beatmungsmaske die durch wieder und wieder verwendet werden einen großartigen Keimrasen entwickeln kann?

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  • von Petra
  • 20. November, 2014

hi Sascha,
Ich selbst habe leider keinen Hund mehr, aber einige meiner Bloggerkolleginnen sind stolze Hundebesitzerinnen, ich teile unter ihnen deinen Artikel mal sehr gerne, denke für die ein oder andere ist solch ein Set sicherlich interessant.
Liebe Grüße
Petra

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  • von DÖRING BURKHARD
  • 19. Dezember, 2014

Guten Tag, ich habe dieses first aid kit gekauft. Ich bin aber sehr enttäuscht da die Anleitung bzw. Beschreibung zur Verwendung der einzelnen Artikel lediglich auf Englisch ist. Gibt es hierfür eine deutsche Beschreibung? Für die Antwort vielen Dank im Voraus. MfG, Döring

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  • von Sascha
  • 23. Dezember, 2014

Die Anwendungshinweise sind in der Shop-Beschreibung auch nochmals in deutscher Sprache als PDF Download hinterlegt bzw. hier können Sie die Datei auch direkt downloaden.

[…] dass euer Hund einen Giftköder gefressen hat, dann ist es immer ratsam ein entsprechendes Notfallset im Haus zu […]

[…] dieser beiden Komponenten empfiehlt sich daher nicht nur für Hundehalter in Risiko-Gebieten. >>HIER geht es zur Erste Hilfe Set Empfehlung von […]

[…] Außerdem gibt es Giftköder-Radar auch Smartphone-Apps, sodass man auch unterwegs beim Gassigehen Warnungen einsehen und selbst Meldungen abgeben kann. Außerdem gibt die Seite auch wertvollen Informationen, was man in einem akuten Vergiftungsfall tun kann. […]

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  • von Klara
  • 02. März, 2015

1x Blutstillender Stift – ist sicher praktisch (wobei richtige Anwendung wichtig ist)
2x sterile Vlies-Wund-Pads – gut zu haben
2x nicht haftende, sterile Wund-Pads – gut zu haben
4x Alkohol-Pads – zum desinfizieren wäre mir ein Fläschen Hautdesinfektionsmittel wie zb Octanisept lieber
1x Zeckenzange – hoffentlich keine billige aus Plastik
1x sterile, kleine Spritze – wüsste jetzt nicht wofür, aber ok
2x antiseptischer Tupfer – gut zum desinfizieren – Rest sie Alkoholpads. Lieber Tupfer als Alkoholpads.
2x Insektenstich-Hilfe-Pads – die kenne ich nicht, weiß also nicht wie sie wirken und wie gut sie wirken
10x Wattestäbchen – keine Ahnung wofür
1x Holz-Stäbchen – erst recht keine Ahnung wofür
1x Hundebürste – gute Frage wofür?
1x 59ml alkoholfreie Hand-Desinfektion (tötet 99,99% aller Bakterien ab) – sehr praktisch
1x 100ml Wasserstoffperoxid zur Wundreinigung – ARGH, das brennt wie der Teufel!! Lieber ein Octanisept (also Schleimhautdesinfektionsmittel) das brennt um Welten weniger und der Hund wird es sich eher gefallen lassen.
1x Paar Vinyl-Handschuhe (Latex- und Kalkfrei) – Handschuhe dürfen ruhig mehr dabei sein
1x Instant-Kühlkompresse – sehr praktisch auf für den Mensch
1x Rettungsdecke – zum warm halten oder kühlen
1x Gummiband – frag mich echt wofür…
1x 15ml Augen- und Wundspülung – das ist mal was praktisches
1x Rolle Tape – Tape ist super zum fixieren
1x Rolle elastische Fixierbinde – eine selbsthaftende wäre hier besser
2x Verbandspäckchen – sind okay
1x Beatmungs-Maske – ob das auch für einen Hund passt und funktioniert wage ich zu bezweifeln – außer es ist eine spezielle für den Hund?

Fazit: Naja, ein paar Dinge sind praktisch, ich bin aber als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester (und durch meine Erfahrungen als Rettungssanitäterin) einen die sich ihr Set lieber selber zusammenstellt. Zumal es dann für Hund UND Mensch passt. (und ich nicht so viel zusätzlich mitnehmen muss)

[…] Mix “Marley” eine große Runde gegangen und habe wie immer Wasser, Trinknapf und das Rettungsset […]

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  • von Desiree
  • 23. Mai, 2015

ist ein digitales Fieberthermometer nicht auch sinnvoll oder eine Verbandsschere oder Kochsalzlösung als Wundspülung oder entzündungshemmende wund und heilsalbe ??

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  • von Ecki
  • 03. Februar, 2016

Alles schön, alles gut. Einge Dinge sind für den Notfall nicht zwingend nötig. Eine Zeckenzange hat wohl jeder Hundebesitzer in verschiedenen Ausführungen im Haus. Oktenisept bzw. Kodan statt Wasserstoffperoxid (kann in der Wunde brennen) wäre auf jeden Fall sinnvoller. Verbandschere, eine, mit der auch Haare rund um die Wunde weggeschnitten werden kann, ist in einem Verbandsset ein zwingendes Muss! Zur Wundspülung sollte ewas isotonische Kochsalzlösung dabei sein. Dafür ist dann eine Spritze (ohne Nadel…) ein gutes Werkzeug. Watte- und Holzstäbchen sowie ein Gummiband sind überflüssig… Der Platz wäre für ein Fieberthermometer sinnvoller genutzt. Kohletabletten sind wenig hilfreich, Vitamin K und Atropin gehören nicht in Laienhände. Hat der Hund Giftiges gefressen, dann ist nur der schnellste Gang ind die Tierklinik sinnvoll. Eigeninitiative hilft in so einem Fall nicht.
Ansonsten ist auch eine kleine selbst zusammengestelle 1.-Hilfetasche mit Verbandmaterial eine gute Option und sollte bei längeren Gassigängen nicht fehlen.

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