Worms: Hundebesitzer greift fremden Hund mit einem Messer an

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 02.05.2013 um 08:17 Uhr, 16 Kommentare

worms

Am Samstag, den 27.04.2013 endete der tägliche Spaziergang für einen der beiden Boxer eines 55 jährigen Wormsers leider tödlich, denn als der Mann mit seinen zwei freilaufenden Hunden wie üblich am Nachmittag im Wormser Wäldchen unterwegs war, begegneten die drei einem 48 jährigem leicht gehbehinderten Passanten, der dort ebenfalls mit seinem Hund – an der Leine – spazieren ging.

Nach Angaben der Wormser Polizei sind die beiden freilaufenden Boxer auf den Passanten zugelaufen und wirkten für diesen offenbar so bedrohlich, dass der Mann laut eigener Aussage Angst bekam. Aus diesem Grund nahm er kurzerhand sein Taschenmesser und stach im weiteren Verlauf auch auf einen der beiden Boxer ein. Der Hund wurde dadurch so schwer verletzt, dass er trotz ärztlicher Behandlung in einer Tierklink verstarb.

Zum Vorfall selbst machten beide Parteien bei der Polizei dann jedoch vollkommen gegensätzliche Angaben. So hat der Halter der beiden freilaufenden Boxer zwar eingeräumt, dass er seine Hunde nicht an der Leine geführt habe, doch sei er selbst wiederum von dem anderen Hundebesitzer bedroht worden.

Wie genau sich der Vorfall abgespielt hat, müssen nun die weiteren Ermittlungen ergeben. Zeugen, die den Vorfall im Wormser Wäldchen möglicherweise beobachtet haben, werden daher gebeten, sich bei sachdienlichen Hinweisen bei der Polizeiwache Worms unter Telefon 06241/8520 zu melden.

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Quelle: Allgemeine Zeitung Worms

Über den Autor

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16 Reaktionen

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  • von Alexandra Demtröder
  • 02. Mai, 2013

Sorry, aber selbst wenn es stimmen sollte das der Mann Angst vor den Boxern hatte..gibt es weder Grund noch eine Entschuldigung für Diese Tat. Wie kann man denn so dreist..krank und unmenschlich sein mit einem Messer auf ein Tier einzustechen??!!!

Dem hätte ich was gegeben!!!!

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  • von My Dog
  • 02. Mai, 2013

Ich glaube dem nicht, das er Angst hatte. Wozu in aller Welt trägt man ein Taschenmesser mit sich und wieso ist das Ding dann auch noch auf. Ich brauche immer lange um so ein Messer zu öffnen. Manchmal Minuten und mit weiterem Werkzeug. Das habe ich in einer Schrecksekunde bestimmt nicht gleich bei der Hand und kann das Ding so schnell öffnen. Ich glaube, das war geplant.
Aber was ich glaube, ist ja uninteressant. Eher geht es darum, ob die Personen sich schon kannten, und . Ok. Polizeiliche Ermittlung.

Niemand hat jedenfalls das Recht ein Tier zu erstechen. Nicht mal aus Angst. Der kann nur froh sein, das ich das nicht war. Ich verteidige meine Tiere bis in den Tot und das wäre dann ehrlicher Affekt.

R.I.P. Kleiner. Dein Herrchen hat dich lieb gehabt.

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Wir leben leider in einer kranken Welt mit vielen Menschen, die mit ihrem Leben nicht klar kommen.
In Worms wird ein Hund erstochen, in Amerika erschießt ein 5-Jähriger seine 2 Jahre alte Schwester mit seinem eigenem (!!!!) Gewehr….

Jeder einzelne muss eben sein Bestes geben, damit wenigstens sein Umfeld „normal“ ist.

Aber Respekt an den Boxer-Besitzer. Ich wüsste nicht, was ich getan hätte, wenn jemand meinen Hund vor meinen Augen umbringt…

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  • von Diotima
  • 02. Mai, 2013

Alaso zuerstmal sollte sich jeder im klaren sein, dass für Menschen mit Behinderungen die Welt nicht so heil aussieht wie für gesunde die in der Lage sind sich normal zu wehren und auch hunde die aufdringlich werden zurückzuweisen. Ich will den Täter nicht in Schutz nehmen, ich bin aber selber schon in so eine Situation gekommen, dass sich die großen hunde des Halters losgerissren haben und sich auf meinen Podenco stürzte, der sich leider nicht hundesozial verhalten kann, weil er es bei seinen 1. Haltern im Welpenalter nicht gelernt hat, aber auch weil Podencos eben nicht wie dt hunde reagieren. Im Ergebnnis war die Abwehr eine passive , aber ich wäre fast gestorben an der Anstrengung und habe fast eine Stunde gebraucht um weiterlaufen zu können. Mir half niemand, und anstatt mit seinen beiden hunden weitergeht, blieb er hocken und sorgte so dafür dass sich mein Podenco nicht beruhigen wollte. trotzdem würde ich nie ein Messer mitnehmen um mich oder meine hunde zu verteidigen. Aber dennoch, hier ist nicht geklärt worden dass die Situation für den Täter schon wirklich bedrohlich gewirkt haben könnte, und aus meiner sicht und erfahrung sind Halter von freilaufenden Hunden oft etwas zu sorglos, weil sie meinen, wenn sich ihre hunde gut zu benehmen wissen, tun es alle Hunde, doch das ist nicht so, wie bei meinen hundne wurde die Erziehung versäumt, ich als neuer Halter kann nur noch Schadensbegrenzung machen, und üben üben und üben, was auch oft auf Unverständnis trifft, und man mir versäumnisse vorwirft und vorträge hält wie potentiell gefährlich meine hunde sind.OHNE zu wissen, dass sie noch nie eine Möglichkeit bekommen haben, andere Hunde zu beißen.
Damit will ich nur sagen, wenn ihr urteilt, dann macht Euch vorher richtig kundig
und vertraut nicht einfach einem Medienbericht. Der Reporter muss kein tiefgründiges Wissen haben zu seiner Recherche. Aber er urteilt auch nicht!

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  • von podenca
  • 02. Mai, 2013

Seid wann gibt es einen Unterschied zwischen spanischen und deutschen Hunden? Der Mann ist bestimmt hocken geblieben, weil er betroffen war..

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  • von Bermel Irmgard
  • 02. Mai, 2013

Würden Hunde endlich als Individuen Anerkennung finden, statt als Wirbeltiere also als Sache könnte man einiges ändern! zum Beispiel die Tötung eines Hundes müsste als Straftat angesehen werden und nicht als Sachbeschädigung, auch wenn es aussieht als hätte ich das Thema verfehlt, ist das nicht nur meine Überzeugung!!

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  • von Empath
  • 02. Mai, 2013

??? ich fühle mich manchmal auch von menschen bedroht.vor allem von den mit springerstiefeln und kurzgeschorenen kopf!?! aber ich steche diese nicht gleich mit einem messer nieder.sind wir wieder im mittelalter angelangt ? jedes lebende und fühlende wesen hat ein anrecht auf leben. und von selbstverteidigung kann hierbei wohl nicht ausgegangen werden!!! in mancherlei hinsicht ist das deutsche strafrecht einfach lächerlich !!!

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  • von margie
  • 02. Mai, 2013

wenn er seine hunde an der leine geführt hätte , wie es eigentlich sein soll dann wäre das mit sicherheit nicht passiert
dieses problem hab ich leider auch schon oft erlebt das hunde auf mich und meinem hund zugerannt kamen , meiner aber klein ist konnte ich ich ihn schnell hoch heben
wie schon sagt ist fast überall anleinpflicht und man sollt sich als vernünftiger mensch auch daran halten

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  • von Palmowski
  • 02. Mai, 2013

Mein Hund ist jetzt innerhalb von 4 Jahren 3x an der Leine von freilaufenden Hunden gebissen worden! Ich möchte mich dem Kommentar „von Margie“ vollinhaltlich anschließen! Es sollte jedem Hundebesitzer selbst überlassen bleiben, mit welchen Hunden der eigene spielen darf und mit wem nicht. Ein Messer wäre aber auch für mich undenkbar. Grundsätzlich habe ich meinen Hund / meine Hunde auch frei laufen, ich hole meinen Hund aber bei Fuß wenn ich den anderen nicht kenne. Dann kann man miteinander reden und danach ggf. die Hund spielen lassen wenn es passt. – aber dazu müssten die freilaufenden Hunde abrufbar sein und im Gehorsam stehen.

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  • von My Dog
  • 02. Mai, 2013

Ich selber bin Behindert. Um genau zu sagen, habe ich eine Gehbehinderung.
Und das für uns die Welt nicht so heil aussieht ist ja klar, das aber sieht es für Gesunde auch nicht aus.
Also darf dann gerade ich da Urteilen.
Wenn ich mit meinen Mädchen unterwegs bin, kommen häufig Hunde auf mich zu. Und auch gab es mal eine Keilerei. Leinenpflicht gibt es bei uns gottseidank noch nicht. Dennoch bin ich nicht wie ein Wilder auf die anderen Hunde. Und habe Menschen- und Hundeverstand, (da der (Täter) ja auch einen Hund hatte,) versucht einzusetzen und meine Hunde abgerufen.
Einen Behinderten als Labil dazustellen halte ich für ganz falsch.

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  • von Christian
  • 02. Mai, 2013

@margie: Du hältst deinen Hund also immer und überall an der Leine? Armes Tier! Du hast deinen Hund vermutlich aus rein egoistischen Gründen, erfüllst in keiner Weise seine Bedürfnisse.Solche Hunde tun mir nur leid! M.M.n. ist es tierschutzwidrig, Hunden keinen Freilauf zu können, genauso ist es aber auch unverantwortlich ihnen aus Bequemlichkeit nicht die Erziehung zukommen zu lassen, die sie für einen gefahrlosen Freilauf benötigen.

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  • von My Dog
  • 07. Mai, 2013

Ehrlich, ich rolle (weil Rollstuhl) mit 4 Hunden durch die Gegend. Und wenn das Sozialverhalten angeleinter Hunde gesund wäre, würden die von nicht angeleinten Hunden auch nicht gebissen werden. Ich sage dazu nur, geht mal zur Hundeschule.

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  • von Polly
  • 10. Mai, 2013

Ich kann MyDog und Christian nur zustimmen! Die Aussagen zu Leinenpflicht und Sozialverhalten sind auf den Punkt!
Und: Warum war es überhaupt nötig im Artikel zu erwähnen, dass der Hundemörder „leicht gehbehindert“ war?

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  • von Argos
  • 19. Mai, 2013

Dazu gibts aber auch ne Gegenseite … wer nicht in der Lage ist seinen Hund auch an der Leine den nötigen Auslauf zu sichern, sollte ebenfalls komplett auf die Hundehaltung verzichten … treffe oft „Mein Hund MUSS freilaufen, und mit jedem Kontakt haben“ – Menschen, die sich speziell dadurch auszeichnen, das sie ihren Hund nur bis zum nächsten Feld schleppen, damit er rennen kann, während sie rumstehen, telefonieren, oder plaudern können … der Hund ist dabei scheissegal, und schon mal garnicht abrufbar … der soll mal schön 20mal quer durchs Feld laufen, damit man schnell wieder nach Hause kann …

… Hunde die sich mehrere hundert Meter vom Herrchen entfernen, und nicht abrufbar sind, werden keinesfalls „artgerecht“ gehalten, hab noch keinen Wolf gesehen der mal eben sein Rudel verlässt, um sonst wo spazieren zu gehen … das Rudel zu verlassen ist in der Natur eher lebensmüde …

Natürlich ist es stressfreier seinen Hund soweit zu erziehen, das er auch frei laufen kann, (solang er sich aber noch in Nähe des Halters befindet), aber wer argumentiert das der gebissne Hund selbst Schuld sei, sollte nicht nur zur Hundeschule gehen sondern sich auch anderweitig Hilfe holen … in der Hundeschule vernünftig sozialisierte Hund greifen weder angeleinte, noch unangeleinte Hunde an … wie sollte man auch sonst die Hundeschule besuchen können … da hab ICH zumindest auch Leinenführigkeit gelernt …

Manche „Experten“ glauben dann auch ernsthaft noch Leinenaggression bedeutet das der freilaufende Hund provoziert wird, weil der andre an der Leine ist … andersrum wird n‘ Schuh draus so aber nicht … wenn dem der Fall is, DANN ist Hundeschule angesagt …

Auch wenn der Mann hier wohl leider mit Kanonen auf Spatzen geschossen hat, das Problem wäre auch nicht gewesen wenn die Halter auf ihre Hunde geachtet hätten, und soweit erzogen hätten das sie abrufbar sind …

Wenn solche „Der will nur spielen – Hunde“ (die vllt. wirklich nur spielen wollen) z.B. nicht abrufbare Boxer, auf irgendwelche alten Damen mit Dackel o.Ä. zubreschen, liegt die alte Frau auch mal schnell mit gebrochner Hüfte oder Genick am Boden … was ist dann das Argument „Selbst Schuld, wer nen angeleinten Kleinhund hat, muss auch standhaft genug sein 100kg puren Spielspaß auzuhalten“, im Idealfall inklusive Anspringen etc …

Da kann ich nur hoffen das ich nicht diesselben Hundeschulen wie Christian besuche … ich geh z.B, auch in die Hundeschule UM meinem Hund Freilauf zu geben, z.B. durch Agility etc … das is 1000mal sinnvoller als am Feldrand stehen bleiben, und sich n‘ Dreck zu scheren …

[…] um sich selbst und Angst um den eigenen Hund. Der Vorfall in Worms hat uns allen ja sehr eindrucksvoll gezeigt, wie schnell eine solche Situation – vielleicht […]

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  • von anonym
  • 28. Mai, 2013

Mein Hund (7kg) ist direkt bei mir im Wohngebiet mehrfach von einem anderen Hund (ca 30 kg) angegangen, gebissen und erheblich verletzt worden, weil der gegnerische Hundehalter sich nicht an bereits existierende Auflagen wie Leine und Beisskorb hielt. Mir blieb nichts anderes übrig, als beim Ordnungsamt und der Polizei Anzeige zu erstatten .. mit dem Ergebnis einer Geldstrafe und Wesenstest. Seitdem ist der andere Hund wieder mehrfach ohne Leine unterwegs gewesen und ich habe jeden tag Angst vorm Gassigehen. Ich gehe nicht mehr unbewaffnet mit meinem Hund raus. Ich hoffe ich muss nie Gewalt anwenden, würde es aber im Notfall jetzt tun. Das Leben meines Hundes ist mir mehr Wert.

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