Nach zahlreichen Beschwerden werden zwei Hunde in Preetz vergiftet

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 07.08.2012 um 07:45 Uhr, 3 Kommentare

Das Zusammenleben von Hundebesitzern und Nicht-Hundebesitzern ist in vielen Städten und Gemeinden naturgemäß mit zahlreichen Spannungen behaftet, denn während die einen Ihre Fellnasen wie selbstverständlich auf Bade- und Liegeflächen ohne Leine rumtoben lassen, würden die anderen private Hundehaltung schon aufgrund ihrer Hinterlassenschaften am liebsten komplett verbieten.

In Preetz bei Plön scheint die Lage aber mehr und mehr zu eskalieren, denn nach zahlreichen Beschwerden bei der Stadtverwaltung gegen freilaufende Hunde sehen sich die Hundehalter in Preetz zunehmend den verbalen Pöbeleien der Badegäste ausgesetzt. Einen ersten traurigen Höhepunkt fand der sinnlose Streit dann im Juni 2012, denn hier musste Tierarzt Carsten Rehder erstmals einen Hund behandeln, der nachweislich eine vorsätzlich mit Glasscherben gespickte Frikadelle gefressen hatte.

Nachdem durch die Hundehalter anschließend selbst gemalte Warn-Schilder in der Umgebung aufgestellt wurden, war es in der Region zunächst einige Zeit ruhig geblieben. Jetzt hat die Polizei jedoch Hinweise auf einen erneuten Vergiftungsversuch, denn ein Hund hatte am Wochenende im Klosterforst ausgelegtes Rattengift gefressen und konnte nur durch die Ärzte vom Hundenotdienst gerettet werden.

Dieser Vorfall ist in meinen Augen ein erschreckendes Beispiel dafür, wie schnell der sinnlose Streit zwischen uns Hundehaltern und den Nicht-Hundebesitzern wirklich eskalieren kann und letztendlich sind die Tiere die Leidtragenden in dieser Auseinandersetzung. Kein Hund auf dieser Welt kann etwas für die Dummheit seines Besitzers und selbst wenn die brutalen Taten der Tierquäler durch nichts zu entschuldigen sind, sollten wir alle trotzdem etwas mehr Nachsicht und Rücksicht mit unseren Mitmenschen üben.

Quelle: Kieler Nachrichten

Über den Autor

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3 Reaktionen

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  • von Jutta Scherkowsky
  • 19. Mai, 2013

Mein Standartsatz für solche Vorkommnisse:

„Menschen“, die Köder mit Gift oder Nägeln o. ä. gegen Tiere (hier: Hunde) auslegen, sollte man ihre eigenen Köder in deren Maul stopfen!

LG Jutta

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  • von Annaluna
  • 21. August, 2013

Schuld daran ist die Politik, die den Menschen mit Hund keinen Freiraum zuspricht. Leinenzwang und lausige kleine Plätze die einen an Gefängnisplätze erinnern sind Mittel, um alle Menschen mit Hund zu stigmatisieren und zu entrechten. Und Menschen die vom lieben Gott mit etwas weniger Hirn und Menschlichkeit ausgestattet haben prügeln dann gerne auf politisch stigmatisierte Gesellschaftsgruppen ein.

Solange die Menschen mit friedlichen Hunden nicht mit elementaren Bürgerrechten ausgestattet werden, werden sich solche minderbehirnten Menschen immer im Recht fühlen, um Giftköder auszulegen.

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  • von Stephanie
  • 22. August, 2013

Na ja, ich kenne die Gegebenheiten da jetzt nicht – aber muß man denn z.B. seine Hunde genau da herumstreifen lassen, wo bei schönem Wetter volle Strände sind?
Ich habe selbst 2 Hunde, mir wurde schon persönlich (anonym) damit gedroht, die Hunde zu vergiften, ich bin also echt sensibel, was das Thema angeht. Ich werde nie verstehen, warum Menschen so etwas tun, eine Entschuldigung gibt es dafür nicht. Und ja, uns Hundehaltern wird das Leben von der Politik nicht leicht gemacht.
Aber wir wollen doch auch mal ehrlich sein: es gibt genug Hundehalter, die sich schlicht und einfach unmöglich verhalten. Hundekot wird nicht Laufen gelassen, der Hund, der nicht hört, darf auch im Stadtpark von der Leine und dann ganz fröhlich auf andere Menschen/Hunde zurasen, die das – aus den verschiedensten Gründen – nicht wollen. Und spricht man sie darauf an, dann bekommt man obendrein auch noch eine unflätige Antwort.
Und es gibt echt nicht wenige von der Sorte – was, wie gesagt, Giftköder und dergleichen nicht entschuldigt, aber sehr wohl erklärt, warum man als Hundehalter meist nicht wirklich gut gelitten ist. Traurig aber wahr…

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