Hundebetreuung als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich absetzbar?

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 16.08.2012 um 10:06 Uhr, 0 Kommentare

Wer seinen Hund in seinem Haus von sogenannten „Dogsittern“ betreuen lässt, kann nach Information des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine e.V. diese Aufwendungen unter bestimmten Voraussetzungen als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Einkommensteuererklärung steuermindernd ansetzen.

Wichtig dabei ist, dass die Dienstleistung in der Wohnung beziehungsweise im unmittelbaren häuslichen Bereich, zum Beispiel dem Garten, ausgeübt wird. In diesen Fällen kommt eine Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen nach Paragraf 35a des Einkommensteuergesetzes EStG in Betracht.

In den meisten Fällen wird jedoch auch der Hund bzw. das Haustier von zu Hause abgeholt und verlässt zusammen mit der Aufsichtsperson das Grundstück. Für solch einen Fall hat das Finanzgericht Münster in seinem Urteil (Az. 14 K 2289/11 E) vom 25.5.2012 entschieden, dass kein Bezug zum Haushalt mehr gegeben ist und die Steuervergünstigung demzufolge entfällt. Das Urteil zeigt, dass es für Anerkennung der Betreuungskosten entscheidend ist, wo die Haustierbetreuung stattfindet.

Ein wichtiger Punkt ist jedoch noch zu beachten: Damit das Finanzamt auch die Kosten für einen „Hundesitter“ anerkennt, ist es zwingend erforderlich, dass eine Rechnung vorliegt und diese durch Überweisung oder Lastschrift bezahlt wird. Eine Barzahlung schließt die Steuervergünstigung aus.

Quelle: Neuer Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V.

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Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

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