Nicht entsorgter Hundekot kostet in Berlin bald bis zu 1.500 € Strafe

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 23.08.2019 um 09:58 Uhr, 1 Kommentar

Die zunehmende Vermüllung der Stadt stinkt dem Berliner Senat gewaltig und daher hat die Senatsverwaltung am Dienstag die neuen und nun endlich auch berlinweit einheitlichen Bußgeldsätze bekanntgegeben.

Unter dem Strich werden viele Berliner und Touristen bei einer Ordnungswidrigkeit in Zukunft wesentlich tiefer in die Tasche greifen müssen. So ist für eine achtlos entsorgte „Kippe“, ein ausgespucktes Kaugummi oder für den weggeworfenen Einwegbecher zukünftig ein Bußgeld von 120 € fällig.

Auch ignorante Hundehalter werden vom Senat natürlich nicht verschont und so kostet ein nicht entsorgter Hundehaufen auf dem Gehweg ab 01.01.2020 die stattliche Summe von 300 €, in Grünanlagen kann dann sogar ein Bußgeld von max. 1.500 € gegen den Halter verhängt werden.

Persönlich gehe ich eigentlich nicht davon aus, dass diese Bußgelder zu einer Verbesserung der aktuellen Situation führen denn eine Ordnungswidrigkeit kann nur dann geahndet werden wenn die Tat nachweisbar ist und genau das dürfte ziemlich schwierig werden.

Zum einen fehlt es an allen Ecken an Personal für diese Kontrollen und zum anderen verhalten sich die allermeisten Bürger stets vorbildlich wenn Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Nähe sind. Aber vielleicht irre ich mich ja auch gewaltig und daher würde mich einfach mal eure Meinung interessieren.

Glaubt Ihr, dass höhere Bußgelder die Vermüllung in allen Bereichen reduzieren kann?

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

1 Reaktion

Permalink
  • von Martin Kolberg
  • 23. August, 2019

Und was kostet es, wenn der komplette Piknik- Abfall der nächtlichen Saufgelagen in den Grünanlagen liegen gelassen wird oder gar die Bierflaschen in die Wasserflächen geworfen werden oder einfach nur auf den Boden zerschmissen werden?
Ehrlich gesagt: Lieber trete ich in einen frischen Kackhaufen als in eine Glasscherbe.
Ersteres ist schnell abgewaschen, während ein zerschnittener Fuß oder die kaputte Hundepfote richtig viel Geld kostet und Leid verursacht. Dann gibt es auch noch Radfahrer, die keinen Platten wünschen.

Ich würde mir wünschen, wenn die Ordnungshüter sich an der Abfall- Menge und am möglichen Schaden orientieren und nicht- weil sie Angst haben, die jugendlichen Banden anzusprechen – dann doch lieber die wehrlosen Hundebesitzer abkassieren.

Schreibe uns deine Meinung

Regeln: Wir freuen uns auf dein Feedback, sei jedoch stets respektvoll und bleibe beim Thema. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor profane, belästigende und missbräuchliche Kommentare, sowie unerlaubte Werbung in den Kommentaren (Spam) zu löschen und Wiederholungstäter zu blockieren.