Heuschnupfen beim Hund – Was hilft gegen die Pollenallergie

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 18.05.2016 um 12:21 Uhr, 0 Kommentare

Nicht nur viele Menschen, sondern auch immer mehr Hunde leiden insbesondere im Frühjahr und Sommer unter einem Heuschnupfen. Hierbei liegt eine Allergie auf verschiedene Gräser und Pollen vor. Bei Hunden treten jedoch andere Symptome auf als bei den Menschen, sodass der Heuschnupfen oftmals erst spät erkannt wird. Der folgende Ratgeber erläutert Ihnen die Symptome und wie Sie Ihren Hund unterstützen können, falls er davon betroffen ist.

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Heuschnupfen beim Hund

Hunde leiden viel häufiger an einem Heuschnupfen, als vermutet wird. Bei dieser Allergie reagiert das Immunsystem des Hundes auf die Bestandteile der Pollen oder Gräser (Allergen), die eigentlich harmlos sind, das Immunsystem sie jedoch fälschlicherweise als gefährlich einstuft und sie demzufolge abwehren möchte. In der Folge kommt es zu den Symptomen, bei denen insbesondere die Bindehäute, Atemwege oder die Haut des Hundes erkrankt. Die Symptome der Pollenallergie lassen sich beim Hund oftmals kaum von einer bakteriellen, viralen oder einer anderen Erkrankung unterscheiden, da sie im Allgemeinen sehr unspezifisch sind. Dies macht es schwierig, sie sofort zu diagnostizieren. Heuschnupfen wird häufig vererbt, wobei einige Hunderassen gefährdeter sind als andere, zum Beispiel Boston, Scottish und Cairn Terrier, Dalmatiner, Irish Setter, Drahthaar-Foxterriers, Pudel, Schnauzer und West Highland White Terrier. Doch auch bei anderen Rassen kann der wiederholte Reiz aufgrund des Pollenflugs die Allergie auslösen. In diesem Fall empfiehlt es sich, hypoallergenes Hundefutter zu füttern.

Die Symptome einer Allergie beim Hund im Überblick:

  • Tränende und gerötete Augen
  • Hautausschläge, Quaddeln und Pusteln
  • Juckreizbedingtes Kratzen und Knabbern führt zu kahlen, zum Teil blutigen bis hin zu entzündeten Hautstellen
  • Veränderungen der Haut insbesondere im Bereich der Pfoten, des Unterbauches und im Gesicht des Hundes

Die typischen Allergiesymptome, die beim Menschen auftreten, beispielsweise ein Niesen oder eine ständig laufende Nase sind beim Hund eher selten zu finden, aber es können im Bereich der Atemwege ebenso Symptome beim Vierbeiner auftreten. Sie können anschwellen, was dadurch geschieht, da die Pollen eingeatmet werden. Dies ist gefährlich, da es zu einer Atemnot führen kann.

Die Behandlung von Heuschnupfen

Bei einem Verdacht auf einen Heuschnupfen führt der Tierarzt Blut- und Hauttests durch, um andere Ursachen auszuschließen und die allergieauslösenden Pflanzen zu bestimmen. Mit der Hilfe von Medikamenten kann dem Hund eine Linderung verschafft werden. Auch ist es möglich, eine Hyposensibilisierung einzuleiten. Dem Hund werden hierbei die Allergen über einen längeren Zeitraum regelmäßig in einer steigenden Dosis gespritzt. Diese Therapie verfolgt das Ziel, dass sich der Körper des Hundes an die Allergene gewöhnt, sodass eine Abschwächung der allergischen Reaktion eintritt. Auch Sie als Besitzer können einiges tun. Der Hund sollte zur Zeit des Pollenflugs möglichst im Haus bleiben. Längere Spaziergänge sollten Sie in die Abendstunden verlegen und dann auch erst die Wohnung lüften. Zudem sollten Sie den Hund regelmäßig baden und das Fell mit einem speziellen Allergie-Shampoo waschen. Bei einem langhaarigen Hund empfiehlt es sich, das Fell während der Pollensaison kurz zu schneiden, damit sich weniger Pollen darin festsetzen können. Die Hundedecke, beliebte Schlafstellen etc. müssen ebenfalls regelmäßig gewaschen werden.

Fazit

Um die Symptome des Hundes auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Sie für Spaziergänge eine pollenarme Zeit wählen. Dies ist in der Stadt früh am Morgen oder sehr spät abends, während auf dem Land gerade dann sowie in der Mittagszeit verstärkt mit Pollen gerechnet werden muss. In beiden Gebieten reinigt ein längerer Regenschauer die Luft von Pollen, sodass diese Zeiten ebenfalls ideal sind. Wenn die Allergene identifiziert sind, können Sie hypoallergenes Hundefutter verwenden, denn diese Sorten enthalten, verglichen zum normalen Hundefutter, nicht die typischen allergieauslösenden Zutaten und in der Regel auch keine künstlichen Zusatz- und Konservierungsstoffe.

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

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