Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 40.000 Hunde von Jägern getötet

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 29.10.2013 um 08:38 Uhr, 26 Kommentare

Jäger

Gestern Abend berichtete RTL in der Sendung „Justice“ 30 Minuten über den im Rahmen des Jagdschutzes legitimen Abschuss von wildernden Haustieren. Im wesentlichen ging es in der Reportage um den Tod des elf Monate alten Doggen-Mischlings „Snatch“, der im Juli 2013 von einem Jäger erschossen wurde.

Kurze Zeit später kommt es zur Anzeige, weil die Hundebesitzerin nicht glauben will, dass ihr Hund tatsächlich gewildert hat. Polizei und Justiz ermitteln. Blogs und Zeitungen berichten über den Fall. Der betroffene Jäger sieht sich einer Hetzjagd ausgesetzt, denn er habe nur nach gültigem Jagdrecht gehandelt.

Soweit die Geschichte in Kurzform und eigentlich nichts ungewöhnliches, denn letztendlich werden wir mit diesen tragischen Vorfällen immer wieder konfrontiert. Was mich an dem gestrigen Beitrag jedoch stutzig gemacht hat ist die wirklich enorme Anzahl, der angeblich pro Jahr erschossenen Haustiere:

RTL Justice: Pro Jahr werden in Deutschland 40.000 Hunde und 300.000 Katzen von Jägern getötet – schätzen Tierschützer.

Kann das wirklich sein? 40.000 Hunde und 300.000 Katzen pro Jahr? Wenn diese Zahlen stimmen, dann müssten ja schon rein rechnerisch mehr als 900 Haustiere pro Tag erschossen werden, oder?

Natürlich sollte man jede „Reality-Reportage“ immer mit einer gesunden Portion Skepsis betrachten, aber diese Zahlen wird ja auf der anderen Seite vermutlich auch niemand in der Redaktion ausgewürfelt haben.

Leider wird wie so oft als Quelle nur sehr allgemein der Begriff „Tierschutz“ angegeben und daher lassen sich die Zahlen zumindest auf die schnelle auch nicht wirklich verifizieren. Selbst für den Fall, dass sich „nur 50%“ dieser Summe bestätigen lassen würde das noch immer ein sehr negatives Bild auf uns Hundehalter werfen.

Jetzt werden viele von euch sicherlich sagen: „Moment mal! Hat der gerade Hundehalter geschrieben?“ – ja, das habe ich! Denn wenn mir mal unser typisches Hundehalter = Gutmensch und Jäger = schießwütig Bild zur Seite schieben, dann können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass nicht jedes dieser Tiere aus purer Lust am Töten von den Jägern erschossen wurde.

Diese Zahlen lassen nämlich auch den Schluss zu, dass viele Hundehalter ihre Tiere einfach nicht im Griff haben oder ganze Naturschutzgebiete aus purer Rücksichtslosigkeit als Freilauffläche für ihre Hunde deklarieren.

Es ist also mit Sicherheit nicht damit getan diese Vorfälle durch die schwarz/weiß-Brille zu betrachten. Es obliegt meiner Meinung nach auch vielmehr unserer eigenen Verantwortung uns um eine gute Erziehung des Hundes zu bemühen und die Einhaltung gewisser Regeln auch für unsere Hunde sicherzustellen.

Wenn also wirklich 40.000 wildernde Hunde pro Jahr erschossen werden, dann reicht es meiner Meinung nach nicht aus nur auf die Jäger zu schimpfen, sondern wir alle haben es selbst in der Hand diese Zahl in Zukunft zu reduzieren. Wie seht Ihr das ganze? Haltet Ihr die Zahlen für realistisch oder für „aus der Luft“ gegriffen?

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

26 Reaktionen

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  • von Suse
  • 29. Oktober, 2013

Hallo,
ja, leider muss ich dem sehr zustimmen. Als Hundehalterin im Randbezirk/nah an Wäldern und Feldern erlebe ich es leider immer wieder, dass Hunde Rehe – auch Jungtiere – hetzen. Der Lebensraum dieser Wildtiere ist durch uns Menschen schon so stark eingeschränkt worden, dass sie kaum Fluchtwege haben – umgeben von Siedlungen, Bahngleisen usw.
Oftmals kann ich die Halter der wildernden Hunde gar nicht erkennen (denn der Halter befindet sich irgendwo anders), aber wenn ich jene Halter auf das Problem anspreche, wird das komplett runtergespielt „Hier gibt es doch gar keine Rehe“, „Es gibt momentan keine Jungtiere“, „Mein Bello will nur spielen“.
Sehr ärgerlich, zumal ich als Hundehalterin mit jenen in einen Topf geworfen werde.

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  • von Ruth Fendt
  • 29. Oktober, 2013

Und was ist mit den Katzen? Warum erschießt man die? Und warum erschießt der Jäger Wild? Welche Rechte nimmt sich der Mensch raus, um über Leben und Tod zu bestimmen. Es gibt schießwütige Jäger, die wirklich auf alles schießen was sich bewegt. Vielleicht sollte man sivh darüber mal Gedanken machen.

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  • von Suse
  • 29. Oktober, 2013

„Welche Rechte nimmt sich der Mensch raus, um über Leben und Tod zu bestimmen.“ ist heutzutage eine Aussage, die wirklich zynisch wirkt… Der Mensch nimmt sich heutzutage JEDES Recht heraus über Leben und Tod zu entscheiden. In den meisten Fällen überlässt man allerdings die Drecksarbeit den anderen…

ich bin nicht für die Jagd (ich selbst bin Veganerin, drum bin ich generell nicht für das Töten von Tieren, akzeptiere es aber durch Tierhaltung, denn mein Hund wird gebarft – und bekommt keine vvegane Kost) – aber ich bin sehr wohl dafür, dass Wild geschützt wird. Vor Menschen und auch vor Haustieren.

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  • von Silke
  • 29. Oktober, 2013

@ Ruth Fendt: Katzen werden geschossen da sie Boden brütende Vögel und Jungvögel jagen und leider auch oft genug erwischen…aber nur wenn sie sich mehr als 500 Meter von bewohntem Gebiet aufhalten. Meist ist schon am scheuen verhalten der Katze zu sehen das sie keine Hauskatze mehr ist sondern eine verwilderte Katze.
Natürlich gibt es sicher auch die “ schiesswütigen“ Jäger….aber normalerweise sind Jäger vernünftige und im Jagdrecht handelnde Menschen. Es ist wie bei allem …..es gibt solche und solche. Genau so wie es vernünftige und unvernünftige Tierhalter gibt. Man darf nicht alle in einen Topf werfen!
Zum Thema Jagt. Da wir es erfolgreich geschafft haben die großen Jäger unter den Tieren auszurotten (Bär/ Wolf) und uns in die Hose machen wenn sie es wagen zurück zu kommen brauchen wir die Jäger um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Man sieht was Wildschweine in Großstädten ( wo sie sicher nicht heimisch sind) anstellen und wie gefährlich diese Tiere sein können. Auch eine überzahl an Rehen ist für den Wald nicht tragbar. Mein Vater war Jäger und daher weiss ich das der Beste Jäger immer noch der Autofahrer ist…und wer erlöst die angefahrenen Tiere wenn nicht der Jäger…oder soll man sie Qualvoll verrecken lassen ??

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  • von Zera
  • 29. Oktober, 2013

Wenn ich mit meinem Hund durch den Wald Spazieren gehe, habe ich ihn stets an der kurzen Leine. Für mich ist das normal, auch wenn er nur ein kleiner Hund ist. So ist er doch ein Jack-Russell Terrier und wer sich ein wenig auskennt weiß, diese Hunde gelten als Jagdhunde für Ratten und Füchse. Ich denke, schon aus der Angst heraus das etwas passieren könnte, halte ich ihn kurz. Habe eben nur durch kurze suche folgendes gefunden. Mehr dazu gibt es beim Link.

Wildernde Hunde im Landesjagdgesetz
Das LJG räumt dem Jagdschutzberechtigten in §25(4) die Möglichkeit ein, einen
wildernden Hund abzuschießen. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb
der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen. Allerdings muss der
Abschuss die letzte aller Maßnahmen zum Schutz des Wildes vor konkreter Gefährdung
sein. Dieses Recht gilt regelmäßig nicht gegenüber Hirten-, Jagd-, Blinden- und
Polizeihunden. Außerdem muss der Schütze gegebenen falls den Beweis dafür antreten,
dass tatsächlich alle Voraussetzungen für das Erschießen des Hundes vorlagen, da er mit
dem Abschießen des Hundes massiv in die Eigentumsrechte des Hundehalters eingreift.
Mehr unter: http://www.wetnose.de/fileadmin/user_upload/Wissenswertes/Allgemein/Allgemein-Leinenpflicht.pdf

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  • von Maria
  • 29. Oktober, 2013

Bin ebenfalls dafür Hunde wie Katzen abzuschiessen sofern sie sich im Jagdgebiet befinden, die Halter lernen es halt auch einfach nicht. Außerdem sollte die Leinenpflicht massiv verstärkt werden, damit es zu solchen Situationen gar nicht erst kommt, Hunde und Haustiere gehören nicht in deutsche Wälder, Felder oder wiesen, sie hetzen die armen Tiere zu tode! von Daher kann ich den Unmut auf Jäger nicht verstehen!

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  • von Gaby
  • 29. Oktober, 2013

von Silke

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich habe mich mal mit einem Jäger unterhalten. Dieser beklagte auch die Hundehalter, die sich einen scheiß darum kümmern, ob Brut und Setzzeit ist, ob er sich in einem Natur oder Landschaftsschutzgebiet befindet, oder gar im Winter quer Feld ein mit seinen Langlaufskier geht und auch vor Schonungen nicht halt macht. Ich gehe gerne durch solche Gebiete, aber alle meine 3 großen Hunde sind an der Laufleine. Sie haben einfach gelernt sich vernünftig zu benehmen und gehen immer an einer Seite und nicht, wie man oft sieht, kreuz- und quer. Ebenso verhält es sich mit dem Schießen des Wildes. Es MUSS einfach sein. Denn gerade Rehe vermehren sich zu 100% und Wildschweine sogar bis zu 300% pro Jahr. Der Mensch würde da genauso schreien, wenn sich die Wildschweine in seinem Garten aufhalten würden und da ihr Unwesen treiben. Und genauso verhält es sich auch mit wildernden Haustieren. Dabei spielt es keine Rolle ob Hund oder Katze. Der Tierbesitzer ist in der Pflicht!!!!! Leider sehen das nicht alle Tierbesitzer so und dann muss auch mal geschossen werden. Nur so kann eine gewisse Ordnung herrschen. Was wäre denn, wenn jeder machen könnte was er will???? Da darf ich gar nicht drüber nachdenken!!!!! Auf einem Spaziergang an einer Landstraße habe ich morgens auch mal ein angefahrenes Reh gefunden, was sich schrecklich quälte. Ich habe die Polizei angerufen und die haben den zuständigen Jäger benachrichtigt. Natürlich habe ich gewartet, bis sie eingetroffen sind. Allerdings habe ich mich danach schnell aus dem Staub gemacht. Denn das arme Reh wurde auch vom Jäger erlöst. Nur das musste ich mir dann doch nicht auch noch antun. Mir hat das Reh schon mehr als leid getan. Und da kann ich wieder die Autofahrer nicht verstehen. Warum muss man ein angefahrenes Reh liegen lassen????

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  • von Karin
  • 29. Oktober, 2013

Klar gibt es solche Jäger und solche.
Aber die erwähnten Zahlen von abgeschossenen Tieren finde ich recht unglaubwürdig. Sie sind einfach zu hoch…
Zum speziellen Fall mit dem elfmonatigen Doggen Mischling frage ich mich ernsthaft,weshalb die Hundebesitzerin nicht glaubt dass ihr Hund gewildert hat? Demzufolge hatte sie keine Ahnung wo der Hund war oder was er tat. So etwas darf einfach nicht sein! (Wobei ich das abschießen keinesfalls gut heiße!)
Meine beiden sind immer um mich herum,wenn ein Jäger sie abschießen wollte würde er mich mit Sicherheit knapp verfehlen… Und wenn ich weiß dass meine Hunde nicht gehorchen oder jagen, muß ich sie einfach anleinen! Es gibt so viele praktische lange 10m Leinen oder Longen. Damit würde so etwas nicht passieren

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  • von andre
  • 29. Oktober, 2013

also generell kann es natürlich nicht sein das hundehalter nicht in der lage sind ihre hunde so unter kontrolle haben das diese nicht jagen das sollte meiner meinung nach höchste priorität haben. Allerdings muss ich zum thema auslauf in wäldern sagen: wo soll man denn mit seiner fellnase sonst gassi gehn ich komme aus einer kleinstadt in der schorfheide da ist einfach überall wald oder stadt naja da ziehe ich doch den wald vor um meinem hund auslauf zu bieten …. wenn die behörden und jagdfutzies keine hunde haben wollen dann sorgt dafür das es auslaufplatze gibt mit ausreichend platz … denn im moment gibt es den nicht! und an alle hundehalter sorgt dafür das euer hund gut erzogen ist denn leider schaffen es nur wenige den hund so zu erziehen das er zu 100% hört …. das is halt n haufen arbeit aber das weiss man doch bevor man sich n hund anschafft fakt is ich finde es zum kotzen wenn man tiere schießt egal ob hund katze oder wild … über die eindämmung hätte man sich mal gedanken machen müssen bevor man wieder andere tierarten ausrottet…. der mensch ist halt ein egoistisches arschloch und genau so werde ich ihn behandeln wenn einer meinem hund was zu leide tut.. erschieß meinen hund und du bist der nächste ohne gnade das selbe gilt für giftköder und ähnliches

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  • von Ruth Fendt
  • 29. Oktober, 2013

Warum brauchen wir überhaupt Jäger? Doch nur weil, der Jäger die natürlichen Feinde ausgerottet hat. Da die meisten Leute immer noch an das Märchen vom bösen Wolf glauben. Gut, ein verletztes Wild kann aber auch ein Tierarzt erlösen. Was die Hunde anbelangt, sollte jeder Tierhalter in der Lage sein, seinen Hund abzurufen oder an der Leine zu halten. Bei Katzen sieht es anders aus, aber auch da gibt es die Möglichkeit den Katzen ein Halsband mit Glöckchen anzulegen. Wenn sich jeder daran halten würde, wären es auch weniger Wild, das sterben müsste.

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  • von Von Jürgen
  • 29. Oktober, 2013

Ich bin sicher, das eine Menge Hunde/Katzen aus lauter Jagdlust geschossen werden!
Da kann man mal voll ohne die Schonzeit zu beachten draufhalten und sein Gewehr einschießen!
Am Stammtisch kann man damit auch noch glänzen, weil die Jagdkumpel die gleiche Einstellung haben!

Wenn das nur auf 10% der Jäger ( Jagdpächter ) zutrifft sind das immer noch zu viele tote Katzen und Hunde!!

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  • von Astrid Wich
  • 29. Oktober, 2013

das muss aufhören das erschießen von Hunden für Jaeger haben doch Spaß daran.die sollen sie retten und nicht töten ich kann es nicht verstehen das Manager einfach so ein Spaß haben daran es ist traurig und schrecklich

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  • von Christina
  • 29. Oktober, 2013

@ Maria:
‚..abschießen, sofern sie sich im Jagdgebiet befinden..‘
–sie müssen also gar nicht jagen, nur da sein – also als Lösung einfach provisorisch das Gewehr zücken oder habe ich das jetzt nur falsch verstanden? Das Landesjagdgesetz weist zum Glück vernünftige Einschränkungen auf. Die Interpretation solcher Texte ist aber das entscheidende!

‚Hunde und Haustiere gehören nicht in deutsche Wälder, Felder oder Wiesen‘
–Mensch, viel bleibt da ja nicht mehr übrig! In EINEM Punkt stimme ich Dir aber tatsächlich zu: Leinenpflicht – ist eine sinnvolle Sache und rettet Leben.

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  • von anne wetzels
  • 29. Oktober, 2013

dieser jäger hat einfach nur glück das er meinen hund nicht erwischt hat.ich kann nicht verstehen wie einer tiere erschiessen kann.ich hoffe das der wolf wieder einzug in unsere wälder hält.dann ist die natürliche auslese wieder da und man kann die jäger abschaffen.

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  • von Naturschützer
  • 29. Oktober, 2013

Ein Jäger hat nichts aber auch gar nichts mit Naturschutz zu tuen, die meisten jagen wie auch dargestellt um das Fleisch des Wildes zu bekommen. Es gibt so viel schwarze Schafe unter den Jägern, zb. werden im Frühjahr Fasane ausgesetzt um Sie im Herbst abzuschießen .Jäger sind Mordlüsterne Gesellen die nicht mehr in unsere Gesellschaft passen. Wenn Sie unbedingt Schießen und Morden wollen, sollten Sie als Söldner in ein
Kriegsgebiet ziehen.

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  • von Suse
  • 29. Oktober, 2013

Ich finde die Argumentation hier langsam ja schon jenseits von Gut und Böse…
Der Punkt ist doch: Wir Hundebesitzer müssen unsere Hunde im Griff haben. Es kann nicht sein, dass Wildtiere unter unkontrollierten Haustieren leiden müssen.
Und wenn ich hier lese… da bleibt nicht viel übrig, wenn man den Standpunkt vertritt, dass Haustiere nicht unkontrolliert in Felder, Wiesen und Wäldern umherstromern sollten… Was bleibt denn für die Wildtiere übrig?

Und wieviele von Euch, die Ihr Jägern Mordlust unterstellt, packen sich ganz entspannt allmorgendlich eine Wurstscheibe aufs Brot, futtern mittags Kottlett und Hühnerbeine und abends den Salat mit Putenbrust? Glaubt Ihr im ernst, dass Ihr Euch auch nur einen Deut von Jägern unterscheidet, nur weil Ihr andere für Euch morden lasst? Und das auch noch an Tieren, die ein vollkommen unlebenswertes Leben im Schlachthaus beenden müssen?

Ich bin nicht für die Jagd als Sport – aber ohne Jäger geht es dank menschlicher Überbevölkerung und ausrottung des natürlichen Gleichgewichtes nicht…

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  • von Ruth Fendt
  • 29. Oktober, 2013

Dann müssen wir das natürliche Gleichgewicht wieder herstellen und nicht den Jäger als Beschüzer des Wildes sehen, denn das tut er bestimmt nicht. Fakt ist das kein Haustier so viel schaden anrichtet wie der Jäger und da sprechen wir noch nicht von den Wilderer, die es ja auch noch gibt. Und wie ist das wenn ein Jäger ein Pony mit einem Reh verwechselt? U.s.w.

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  • von Karin
  • 30. Oktober, 2013

Hallo von Suse

Ich sehe das genau so wie du.
Nur gibt es dann auch noch Fälle von Jägern die lebende fremde Katzen als Trainingsobjekte für ihre Jagdhunde hernehmen. Da hörts bei mir dann auf…

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  • von Nadine
  • 30. Oktober, 2013

Mir erscheint die Zahl auch sehr hoch gegriffen. Aber selbst wenn es nur 1/3 davon wären, wäre es doch schon eine Menge. Eine Menge mit der sicher niemand gerechnet hat. Sicherlich sind hier auch einige wildlebende Hunde dabei, nicht nur welche, die einen Besitzer haben.

Ich denke es ist fast unmöglich, einen Hund zu 100% auszubilden. Gerade wenn es um die Jagd geht. Bei jedem Hund gehört das Jagen zur Veranlagung. Einige Rassen sind auch eben genau dafür gezüchtet worden. Ich habe zwei Aussies (Hütehunde), deshalb sind es trotzdem begnadete Jäger (Hetzer). Das muss man wissen, wenn man sich einen Hund anschafft. Bin ich mir eben nicht sicher, ob er hört, wenn Wild vor seiner Nase auftaucht, muss er an die Leine. Zeigt er Anzeichen, dass er eine Fährte hat, unterbreche ich das Verhalten und er kommt an die Leine usw.

Leider erlebe ich es als Hundetrainer so oft, dass es den Leuten einfach viel zu lästig ist, eine Schleppleine zu benutzen (von Flexileinen halte ich persönlich gar nichts). Da bekommt man zu hören, dass das ja nervt und man ständig aufpassen muss wo man hin tritt. Auch wenn ich selber mit anderen Hunde-Leuten unterwegs bin und mein Hund an der Schleppleine läuft, weil er gerade mal wieder eine „ich-kann-dich-nicht-hören“-Phase hat, sind diese genervt und fragen ob das echt sein muss. Kurz drauf rufen die dann ihren Hund 10-15 mal während er Scheiße oder sonstiges frisst oder auf Abwegen ist.

Natürlich haben wir Hundehalter nur die Natur, um unseren Hunden auch mal Freiheiten zu gewähren. Wo sie endlich mal ausgedehnte Runden drehen und ihre dollen 5 Minuten ausleben können. Aber dies muss ja nicht in Schutz- oder Waldgebieten sein. Eine übersichtliche Wiese oder Felder sind doch genauso gut. Im Waldbereich bleibt der Hund dann eben angeleint, sofern er nicht gut genug hört. Denn dieser Bereich ist ein Lebensraum für viele andere Tiere.

Was das Jagen selber angeht, da möchte ich mich nicht weiter zu äußern. Aber die Meisten von euch verallgemeinern hier die Jäger, so wie die Jäger uns Hundehalter verallgemeinern. Es gibt immer Solche und Solche, gab es und wird es auch immer geben. Auch jene die Gewalt (oder Tod) androhen, dass ein Jäger fällig ist, wenn er seinen Hund anpackt (oder wer auch immer). Menschen drohen in einem Online-Netzwerk damit, anderen etwas anzutun. Sehr zivilisiert. Damit stellt ihr euch doch auf die gleiche Stufe, seid ihr dann nicht auch etwa mordlüstern? Wartet ihr nun drauf, dass jemand etwas eurem Hund antut (wie der Jäger darauf wartet, dass ein Hund endlich ein Wild hetzt), um ihn dann abzuknallen? Hmm…. Denkt bitte mal drüber nach, was ihr so von euch gebt.

Wir sollten alle endlich mal gegenseitig Rücksicht nehmen. Das gleiche gilt für Hundehalter die meinen, dass sie den Kot ihres Hundes überall liegen lassen dürfen, weil sie Hundesteuer bezahlen. Die Hundesteuer ist eine Luxussteuer, sonst nichts. Zahlen ohne Leistungen. Auch auf einem Feldweg hat ein Hundehaufen nix zu suchen. Genauso wenig, ist es akzeptabel, dass Menschen auf Parkplätzen an den Waldrändern ihre Hinterlassenschaften liegen lassen und sich dann beschweren, wenn sie dabei in einen Hundehaufen getreten sind.

Wenn sich mal jeder zu erst an seine eigene Nase packen würde, hätten wir es alle viel leichter im Leben.

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  • von andre
  • 30. Oktober, 2013

@ nadine das hat nichts mit mordlust zu tun wenn ich sage wenn einer an das wohlergehen meines hundes will dann wird er/sie das selbe erfahren ich sitze nicht den ganzen tag zu hause und hoffe das ich mal einen erwische der köder verteilt oder so aber (bei uns gehen grad kleine blaue kapseln rum) sollte ich jemanden erwischen wie er diese verteilt dann werde ich sie ihn fressen lassen! wer anderen lebewesen in der form schadet und das bei vollem bewustsein und mit purer absicht dann hat er seine chance verspielt. und bitte komm jetzt nich mit „dann ruf doch die polizei“ oder son schmarn was passiert denn wenn ich die bullen rufe der typ wird vielleicht(!) zu einer geldstrafe verknackt wegen sachbeschädigung….
ne ganz ehrlich so jemand soll an seinem eigens verzapften mist ersticken!

und zu dem thema wald und leine und so denke ich das eine allgemeine verbotsregelung oder son zeug unsinnig ist ich denke da muss sich jeder hundehalter selbst fragen ob er es verantworten kann seinen hund frei laufen zu lassen … natürlich kann man nie zu 100% sicher sein das der hund hört das will ich garnicht behaupten allerdings kenne ich meinen hund lange genug um einschätzen zu können wie er sich wann verhält und welche anzeichen er macht wenn er lossprinten will aus welchen gründen auch immer allerdings habe ich das große glück das mein hund so sehr auf mich fixiert ist und quasi vorher „fragt“ ob sie losrennen darf und das sie nicht losrennen würde bevor ich es sage …
egal obs wild ist was vorbeirent oder n saftiges stück leberwurst. greez

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Bis vor 2,5 Wochen habe ich Jäger unterstützt und für Verständnis für sie geworben. Damit ist jetzt vorbei, wo gestern ein Jäger erst um uns rum gefahren war und dann geschossen hat, um uns zu vertreiben und als wir wegfuhren mich fast von der Straße drängte und mir sagte, das wäre das erste und letzte Mal gewesen, dass ich auf der Wiese – nicht eingezäunt – mit meinen 3 Hunden gewesen wäre. In den 2 Wochen davor wurde ich mit meinen angeleinten Hunden aufgefordert auf anderen Wegen zu gehen – noch ANGELEINTEN Hunden!
Da ich Volljurist und ex- Anwalt bin, können die mir gar nichts und ich weiß mich verbal zu helfen. Aber ich weiß auch von anderen, wie schwierig es ist für sie. Nein nein, dass ist BLÖDSINN, was du hier schreibst, Hundehalter haben ihre Hunde nicht im Griff. Hallo? Jedes Wildtier ist schnell genug, um vor normalen Hunden zu flüchten! Ich habe 2 Jahren lang 55 Rehkitze, 40 Füchse und 10 Waschbären in einer Wildtierstation groß gezogen und ausgewildert, ich weiß, wovon ich rede.

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  • von Suse
  • 13. Dezember, 2013

@Berge Christian: Nein, es stimmt keineswegs, dass jedes Wildtier in der Lage ist, vor normalen Hunden zu flüchten. Insbesondere gilt dies für Jungtiere, Muttertiere und trächtige Tiere.

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  • von Steff
  • 20. Dezember, 2013

Also Jäger sind KEINE Heiligen und bestimmt auch KEINE Gutmenschen, wobei ich es nicht zu shr verallgemeinern möchte, weil auch ich nicht wie alle anderen Hudnehalter bin!
Fakt ist: Jäger haben BEWUSST Wölfe erschossen, weil sie Konkurrenz für die Jäger sind, das kann keiner abstreiten! Fakt ist auch, dass es schon sehr viele Vorfälle gab, wo Jäger Hunde erschossen haben, die NICHT gejagt haben und wo der Halter in der Nähe war!!! Dulden wir Gesetzesbruch bloß weil es Jäger sind?
Selbstverständlich lasse ich meinen Hund im Wald frei laufen, allerdings ist er gut erzogen und hat fast 0% Jagdinstinkt, ansonsten rufe ich ihn sofort zurück und er kommt selbstverständlich gleich! Das gilt zwar bestimmt nicht für alle Hunde und es muss Rücksicht auf die wildlebenden Tiere genommen werden, aber wer hier verallgemeinert hat schlicht und einfach keine Ahnung!

Und ich weiß nicht mehr wie der Herr oben hieß… ich helfe beim fressen lassen des Giftes für diejenigen die unsere Lieblinge töten wollen!!!

Der Mensch ist das grausamste auf dieser Welt, kein Tier!

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  • von Michael Schuldt
  • 08. Februar, 2014

In grossen Reservaten hat es sich gezeigt, dass wir Jäger nicht brauchen weil die Natur sich selbst reguliert. Wenn mehr Wild von Jägern erlegt wird steigt die Population – dafür gibt es genügend wissenschaftliche Studien. Im Winter wird das Wild gefüttert, damit sie es später schießen können. Der Jäger greift permanent in die Natur ein und schadet ihr. Sie richten teilwiese mehr Schäden mit ihren Geländewagen und (immer noch) Bleikugeln an als das Wild mit Verbissschäden. Ein gutes Beispiel ist die Ansiedlung des Wolfes. Jäger versuchen immer wieder das, mit fadenscheinigen Argumenten zu verhindern. Das schlimmste Argument, dass ich von einem Waidmann gehört habe ist, dass das Wild durch den Wolf unruhig wird und dauernd den Standort wechselt. Wen stört das den? Eigentlich doch nur den Jäger auf dem Hochsitz. Das Wild wird oft nur angeschossen und quählt sich über Stunden oder gar Tage, es wird Stunden lang in Fallen festgehalten. Kein wildernder Hund oder katze richtet so viel Schaden an wie der Waidmann.

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  • von Distelmeyer
  • 01. Dezember, 2014

Die Antijagd-Kommentare hier sind kompletter Blödsinn. Die Wölfe und Bären wurden nicht von DEN Jägern ausgerottet sondern von ganz normalen Menschen, die auf dem Land lebten und arbeiteten. Vor 200-300 Jahren lebte der Großteil der Menshcen auf dem Land, man hatte Geflügel, Schafe, Hasen, etc. Jeder hatte selbstverständlich auch irgendwo eine Flinte in der Ecke stehen und wenn ein Wolf gekommen ist, wurde er halt geschossen, um das eigene Vieh zu schützen. Das waren nicht DIE Jäger, sondern die einfache Bevölkerung, die dem Wolf immer und überall nachgestellt hat. Hier als Feindbild den Jäger zunehmen passt nicht und ist ein Verdrehung der Fakten.

In großen REservaten hat sich eben gezeigt, dass es ohne die Jagd nicht, oder schlechter geht. In Genf hat man die Jagd für Privatleute abgeschafft und muss nun für Steuerzahlergeld Berufsjäger bezahlen, die den Job weggen der überhand nehmenden Schäden übernehmen. In den Niederlanden kann man immer wieder beobachten, wie Wild, welches nicht bejagt wird, qualvoll an Hunger und Krankheiten stirbt (mal Videos vom “Naturpark” Oostvaardersplassen ansehen, aber Achtung, das ist nichts für zarte Gemüter). Mir tun diese Tiere leid, die nicht durch einen sauberen Schuss schnell und fast schmerzlos erlegt werden, sondern sich Tage und Woche dahinraffen, bis sie endlich eingehen.

Das Wild wird in D nicht bis kaum gefüttert, weil das nämlich in den meisten Bundesländern verboten ist. Herr Schuldt sagt also die Unwahrheit.

Die These zu Bleikugeln/ Geländerwagen vs. Verbiss ist ebenfalls steiler Unsinn. Wir haben in Deutschland ca. 2,3 Millionen ha Mais. Auf einem 10 ha-Schlag können in einer Nacht von Schweinen Schäden i. H. v. locker 3000-5000 Euro angerichtet werden (die übrigens dann der Jäger dem Bauer erstatten muss…). Dann quantifizieren Sie mal bitte dagegen die Schäden von Geländewagen und Bleigeschossen (wobei Blei in Stücken nicht humantoxikologisch ist, aber dass wissen Sie natürlich auch nicht, oder verschweigen es, was noch schlimmer wäre)!

Das Sie das Argument mit dem Wolf nicht verstheen, wundert dann schon gar nicht mehr. Beunruhigtes Wild verbraucht mehr Energie. Weil es nicht konzentriert auf den FReiflächen Nahrung aufnehmen kann geht es zudem auch in den Einständen zu Schaden (Stichwort Schälschäden). Insgesamt sind die Schäden in so einem Revier deutlich höher als sonst. Ich bin selbst seit 20 Jahren Jäger und habe in diesen Jahren weit über 100 Rehe, Schweine etc. geschossen, die alle als bestes Biofleisch dem menschlichen Verzehr zugeführt werden konnte. KEINES musste nachgesucht werden und hat sich lange gequält! Sie behaupten irgend ein Zeug und defamieren Menschen, die das Handwerk Jagd nach besten Wissen und verantwortungsbewusst tagtäglich betreiben, zum wohle von Tieren und Natur. Das ist traurig und macht wütend…

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  • von Nikola
  • 12. September, 2018

Schon mal darüber nachgedacht wie viele Tiere, ungewollt entlaufen und nie wieder gesehen werden? Das hat nichts mit Erziehung zu tun…! Und jemand der gerne und vor allem oft tötet, greift 10 Mal schneller zur Waffe, anstatt eine Sicherung der Lebendfalle zu organisieren.
Auch wenn dieser Artikel von 2013 ist, hat sich nicht viel geändert, ganz im Gegenteil.

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