Berlin: Drogenhaltiger Junkie-Kot macht Parks zu Risikogebieten für Hunde

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 22.10.2013 um 09:21 Uhr, 7 Kommentare

Foto: Peter Bandermann
Foto: Peter Bandermann

Schon öfters habe ich darüber berichtet, dass nicht immer ein vorsätzlich durch einen Hundehasser ausgelegter Giftköder der Grund für eine offensichtliche Vergiftungserscheinung sein muss, denn in vielen Fällen „vergiften“ sich unsere Fellnasen aus Unachtsamkeit in den eigenen vier Wänden und manchmal können sogar starke Pflanzenschutzmittel eine lebensbedrohliche Reaktion im Körper der Tiere auslösen.

Eine weitere Gefahr, die sicherlich nur wenigsten von uns bei Ihrer täglichen Gassi-Runde bisher berücksichtigt haben, ist die örtliche Drogen-Szene. Mal ganz abgesehen davon, dass leere Spritzen und Nadeln zu schweren Verletzungen bei Kindern und auch bei Hunden führen können, wird nämlich zunehmend auch der „menschliche Junkie-Kot“ in Büschen und Parkanlagen zu einem massiven Problem für uns Hundehalter.

Gerade in Berlin Kreuzberg/Friedrichshain und Berlin Treptow/Köpenick behandeln Tierärzte in der letzten Zeit immer wieder Hunde, die an drogenhaltigen Kot geraten sind. Hunde, die an den Folgen der „unappetitlichen Snacks“ leiden zeigen Symptome wie Kreislaufprobleme, Herzrasen oder Vergiftungserscheinungen.

Selbst wenn die Situation nicht unbedingt lebensbedrohlich ist, denn der Hund ist ja „lediglich high“, dürfte es für Tierärzte in diesen Fällen natürlich sehr schwer sein eine richtige Diagnose zu stellen und somit besteht sicherlich auch immer ein klein wenig das Risiko, dass eurem Hund statt der notwendigen Beruhigungsmittel unnötigerweise ein Brechmittel oder eine Infusion verabreicht wird.

Auch wenn Koprophagie, also das Fressen von menschlichen oder tierischen Exkrementen, unter Hunden immer wieder vorkommt und somit auch nicht ungewöhnlich ist, raten wir euch aus Sicherheitsgründen dringend dazu eurem Hund das Kotessen abzutrainieren, denn eine gute Erziehung ist oftmals der beste Schutz!

Wie sieht es in eurem Ort aus? Habt Ihr Probleme mit der Drogen-Szene oder hat sich euer Hund eventuell schon einmal an einer alten Spritze verletzt? War euch diese Gefahr bisher überhaupt bekannt?

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

7 Reaktionen

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  • von Sven
  • 22. Oktober, 2013

Sag mal, hast du keine Angst verklagt zu werden, wenn du fast 1:1 aus ner Zeitung abschreibst?
Aussderdem halte ich das für eine Urban Legend, Drogen (welche überhaupt?) kommen doch nicht genauso hinten wieder raus, sondern werden im Körper verstoffwechselt… ausserdem wohne ich in Friedrichshain und habe noch nie etwas von dem „Problem“ gehört.

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  • von holger
  • 22. Oktober, 2013

Hast du nicht! dann informiere dich mal
richtig!!?

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  • von Sven
  • 22. Oktober, 2013

Lieber Holger, das tue ich doch gerade… aber ausser diesem Artikel im Tagesspiegel und allen anderen, die genau diesen Artikel aufgegriffen haben, gibts keinerlei Informationen dazu… abgesehn davon hab ich noch nicht mal im Buschfunk was davon gehört… und nebenbei, mehr Satzzeichen als nötig zu verwenden sieht seltsam aus.

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  • von anja-w
  • 22. Oktober, 2013

Hallo,
Mein Hund frisst leider auch die Hinterlassenschafen der Menschen.( Kein Hundekot )
Und jedesmal hatte sie Vergiftungserscheinungen.Hat der Tierarzt auch bestätigt das es vom Menschenkot kommt.Wir haben auch ein paar Leutchen die sich gern im Wald die Kante geben und auch Drogen nehmen.Und wenn der Hund dann noch Epilektiker ist ,dauert es nicht lange bis der Anfall kommt.Wird durch sowas auch ausgelöst.So ist es bei meinen Hund.Ich passe jetzt besonders doll auf.Also…..da ist schon was dran.

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  • von Sven
  • 22. Oktober, 2013

Wie ich schon bei Facebook schrieb, werden Heroin-Metabolite durch die Nieren ausgeschieden…

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  • von Kramer
  • 22. Oktober, 2013

Egal welche der üblichen Drogen konsumiert wird – es werden keinesfalls wirksame Substanzen wieder ausgeschieden, sondern inaktive Abbauprodukte. Dies geschieht über die Nieren (Urin) und die Leber (Darminhalt). Die Vorstellung, dass jemand der z.B. Heroin konsumiert, psychoaktiven Kot ausscheidet ist schlichtweg absurd!

Ich habe bei dem Artikel im Tagesspiegel zunächst an einen Scherz geglaubt…leider scheint der Artikel – trotz aller Kritik in der Kommentarspalte – so stehen zu bleiben. Es gibt _nirgends_ Informationen, die diese steile These stützen würden. Was soll damit bezweckt werden? Hundebesitzern Angst machen? Eine Randgruppe noch stärker an den Rand drängen?

Alles in Allem eine Frechheit vom Tagesspiegel. Ich habe die Redaktion angeschrieben und eine Gegendarstellung verlangt.

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  • von DieBine
  • 22. Oktober, 2013

Ich wüsste gerne, wieso eine Infusion oder ein „Brechmittel“ falsch sein sollen, in einem solchen Fall? Ein „Brechmittel“ – rechtzeitig nach der Aufnahme verabreicht – verhindert weitere Aufnahme eines Wirkstoffes, der sich möglicherweise noch im Magen befindet, ins Blut. Und eine Infusion ist in so einem Fall niemals falsch sondern im Gegenteil sogar wichtig! Durch Anregen des Kreislaufs und der Nierentätigkeit werden die Wirkstoffe schneller ausgeschieden, außerdem ist es wichtig den Kreislauf zu stabilisieren. Im Absatz davor wird von Vergiftungserscheinungen und Kreislaufprobemen gesprochen – und dann soll eine kreislaufstabilisierende Maßnahme, die zeitgleich dazu führt, dass die Wirkstoffe rasch wieder ausgeschieden werden – unnötig sein? Welche Logik steckt dahinter?? Schlecht recherchiert!!

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