Berlin-Moabit: SEK-Beamter schießt auf Hund und verletzt einen 36-Jährigen

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 10.08.2013 um 08:09 Uhr, 1 Kommentar

Foto: Steffen Pletl
Foto: Steffen Pletl

Erst vor einigen Tagen haben wir an dieser Stelle über die Rettung eines Border Collie durch die Münchner Polizei berichtet. Die Reaktionen auf das Eingreifen der Beamten war „damals“ eigentlich überwiegend positiv, denn er zeigte natürlich auch ein wenig, dass unsere Polizei durchaus ein „Herz für Tiere“ hat.

Umso ärgerlich, dass die Berliner Polizei dieses positive Bild nun weitgehend wieder zerstört, denn am Freitag wollten Beamte eines Spezialeinsatzkommandos bei einer Durchsuchung eines Lokals in Berlin-Moabit auf einen Schäferhund schießen, der offenbar kurz zuvor auf sie losgegangen war.

Kurioserweise hat der Schuss aus der Waffe des SEK Beamten jedoch nicht den Schäferhund, sondern einen 36-Jährigen Verdächtigen verletzt, gegen den nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrere Haftbefehle wegen Drogenhandels vorgelegen haben. Der Polizeisprecher erklärt den Vorfall in etwa so:

Ein Hund bewegt sich unheimlich schnell. Daher habe der Schuss nicht das Tier, sondern den Fuß eines 36 Jahre alten Verdächtigen getroffen.

Da fragt man sich wirklich, ob der Beamte in der letzten Zeit häufiger sein Training versäumt hat, denn der Schuss auf ein bewegtes Ziel sollte für einen SEK-Beamten doch eigentlich kein Problem sein, oder?

Nun gut, für den Hund können wir uns jedenfalls freuen, der blieb wohl unverletzt und wenn sich die Vorwürfe gegen den mutmaßlichen Dealer in einem Prozess bestätigen sollten, dann hat es zumindest in meinen Augen auch nicht den falschen getroffen, denn bei Drogen hört bei mir der Spass einfach auf!

Die genauen Umstände des Vorfalls sollen jetzt jedenfalls in einem Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgeklärt werden.

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Über den Autor

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1 Reaktion

Permalink
  • von Frank E.
  • 10. August, 2013

Ist das SEK nicht dafür ausgebildet, einen Hund zu überwältigen ohne ihn gleich erschießen zu müssen ?
Wahrscheinlich wurde nur sehr ungenügend vor her recherchiert denn sonnst hätte man vor der Erstürmung einen Fachmann dazu geholt, welcher den Hund ausgeschaltet hätte auch ohne ihn gleich zu erschießen zu wollen !
Die Hundemafia z.B. klaut des Öfteren Hunde, sogar Kampfhunde und ich frage mich doch hier wie die das können und die Polizei oder sogar SEK nicht ???
Das die Kugel wohl den Richtigen getroffen hat finde ich noch OK, aber warum man hier einen Hund töten wollte der ganz sicher nicht einer der Täter ist und mit Drogen handelt finde ich absolut nicht OK !!!

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