Dortmund: Tierquäler vom Ordnungsamt zum Sachkundenachweis verdonnert

Abgelegt von Amalia Schoppengerd am 30.07.2013 um 13:08 Uhr, 14 Kommentare

Reinoldikirche Dortmund

Vergangene Woche hat ein 31-Jähriger Dortmunder in der Nähe der Reinoldikirche aus Wut und vor den Augen seiner Kinder seinen Jagdhund „Puma“ misshandelt. Laut Zeugenaussage ist der Hundehalter ausgerastet, weil ihm der Mischlingsrüde (3) offenbar auf die Schuhe gepinkelt hat.

Aus Wut darüber soll der Mann den jungen Rüden zunächst an der Leine im hohen Bogen durch die Luft geschleudert haben. Danach schlug er den Hund mit voller Absicht gegen einen Baum und würgte das später am Boden liegende wehrlose Tier. Zu allem Überfluss geschah die ganze Tat vor den Augen seiner Kinder.

Erst ein junger Bochumer konnte dem Martyrium ein Ende setzen, denn er und ein weiterer Zeuge rissen den Hundehalter in weiterer Folge von dem schutzlosen Tier weg. Laut den Röntgen-Untersuchungen trug „Puma“ zum Glück keine körperlichen Verletzungen durch die Misshandlung davon.

Zu seinem Schutz ist er derzeit in einem Tierheim untergebracht. Sein brutales Herrchen muss nun zunächst einen Sachkundenachweis beim Ordnungsamt vorlegen, denn erst dann werden weitere Gespräche mit den Amtsveterinären erfolgen. Das teilte der Stadtsprecher Michael Meinders jedenfalls auf Anfrage der Presse mit.

Stadtsprecher Michael Meinders
So geht man mit Tieren nicht um

Der couragierte junge Bochumer, der durch sein Einschreiten den Mischlingsrüden gerettet hatte, wurde zu allem Überfluss vom Hundehalter nun auch noch wegen Körperverletzung angezeigt. Der Bochumer Tierschutzverein „Tiere in Not“ hat zwischenzeitlich Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen den Halter gestellt.

Auch die Polizei ermittelt bereits gegen den 31-Jährigen Hundehalter. Ob dieser „Puma“ jedoch wieder bekommt steht noch nicht fest, denn zunächst steht noch ein Gespräch mit einem Mitarbeiter des Veterinäramts an und erst danach wird der Fall entschieden. Vorher soll der Beschuldigte nicht wegen Tierquälerei aufgefallen sein.

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Quelle: derwesten.de

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14 Reaktionen

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  • von Astrid Wich
  • 30. Juli, 2013

So ein Hirn loses wessen .!sollte eine hochwertige Geld Strafe bekommen und ein Hunde verbot.! Solche Leute haben kein Hund verdient. !!!!

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  • von Gaby
  • 30. Juli, 2013

Das ist wieder typisch, ein Mensch mit Minderwertigkeitskomplexen. Vergreifen sich an Wehrlosen. An Gleichwertige trauen die sich nicht ran. Sie müssen sich an Tieren vergreifen. Da möchte ich nicht wissen, wie er sich seinen Kindern gegenüber verhält. Einfach schrecklich so ein unberechenbares verhalten. Und ich plädiere auch dafür, dass er seinen Hund nicht wieder bekommt.

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  • von Megan
  • 30. Juli, 2013

Erst den Hund quälen und dann noch Anzeige erstatten gegen jemanden der ihn von dem Hund entfernt? Der Bochumer hat dem Hund vermutlich das Leben gerettet….Der Mann sollte sich lieber entschuldigen, bedanken und NIE wieder zugang zu einem Tier bekommen… Ich hoffe die entsprechenden Leute entscheiden so, dass für „Puma“ ein neues LIEBEVOLLES zu Hause gesucht wird….

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  • von Carsten
  • 30. Juli, 2013

Es darf echt nicht wahr sein… Erst mißhandelt diese Kreatur seinen Hund und wenn diesem dann wackere Menschen beistehen darf er sie auch noch anzeigen? Wo leben wir eigentlich? Das so eine Anzeige überhaupt aufgenommen werden darf ist der absolute Hohn! Und dass dieser Vollpfosten auch nur den Hauch einer Aussicht darauf hat seinen Hund lediglich nach einem Sachkundenachweis (Was für einer eigentlich? Der für 20/40-Hunde, dann ist es nämlich noch lächerlicher!) wieder zu bekommen ist haarsträubend! vernünftoge Konsequenz wäre 1.) lebenslanges Hundehaltungsverbot (mindestens!), 2. eine dicke Geldstrafe (mind. 60 Tagessätze meiner Meinung nach) und 3.) Kontrolle der familiären Situation durch das Jugendamt, denn wer bei so einer Lappalie SO ausrastet wird auch vor seinen Kindern nicht halt machen! Sollte der Hund diesem Mann wiedergegeben werden hat die Stadt Dortmund definitiv auf ganzer Linie versagt!

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Mir eindeutig zu wenig Informationen um eine Meinung zu bilden.

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  • von HundUndIch
  • 31. Juli, 2013

Und nehmt dem Mann bitte gleich die Kinder auch weg… ich befürchte, das ist so sein Erziehungsstil 🙁 . Erhlich, kann man da das Jugendamt mal aufmerksam machen? Der Hund hat „Glück“, der ist jetzt in Sicherheit, aber der Rest der Familie….?

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  • von HundUndIch
  • 31. Juli, 2013

@ Carsten:

ich merk grad, ich wiederhole Deinen Kommentar (zu spät gelesen). Ich geb Dir in vollem Umfang recht – außer: die Polizei muss leider solche Anzeigen aufnehmen. Ob die Staatsanwaltschaft dann ermittelt, ist eine andere Sache.

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  • von Tita
  • 31. Juli, 2013

das war auch mein erster Gedanke – wenn einer sowas mit einem Tier macht, dann sind die Kinder auch nicht sicher…

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  • von Christina
  • 31. Juli, 2013

Zu wenig Informationen? Wie viel Info braucht der Mensch, wenn ein Lebewesen misshandelt wird, um sich eine Meinung zu bilden? Tut mir leid, aber so etwas ist ein „no go“. Unangemessene Reaktion auf eine Lappalie

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  • von Edgar Meinhard
  • 31. Juli, 2013

Der Hundehalter hatte Glück im Unglück. Hätte ich diesen übergriff gesehen, hätte die Anzeige eine BERECHTIGUNG gehabt! Ich hätte diesem Tierschänder die Knochen gebrochen und mit eintreffen der Polizei den letzten, nämlich sein Genick!!!!!!!!!!!!!

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  • von Tuechters Claudia
  • 01. August, 2013

Wenn dieser Mensch je wieder ein Tier halten darf dann hat bei uns das gesetz total versagt auch bin ich der Meinung das eine Geldbusse zuwenig ist.Für Tierquälerei die ja so langsam echt überhand nimmt sollten Haftstrafen verhängt werden

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  • von sonja
  • 02. August, 2013

mmeinders@stadtdo.de…Michael Meinders….Leute schreibt dahin, das ist der Pressesprecher vom Ordnungsamt, damit dieser Mensch den Hund nicht zurückbekommt. habe ihm gerade auch eine Mail geschickt..Je mehr, desto besser

wenn er so voller Agressionen ist, geht er dann mit seinen Kindern auch so um? Er zeigt nur Verantwortungsbewusstsein den Kindern gegenüber indem er sie zuschauen läßt und misshandelt den Hund vor ihren Augen aufs Brutalste. Er dürfte NIE WIEDER ein Tier halten

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Sonja, die Mailadresse vom Pressesprecher zu veröffentlichen muss aber nicht sein. Du brauchst nicht die Leute anstacheln. Wenn das Ordnungsamt mit Mails bombarbiert wird, kann es auch nicht unbedingt besser seiner Arbeit nachkommen.

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  • von Dobida
  • 25. August, 2014

Ich finde: Wer einmal wegen Tierquälerei belangt wurde sollte nie wieder Tiere halten dürfen . ist bei Canabis doch auch so “ Drogenstempel auf ewig – Tierquälerstempel auf ewig!

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