Hundekot: Unbekannter Hundehasser droht mit Giftködern in Niedereichsel

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 07.06.2013 um 08:10 Uhr, 9 Kommentare

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© Foto by Ralf Staub

Hundekot war schon immer ein Reizthema zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern. Auch ich ärgere mich auf meinen täglichen Runden mit Aurora und Maya jedes Mal über die Rücksichtslosigkeit mancher Hundebesitzer. In Niedereichsel bei Rheinfelden scheint dieser Streit nun jedoch zu eskalieren, denn auf einem Plakat in unmittelbarer Nähe der Kapelle droht ein unbekannter Hundehasser mit vergifteten Ködern.

Der Computerausdruck, der mit einer Klarsichthülle und zwei Nägeln an einem Baum unmittelbar am Wegrand befestigt war, versetzte nicht nur die Hundehalter, sondern auch die Behörden in helle Aufregung.

Achtung Hundehalter

Aus gegebenen Anlass (Hundekot im Gras) habe ich heute für Ihre Vierbeiner feine Fleischstücke mit einem nicht so gut bekömmlichen Mittel ausgelegt. Es liegt nun an Ihnen wie weit Sie Ihren Hund frei laufen lassen. Da auch das einsammeln des Kots zu wünschen übrig lässt und die Tüten oft am Wegrand stehen bleiben, oder ins Gras geworfen werden, wird diese Maßnahme notwendig.

DAS PROBLEM IST NICHT DER HUND, SONDERN DER LESER DIESES SCHREIBENS

Laut einem Artikel der Badischen Zeitung musste eine Hundebesitzerin ihren Vierbeiner bereits in ärztliche Behandlung bringen, weil er beim Spaziergang am Mittwoch, den 05.06.2013 etwas unbekanntes gefressen hatte. Der Hund erhielt vom Tierarzt ein Brechmittel, worauf hin Teile eines toten Huhns zum Vorschein kamen. Ob es sich dabei um einen Zufall handelt oder um einen präparierten Giftköder ist derzeit ungeklärt.

Bisher ist wie gesagt nicht geklärt, ob der Täter tatsächlich Giftköder in der Nähe der Kapelle ausgelegt hat oder ob hier ein Hundehasser versucht allein durch die Androhung der Tat sein Ziel zu erreichen. Fest steht jedoch, dass die Hundehalter in der Umgebung momentan sehr verunsichert sind und da die Ermittlungen bei der Polizei und beim Ordnungsamt noch nicht abgeschlossen sind, solltet Ihr zur Zeit sehr vorsichtig sein.

Auf der einen Seite hoffe ich natürlich, dass es sich bei diesem Plakat „nur um eine Drohung“ eines Unbekannten handelt, der offensichtlich ein ziemlich gestörtes Verhältnis zu Hunden hat – um es mal nett auszudrücken. Auf der anderen Seite würde das jedoch meine kürzlich hier veröffentlichen Eindrücke durchaus bestätigen, denn in diesem Fall hätte der Täter allein durch die Androhung der Tat sein Ziel bereits erreicht.

Damit der oder die Täter am Ende jedoch irgendwann von der Polizei gefasst werden können, ist es wichtig das Ihr uns solche Vorfälle meldet. Durch unsere derzeit mehr als 50.000 Hundehalter umfassende Community können wir unsere Mitglieder schnell, effizient und tagesaktuell vor potenziellen Gefahren warnen.

Solltet Ihr noch nicht genau wissen, was GiftköderRadar eigentlich ist und wie dieses System euch und eure Hunde vor Gefahren schützen kann, dann schaut euch doch bitte einfach kurz das folgende Video an.

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

9 Reaktionen

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  • von Biggi
  • 07. Juni, 2013

Der jenige der dieses Schreiben aufgehängt hat,für den habe ich auch ein feines Leckerchen parat.Diese hirnlose Tomate sollte sich mal Gedanken darüber machen das nicht der Hund der Übeltäter,sondern der Mensch am Ende der Leine ist.Warum also vergiftet man den Hund??..armselige Kreatur.Ich selbst bin auch Hundehalter und finde es nicht ok wenn Haufen liegen gelassen werden oder die Kotbeutel am Wegrand entsorgt werden.Dafür aber ein Lebewesen töten,dafür habe ich kein verständnis.Ich gehe davon aus,das diese Kreatur auch kleine kinder vergiftet wenn sie etwas verbotenes tun.Anscheinend ist es heutzutage üblich seinen Frust immer an den Schwächsten unserer Gesellschaft abzulassen.Man muß sich schämen der Gattung Mensch anzugehören.Auch noch so feige den Zettel anonym aufzuhängen..Ich hoffe diese armselige Kreatur wird gefunden..

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  • von Dirk
  • 07. Juni, 2013

Ich kann das verstehen und nach vollziehen. An die Hundehalter kommt er nicht ran, daher müssen die Hunde das ausbaden. Irgendwo logisch!
Alle die so laut schreien und über Giftköder sich aufregen, lassen zu 80 % die Haufen ihrer Hunde liegen.
Berlin ist zugeschissen!
Mein Hund hatte Monate lang Giardien und hat sich gequält. Es sollte knallharte Strafen für jede nicht weggeräumte Hinterlassenschaft geben. Vielleicht eine Art Jäger, die diese Leute gleich vor Ort zur Strecke bringt.
Dann gibt es derartige Meldungen nicht mehr und wir können ohne Angst mit unseren Hunden die Tage genießen.

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  • von PaDaZ
  • 07. Juni, 2013

Ähm, in diesem Fall, hätte ich die Polizei gerufen. Den da trauriger weise Tiere in unserem Land, vor Gericht, als Gegenstände behandelt werden, ist die hier zumindest schon mal versuchte Sachbeschädigung (Die Tierschutzgesetze lasse ich jetzt mal außen vor). Da der Herr sich ja die Mühe gemacht hat seinen Drohbrief noch in eine Klarsichtfolie zu friemeln, dürften sich bestimmt eine Menge Fingerabdrücke finden lassen, außerdem scheint er ja in irgendeinem Bezug zu dieser Rasenfläche zu stehen.

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  • von Maria Jakob
  • 07. Juni, 2013

Dieser annonyme Aufruf zum Giftköderauslegen erfüllt den Tatbestand der „Aufforderung zu einer Straftat“ und ist somit strafrechtlich relevant, also anzeigepflichtig. Wer diesen Menschen kenn, ihn beobachtet o. ä. Hinweise geben kann, ist gesetzl. dazu verpflichtet, dies der örtlichen Polizei bzw. Staatsanwaltschaft anzuzeigen. Aufforderungen zu Straftaten werden strafrechtlich verfolgt und geahndet! Dieser Menschi ist also mit Fug und Recht als kriminell zu bezeichnen! ein Verbrecher also!

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  • von Marithe Ranos
  • 07. Juni, 2013

Dass man sich über die Faulheit, Gleichgültigkeit der Hundehalter ärgert, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere einfach liegen lassen, ist verständlich! Ich bin selbst Halterin mehrere Hunde und kenne es gar nicht anders, als mit den Tütchen alles wegzuräumen, was meine Meute fallen läßt. Aber das ist, wie bei allen anderen Ordnungswidrigkeiten, Erziehungs- bzw. Anstandssache. Ich möchte auch nicht in den Haufen meines eigenen Hundes treten, ärgere mich auch, wenn die Sch…. einfach rumliegt. Das muß alles nicht sein. Aber ich ärgere mich auch über auf die Straße spuckende Menschen, an deren schleimigem Auswurf sich mein Hund infizieren könnte, ich selbst reintreten könnte und den Dreck an den Schuhsohlen mit nachhause nehmen würde. Aber deswegen rufe ich auch nicht zum Massenmord über Lebensmittelvergiftungen auf etc. Denn nichts anderes hat dieser Typ getan! Und ich kann meiner Vorrednerin recht geben, dass das Anstiften zu einer Straftat kriminell ist und von den Behörden geahndet wird. Nicht zuletzt auch deswegen, weil kleine, spielende Kinder auch solche Köder anfassen könnten, sich mit den vergifteten Fingerchen in den Mund fassen und schwer erkranken könnten. Aber solche Typen wie dieser Kriminelle, leiden nicht nur an Unterscheidungsfähigkeit zwischen Recht und Unrecht sondern auch noch an Hirnmasse….

[…] Express” leider oft nur reine Marketing-Kampagnen bleiben, müssen wir an dieser Stelle wie im Beispiel von Niederkassel immer öfter über Giftköder-Drohungen […]

[…] den beiden Vorfällen in Schwandorf und Niedereichsel haben wir in diesem Sommer bereits den 3. Fall in dem ein bisher noch unbekannter Täter […]

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  • von Annika
  • 31. März, 2014

Schade nur, dass in der App dann gemeldete Fälle leider hartnäckig nicht aufgenommen werden, obwohl hier schon zwei Hunde in den letzten Tagen gestorben sind und hier warnschilder hängen. Statt dessen wird einem noch vom Betreiber der App unterstellt, man würde Märchen verbreiten. Wer braucht so eine unzuverlässige App?

[…] from churches for reasons like filth and fear of witchcraft as well as dog excrement being such an issue in Europe that it inevitably invites dog haters who poison […]

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