Darum ist es wichtig, dass die Medien über Giftköder berichten

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 12.03.2015 um 14:14 Uhr, 0 Kommentare

Giftköder in den Medien

Viele von euch sehen in GiftköderRadar „nur“ eine Plattform bzw. eine App mit deren Hilfe sich Hundehalter gegenseitig vor potenziellen Gefahren warnen können. In Wirklichkeit geht unsere Arbeit jedoch sehr viel weiter, denn neben der eigentlichen Warnung zählt u.a. auch die statistische Erfassung der einzelnen Anschläge und die Bereitstellung von Daten für die Medien, Tierärzte und die Öffentlichkeit zu unseren täglichen Aufgaben.

Nun mag man sich nach den großen Artikeln in „Die Welt“, auf N24 und vor dem Hintergrund des kommenden Beitrags in „Spiegel TV Magazin“ sicherlich – auch berechtigt – fragen, ob denn soviel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit nicht erst zu solchen grausamen Taten verleitet, oder?

Einige unserer Nutzer sind jedenfalls genau dieser Meinung und daher möchte ich euch heute mal aufzeigen, warum eine breite Berichterstattung und eine Diskussion in der Öffentlichkeit zum Thema #Giftköder trotz der möglichen Gefahr von vereinzelten Trittbrettfahrern extrem wichtig für uns alle ist.

1. Die Öffentlichkeit wird sensibilisiert

Wir Hundehalter leben oftmals in unserem eigenen kleinen Kosmos und vielen anderen Menschen da draussen sind „unsere Probleme“ schlicht und einfach nicht bekannt. Fast täglich spreche ich mit Menschen, die zwar selbst keinen Bezug zu Hunden haben, aber trotzdem über die Brutalität der Hundehasser persönlich schockiert sind. Solche Menschen würden ohne eine solche Berichterstattung von diesen Ding nie etwas erfahren und im Zweifel können gerade auch Nicht-Hundehalter ein wichtige Zeugen sein!

Je mehr Menschen sich dieser Problematik bewusst sind, desto höher wird auch Druck auf die Täter, denn die Wahrscheinlichkeit das sie beim Auslegen ihrer „tödlichen Leckerli“ durch einen Zeugen beobachtet und anschließend ermittelt werden, steigt mit jedem Menschen, der sich dieser Gefahr bewusst wird.

2. Die Politik und die Behörden werden sensibilisiert

Viele Politiker werden erst dann aktiv, wenn es um Wählerstimmen geht und auch da hilft uns eine öffentliche Diskussion weiter, denn je mehr dieses Thema im Fokus der Medien steht, desto öfter werden sich Zeitungen und Journalisten mit unangenehmen Fragen an die Politik wenden.

Wenn wir also alle möchten, dass der Gesetzgeber aktiv wird, dann dürfen wir unsere Meinungen nicht länger „nur versteckt in den Kommentaren“ von sozialen Netzwerken posten, sondern wir müssen die Themen die uns bewegen auch sichtbar in die Öffentlichkeit bringen.

3. Täter werden nicht durch Medien inspiriert

Tag für Tag lesen wir in unseren Zeitungen von Vergewaltigungen oder Kindesmissbrauch. Über solche Themen wurde schon berichtet und es wird auch immer darüber berichtet werden. Trotzdem laufen die Menschen auf den Straßen ja nicht plötzlich los und vergewaltigen reihenweise Frauen und Männer oder missbrauchen massenhaft Kinder. Auch beim Thema #Giftköder geht die dringend notwendige Aufklärung der Öffentlichkeit ganz klar vor der Angst vor potenziellen Nachahmern einer solchen Tat.

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

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