Junger Schäferhund stirbt nach Silvester-Spaziergang durch einen Giftköder

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 02.01.2015 um 09:16 Uhr, 2 Kommentare

Foto: Polizei
Symbolfoto: Polizei

Für die Besitzer eines 5 Monate alten Schäferhundes beginnt das Jahr mit einer Mischung aus tiefer Trauer und vermutlich auch großer Wut! Wut auf einen unbekannten Hundehasser, der im Vorfeld der Silvesternacht einen Giftköder im Bereich Sickenbühl in der Nähe des Hundeplatzes in Donaueschingen ausgelegt hat.

Wie die Polizei Tuttlingen mitteilt, soll der junge Hund den Giftköder am Vormittag des 31.12.2014 gefressen haben. Als die Besitzer die Vergiftung bemerkten, war es für Hilfe bereits zu spät. Der Hund verstarb in Folge des gefressenen Giftköders. Schnell machte unter Hundehaltern das Gerücht die Runde, dass es sich bei dem Gift um Schneckenkorn gehandelt habe. Diese Aussage kann die Polizei aktuell jedoch nicht bestätigen. Der Fund wurde sichergestellt und wird im Rahmen der Ermittlungen derzeit in einem Labor untersucht.

Da der Giftköder auf einem freien Feld ausserhalb jeglicher Umzäunung ausgelegt wurde, können die Beamten derzeit nur gegen „Unbekannt“ ermitteln. Die Polizei ruft daher mögliche Zeugen, die etwas in der betroffenen Gegend beobachtet haben, dringend auf sich beim Polizeirevier in Donaueschingen zu melden.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal das vorbildliche Verhalten der Hundebesitzer aufzeigen, denn diese haben trotz des schweren Verlust die Kraft gefunden, umgehend eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten, denn so sind die Ermittlungen erst aktiv ins Rollen gekommen.

Viele Hundehalter unter unseren Lesern sind leider noch immer der Auffassung, dass die Polizei in solchen Fällen von allein aktiv wird. Das ist aber leider nicht der Fall, denn die Beamten dürfen laut Gesetz erst dann tätig werden, wenn quasi ein „Auftrag“ in Form einer Anzeige in den Akten vorliegt.

Damit eure Hunde von der Gassi-Runde stets gesund heimkehren, solltet Ihr euren Hunden von Anfang an beibringen, dass sie nichts ohne eure Erlaubnis vom Boden fressen dürfen. Dieses Verhalten können auch ältere Hunde noch erlernen. Auch die Aussage, der eigene Hund sei ein ehemaliger Strassenhund kann hier nicht gelten, denn auch diese Hunde haben in eurer Obhut ein normales Sozialverhalten erlernt und auch sie können mit eurer Hilfe lernen, dass sie nichts mehr vom Boden fressen dürfen.

Sicherlich brauchen einige Hunde ein intensiveres Training und das bedeutet mehr Arbeit für den Halter, aber sind wir unseren Hunden das nicht schuldig? Sollte es trotzdem einmal dazu kommen, dass euer Hund einen Giftköder gefressen hat, dann ist es immer ratsam ein entsprechendes Notfallset im Haus zu haben.

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

2 Reaktionen

Permalink
  • von Petra S. Rosé
  • 02. Januar, 2015

Es ist immer schwer,solche Täter zu finden. Wir sollten alle daran denken. Auch Kinder stecken Gefundenes, vermeintlich Essbares in den Mund oder schlucken es sogar runter.
Ich glaube darüber denken der oder die Täter nicht nach, die Mehrzahl jedenfalls nicht.
Aber die Justiz sollte daran denken und dementsprechend hoch sollten auch die Strafen ausfallen, wenn man mal jemand überführen kann.

[…] Schäferhund “Sam” kam jedoch jede Hilfe zu spät! Er verstarb qualvoll am nächsten Tag. Lena ist […]

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