Dänemark = Dog-Killer: Hundebesitzer protestieren in Süderlügum

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 02.10.2013 um 10:58 Uhr, 1 Kommentar

Foto: CW / shz.de
Foto: CW / shz.de

Persönlich finde ich es natürlich immer gut, wenn Tierschützer und ganz normale Bürger nicht nur passiv via. Facebook und Internet ihre Meinung vertreten, sondern wenn sie auch aktiv auf die Straße gehen um so etwas mit Nachdruck gegen ganz offensichtliche Missstände auf der Welt zu unternehmen.

Insbesondere uns deutschen ist meiner Meinung nach in den letzten Jahrzehnten irgendwie die gesamte Demonstrationskultur abhanden gekommen, denn während die Menschen in anderen Ländern der Welt für ihre Rechte mehr und mehr auf die Strasse gehen, drücken die meisten von uns ihren Protest doch offen gesagt viel lieber mit Hilfe des Like-Buttons oder einem wütenden Kommentar in sozialen Netzwerken aus.

Ich möchte diese Art von „virtuellen Protest“ auch ehrlich gesagt nicht schlecht reden, denn selbstverständlich braucht es auch Petitionen und (Hunde-)shitstroms um den ein oder anderen Verantwortlichen wachzurütteln, aber es ist doch schon etwas anderes, ob man eine Aktion „mittels Mausklick“ von seinem gemütlichen Sofa aus unterstützt oder ob man im Regen stehend mit gleichgesinnten Menschen ein Transparent aufrichtet.

Am vergangenen Wochenende habe beispielsweise die Mitglieder einer deutsch-dänischen Bürgerinitiative mit einer groß angelegten Demonstration an der Bundesstraße 5 in Süderlügum (N-Friesland) gegen das dänische Hundegesetz protestiert. Ein in ganz Europa umstrittenes Gesetz, dass den dänischen Polizeibeamten vorgibt, die Tiere von 13 bestimmten Hunderassen sowie Kreuzungen daraus einzuziehen und zu töten.

Nach Angaben der Bürgerinitiative sollen bis heute über 1800 Hunde behördlich getötet worden sein – darunter auch mindestens ein Hund eines Touristen. Die Teilnehmer der Demonstration, die teilweise von sehr weit her angereist waren, wollten mit ihrer Aktion direkt an der Grenze auf die in Dänemark herrschenden Zustände aufmerksam machen. Besonders skandalös ist für viele Tierschützer dabei der Umstand, dass die Beweispflicht nicht bei der Polizei, sondern allein bei dem Halter des als gefährlich eingestuften Hundes liegt.

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

1 Reaktion

Permalink
  • von Kirsten Klepl
  • 02. Oktober, 2013

Liebes Team.
Like drücke ich Grundsätzlich gar nicht.
Was die Demos betrifft,sitze ich leider an einem sehr ungünstigem Platz.
Wohne auf den Canaren und mir bleibt leider nur das teilen im Netz.
Mehr kann ich leider nicht für die armen Tiere dieser Welt tun.

Viel Erfolg noch an alle Tierschutz Vereine wünscht euch Ki

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