Kothaufen am Heuchelheimer See: Unbekannter droht Hundehaltern mit Giftködern

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 10.08.2013 um 14:35 Uhr, 11 Kommentare

Foto: Lisa Busch
Foto: Lisa Busch

Nach den beiden Vorfällen in Schwandorf und Niedereichsel haben wir in diesem Sommer bereits den 3. Fall in dem ein bisher noch unbekannter Täter öffentlich mit einem Giftanschlag auf Hunde droht.

Ort des Geschehens ist diesmal der Heuchelheimer See in unmittelbarer Nähe von Gießen. Eine aufmerksame GiftköderRadar Nutzerin fand dort den oben gezeigten Ausdruck in direkter Umgebung des Sees und verständigte daraufhin sofort die örtliche Presse und die zuständigen Ordnungsbehörden.

Auch wenn derzeit noch niemand sagen kann wie „ernst“ der Verfasser dieser Drohung es wirklich meint, raten wir allen Hundehaltern insbesondere auf den Spazierwegen und Wiesen rund um den See die nächste Zeit etwas vorsichtiger zu sein, denn so lange der Verantwortliche noch nicht ermittelt ist, kann es leider auch nicht ausgeschlossen werden, dass dieser Drohung irgendwann einmal Taten folgen.

Bei den Hunden, deren Besitzer das eigene Tier selbst gern als „Staubsauger“ einstufen, empfiehlt es sich vielleicht auch die nächste Zeit einen Maulkorb anzulegen. Das ist sicherlich keine optimale Lösung, aber ein solcher Maulkorb reduziert gerade bei unerzogenen Hunden das Risiko einer Vergiftung erheblich.

Auch wenn wir das Thema „Hundekot“ schon ausführlich in dem Schreiben der Familie D. mit euch erörtert haben, möchte ich an dieser Stelle trotzdem noch einmal an alle Hundehalter appellieren die Kothaufen des eigenen Hundes zu entsorgen, denn letztendlich können wir kein Verständnis und keinen Respekt für unsere Tiere verlangen, wenn einige von uns die Interessen unserer Mitmenschen immer wieder mit Füßen treten.

Diese 3 Beispiele zeigen ja auch mehr als deutlich, dass es zwischen dem Vorkommen von Hundekot auf den Straßen und den Giftködern in einigen Orten definitiv eine Verbindung gibt und wenn wir alle mehr Sicherheit für unsere Tiere wollen, dann müssen wir auch alle mehr an uns selbst arbeiten.

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

11 Reaktionen

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Ich finde es ja fast schon lächerlich, wenn es nicht so ein ernstes Thema wäre…

Über die Intelligenz urteilen und selbst nicht mal Herr der Rechtschreibung sein. Mir würde es da in den Fingern jucken, das Schreiben a) zu korrigieren und b) auf die Intelligenz der Eltern / Kinder hinzuweisen – als ich klein war, wusste ich, dass man Kot nicht isst. (Oder wie sonst kann der Kot eine Gesundheitsgefahr sein?!?)

Aber trotz allem: bitte den Kot der Tiere aufsammeln, es ist wirklich unschön. Ich als Hundehalter stehe auch nicht darauf, in eine Tretmine zu laufen…

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  • von Sandra Stephan
  • 10. August, 2013

Rechtschreibung Intelligenz sind zwei verschiedene Paar Schuhe, Melanie, zumal es nun wirklich Schreiben gibt, die sich deutlich schlechter lesen lassen.

Und wie intelligent Kinder und Eltern sind, ist in diesem Fall unerheblich, schließlich ist es auch jenen Menschen gestattet, öffentliche Straßen, Parkanlagen o.Ä. zu betreten, deren Stärken eher in anderen Gebieten liegen (ja, das soll es geben).

Wo ich aber zustimme: Kot wegräumen. Selbstverständlich fallen auch mir tausende Dinge ein, die ich lieber mache, aber wer sich zu fein ist, die Hinterlassenschaften des Tieres zu beseitigen, sollte zukünftig doch bitte auf ein Tier umsteigen, welches sich nicht in der Öffentlichkeit fortbewegt oder – besser noch – auf Plüsch ist.

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  • von Max Heitmann
  • 11. August, 2013

Vielleicht sollte man den Verfasser dieser Nachricht mal mit Kot füttern und danach über Bauchschmerzen aufklären. Natürlich ist es sehr bescheiden das Hundehalter ihre Lieblinge an dem Strand ihre Geschäfte verrichten lassen ohne diese danach zu beseitigen, aber dennoch ist dies noch lange kein Grund den Tieren und Herrchen damit zu drohen ihnen etwas an zu tun. Es gibt demokratische und menschliche Wege dies zu klären, wie z.B. „Bitte entfernen sie die Hinterlassenschaften ihres Tieres, hier spielen kleine Kinder, danke!“ Wäre ein Anfang gewesen. Drohungen bewirken definitiv nicht das Ziel was der Verfasser erreichen möchte. Daher, bitte, um Gottes willen, erst Gehirn einschalten, dann denken, dann handeln. Alles andere ist fehl am Platz. Lg

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  • von Andreas Rupp
  • 11. August, 2013

Die Frage ist ja auch was für spielende Kinder wohl gefährlicher ist, ausgelegte Giftköder oder Hundekot? Rattengift kann auch und gerade bei Menschen tödlich sein oder Gehirnschäden nach sich ziehen, Hundekot hingegen gibt im wahscheinlichsten Fall wahrscheinlich nur eine Magenverstimmung! Nur völlig gestörte Menschen kommen auf die Idee, Giftköder auszulegen, sowas auch wenn es nicht ernst gemeint sein sollte, anzudrohen geht schon in die gleiche Richtung!

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  • von Ly Ti
  • 12. August, 2013

Kann mich meinem Vorgänger nur anschließen – Giftköder sind sicherlich schlimmer als der Hundekot. Man muss mit seinem Hund ja auch nicht gerade in der Nähe von Kinderspielplätzen oder am Badestrand entlanggehen. Meistens gibt es ja auch abgelegene Waserstellen ect. Sollte doch mal ein MAlheur am Spielplatz passieren – Häufchen wegräumen. Andererseits muß ich sagen: ich habe noch kein Kind erlebt, daß einen Hundehaufen angepackt bzw. versucht hat, das ganze zu essen…… Wenn man dann auch noch so sieht, was für anderer Müll bzw. Essensreste, nicht leergetrunkene Flaschen (auch mit Alkohol) in der Nähe von Spielplätzen zu finden sind (abgesehen von den im Sandkasten verbuddelten Katzenhäufchen), ist ein Hundehaufen noch harmlos.

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  • von C. Tailor
  • 12. August, 2013

Das der Verfasser dieser Zeilen über eine äusserst geringe Intelligenz verfügt ist offensichtlich. 1. Kot ist nicht wirklich gesundheitsgefährdend. Man kann sich vielleicht mal Parasiten holen, wenn man den Kot anfasst und dann die Finger in den Mund steckt, aber wer macht das schon? Eine Gefahr einer dauerhaften Schädigung oder gar Todesgefahr geht nicht davon aus. (wie bei Gift) 2. Wieso muss man die Tiere gleich töten? Die sind doch nicht wirklich schuld, der Hund sucht sich das nicht aus. Also wieso sich an unschuldigen Wesen vergreifen. Das spricht für den extrem miesen Charakter dieses Menschen. Wenn, dann sollte er doch die Menschen angreifen und vergiften, aber nicht die Hunde! Und 3. Was ist eigentlich mit den ganzen menschlichen Kothaufen? Hier in der Stadt sind die Parks von Menschen zugeschissen. Ist das ein Grund sich auf die Lauer zu legen um die Jogger (oder wer immer das macht) abzuknallen? Ich denke nicht.
Ich frage mich wirklich warum Kot derartige Emotionen auslöst. Als ob wir in dieser Welt nicht jede Menge wirklich ernste Probleme hätten. Als ich Kind war war das noch nicht so. Da hat mein einfach nur denjenigen der aus Versehen reingetreten ist ausgelacht. Und dann hat man es mit einem Stöckchen aus den Schuhprofilritzen gekratzt. Das jemand daran gestorben ist hab ich noch nie gehört. Warum kann man nicht lockerer damit umgehen? Mir sind Hundehaufen egal, mich stören sie nicht.

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  • von Knutsen
  • 13. August, 2013

Giftköder sind indiskutabel, wer sowas macht gefährdet alle.

Aber: die Verharmlosung von Hundekot durch Unwissenheit oder Ignoranz ist auch indiskutabel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hundekot

[…] Giftköder ausgelegt habe, weil sie noch wolle, dass Hunde auf ihrer Wiese spielen oder dort ihre Hundehaufen […]

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  • von Benni
  • 04. Juli, 2014

Wo steht im Artikel irgend ein Wort über Gift?
Es geht überhaupt nicht, daß Hundehaufen im Sommer auf Badewiesen gesetzt, und dann noch liegengelassen werden. Das habe ich einfach gelernt, und welcher Hund das tut, der hat einen (sanften) Fußtritt oder einen Schlag mit dem Badehandtuch einfach verdient!
Bei weichem Kot kann Herrchen diese flüssige Scheiße einfach nicht weg machen, und der Nächste legt sein Handtuch drüber und hat die Scheiße dann in der Nase.
NO GO!!!
Hunde am Badestrand nur dann, wenn sie vorher abgekackt haben, und wenn sie wissen, daß man zum Kacken ins Gebüsch muß. Wenn das nicht funktioniert, dann muß Herrchen lernen, daß man als Hund auch ins Sackerl kacken kann, wenn Mensch es uns rechtzeitig unter den PoPo hält.

[…] derzeit auf der Suche nach einem bisher unbekannten Hundehasser, der erst kürzlich eine ziemlich unmissverständliche Nachricht auf einem Privatgrundstück hinterlassen hatte. So fand ein Scherlebecker Hundehalter, der seinen […]

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  • von Joe Smith
  • 25. Februar, 2015

Wie verhält man sich?

Mir als Hundehalter fallen auch sehr viele nicht weggeräumte Hundehaufen vor allem in Parkanlagen, aber auch auf Gehwegen auf. Abgesehen davon, dass es mich nervt, wenn ich mal wieder in einen reingetreten bin, fällt dieses Verhalten auf alle Hundehalter negativ zurück!

Was macht Ihr, wenn ihr einen Hundehalter steht, der seinen Hund im Park auf die Wiese kacken lässt oder auf den Gehweg und auffällig wegschaut oder auch hinsieht und dann weiter geht, ohne den Haufen wegzumachen?
Schaut Ihr ihn an, damit er sich beobachtet und evtl. dadurch motiviert fühlt den Haufen wegzumachen? Schaut Ihr weg à la, geht mich nichts an? Sprecht Ihr ihn an? Falls ihr in ansprecht, wie?

In allen Diskussionen zu dem Thema lese ich nur von Hundehaltern die schreiben, dass sie brav die Haufen ihrer Hunde wegmachen. Wo kommen aber dann die vielen Haufen her, die in den Parks rumliegen? Sind das alles Hundehalter ohne Internetanschluss?

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