Ignorante Hundehalter: Wieder Verletzte nach Hundeattacken auf Menschen

Abgelegt von Amalia Schoppengerd am 31.07.2013 um 12:04 Uhr, 5 Kommentare

Foto: DPA

Was ist bloß mit den Hunden und vor allem deren Besitzern los? Täglich erreichen uns Meldungen darüber, dass ein Hund ein Kind oder einen Erwachsenen offenbar ohne jeglichen Grund angefallen und dabei schwer verletzt hat. Die Reaktionen der Hundehalter sind jedoch oftmals schockierender als der Angriff selbst.

Am Samstag, den 20.07.2013 ist in Senden beispielsweise eine 23-jährige Studentin beim Spaziergang mit Ihrem Hund an der Iller von einem freilaufenden Mischlingshund in die Wade gebissen worden. Die Besitzer, die zu diesem Zeitpunkt gerade Bierbänke aus einem Lieferwagen herausholten haben nach Angaben der Polizei den Vorfall entweder nicht gesehen oder einfach vorsätzlich ignoriert.

In Blumberg wurde am Freitag, den 19.07.2013 in der Achdorfer Straße eine 48-Jährige Spaziergängerin von einem Rottweiler angefallen und gebissen. Die Frau war ebenfalls zum Zeitpunkt der Attacke mit Ihrem Hund unterwegs. Als der Rottweiler von einem uneingezäunten Grundstück auf sie zu gerannt kam, riss sie ihren Hund hoch um ihn zu schützen. Der Rottweiler hat das Tier trotzdem erwischt und in den Hinterlauf gebissen.

Sein Frauchen versuchte anschließend den angreifenden Hund noch mit dem Fuß weg zu schieben und wurde dabei selbst massiv in den Unterschenkel gebissen. Ein Familienmitglied hat offenbar gegenüber der Frau erklärt, dass sie den Vorfall erst einmal beweisen müsse. Die Polizei hat jedoch bereits einen Zeugen, der den Vorfall beobachtet hat. Dieser soll jetzt Klarheit in die Ermittlungen bringen.

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Quelle: swp.de, suedkurier.de

Über den Autor

Amalia Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und sie kümmert sich bei uns um das Layout, den Support und um die Bearbeitung aller Meldungen. Bei Fragen erreicht Ihr Amalia auf Twitter, Xing oder per E-Mail.

5 Reaktionen

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  • von Carsten
  • 31. Juli, 2013

Ganz einfach: Da die Folgen immer der Hund auszubaden hat und in D zwar Rasselisten existieren, trotzdem aber jeder „Depp“ einen Hund halten darf wird es immer wieder solche Vorfälle geben! Es muss endlich ein Gesetz her das
a) Dem Halter eines JEDEN Hundes abverlangt einen vernünftigen Sachkundenachweis abzulegen (egal wie groß/klein/schwer/sonstwas)
b) Versicherungspflicht für ALLE Hunde
c) Ein vernünftiges Tierschutzgesetz das zum einen anständige Strafen auf Tierquälerei vorsieht und ungeeignete Halter wirksam vor einer Neuanschaffung abhält!

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Wirklich schade das so auch Tierhalter die ihr Tier artgerecht behandeln und erzogen haben ebenfalls in Zwielicht rücken.
Vielleicht liegt es im Augenblick auch nur an den hohen Temperaturen, der Mensch ist ja derzeit ebenfalls etwas gereizt.

[…] vom Fahrrad. Anschließend zogen sie das Kind auf eine angrenzende Wiese und fügten ihm dabei schwere Bisswunden […]

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  • von marco
  • 01. April, 2014

Ist zwar schon länger her, aber jetzt mal im Ernst:
Wie bescheuert muss man denn sein, seinen Fiffi hochzureissen (womöglich noch am Halsband der Leine, ne?) um ihn zu „schützen“?
Hunde können schon sehr gut selber kommunizieren – meist besser als Menschen untereinander. Die brauchen keine Mama oder Papa, – dann passiert auch in der Regel gar nix.
Und dass die Frau den Rottweiler mit dem Fuss „wegschieben“ wollte… ja schon klar.
Also kein Wundr, wenn die den kleinen Fiffi über den anderen Hund hebt und ihn damit zum ranghöheren erklärt, dass der Rottweiler dann nur noch interessierter ist. Und ihn dann noch wegtreten, nachdem man sein Interesse auf den anderen Hund gezogen hat…

Also wirklich, manche Besitzer sollten echt einen Hundeführerschein haben. – Aber in dem Fall die Frau.

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  • von napu
  • 19. September, 2014

Das kennen wir schon, dieses Verhalten der Hundehalter. Im Juli wurde mein Sohn von einem Schäferhund attackiert, gebissen und vom Fahrrad gezogen. Der Hund hat erst nach massiven Einsatz von Pfefferspray von ihm abgelassen. Der Halter war nicht weniger aggressiv. Wie immer gab der Halter falsche Kontaktdaten und eine falsche Telefonnummer an.

Aber meine Frau hat das Gesicht des Halters mehrfach aus verschiedenen Perspektiven per Handy fotografiert und das Pfefferspray enthielt eine nicht abwaschbare Farbe, die den Hund gekennzeichnet hat. Damit konnte die Polizei den Halter ausfindig machen.

Mein Sohn hatte eine Wunde in der Wade, die vom Arzt genäht werden musste und einen Schock erlitten.

Weil der Hundehalter gelogen hatte und später seine Tat leugnete ging das vor Gericht. Dort schließlich meinte der Halter, dass man doch Verständnis haben müsse, wenn eine Schäferhündin gerade Junge hätte. Da käme es schon einmal vor, dass die „etwas zwickt“, das müsste man so eben akzeptieren.

Lach! Dieses „etwas zwicken“ musste vom Arzt mit mehreren Stichen genäht werden!

Ich denke, dass private Hundehaltung generell verboten werden sollte. Ausnahmen sollten höchstens entsprechend erzogene Blindenhunde oder Therapiehunde für Schwerkranke, oder eben Hunde der Polizei und von Bergungsdiensten sein. Aber alle andere Hundehaltung gehört verboten.

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