GiftköderRader Factsheet 2012

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 23.11.2012 um 08:27 Uhr, 7 Kommentare

Das Jahr 2012 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und deshalb ist jetzt auch langsam an der Zeit ein Résumé aus diesem Jahr zu ziehen. Gemeinsam mit euch haben wir in den vergangenen Monaten einiges auf die Beine gestellt und auch wenn es aktuell aufgrund der Jahreszeit „etwas ruhiger“ geworden ist, so haben wir doch einen „sehr heißen Sommer“ hinter uns gebracht.

Im Juli und August 2012 gab es Zeiten in denen haben wir im Schnitt mehr als 50 Meldungen pro Tag von euch erhalten und jede Meldung musste zunächst einzeln von uns verifiziert werden. Natürlich erreichen uns gerade in den Sommermonaten und in den Spitzenzeiten auch immer wieder zahlreiche Dubletten, SPAM-Meldungen oder vorsätzliche Falschmeldungen, aber unter den Strich kann man sagen, dass bisher nur sehr wenige Nutzer wirklich ernsthaft versucht haben das System für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Insgesamt haben wir in den letzten 12 Monaten mehr als 1.200 Giftköder-Warnungen veröffentlicht. Mit 94% liegt ein Großteil der von euch gemeldeten Fundorte in Deutschland und dort insbesondere in den Bereichen Berlin, München, Hamburg und Köln. In Österreich, wo zusammen mit der Schweiz lediglich 6% der von uns veröffentlichten Fundorte liegen, dominiert ganz klar die Stadt Wien vor Innsbruck.

Ein großer Grund zur Freude sind jedoch die Download- und Wachstumszahlen, denn im Jahr 2012 konnten wir insgesamt knapp 40.000 Downloads unserer Smartphone-Apps verzeichnen und das ist für ein kleines Startup ohne Risikofinanzierung im Hintergrund wirklich ein gigantischer Erfolg.

Ich selbst kenne viele Projekte hinter denen große Verlagshäuser und externe Geldgeber mit Millionenbeträgen stehen und nicht wenige von diesen Projekten verzeichnen teilweise 5 Jahre nach dem Start noch nicht einmal die Hälfte unserer aktuellen Downloadzahlen. Wir sind sicherlich auf einem guten Weg, aber es zeigt auch, dass unsere Entscheidung die Entwicklung der iOS App. vorrangig zu betreiben, die richtige gewesen ist.

Mit 38% ist die Anzahl der Android-Nutzer auf GiftköderRadar jedoch trotzdem so hoch, dass wir hier in den nächsten Monaten einfach aktiv werden müssen und das bedeutet für das Jahr 2013 endlich den lang geplanten Ausbau der Android Version in Angriff zu nehmen. Ansonsten steht in den kommenden Monaten die Suche nach externen Investoren und Partnern auf der ToDo-Liste, denn wir haben noch viele innovative Ideen deren Umsetzung jedoch derzeit noch an der Finanzierung scheitert.

Ein wenig enttäuschend ist offen gesagt nämlich die Entwicklung bei den PRO-Mitgliedschaften, denn obwohl jeder Nutzer den Schutz von GiftköderRadar gern für sich selbst und seinen Hund gern in Anspruch nimmt, so sind doch leider noch immer nur sehr wenige Nutzer wirklich bereit für den Betrieb, die Weiterentwicklung und somit auch für den Schutz des eigenes Hundes ein paar Euro im Jahr zu bezahlen.

Eine Jahresmitgliedschaft bei GiftköderRadar kostet im Vergleich gerade einmal soviel wie ein guter Kauknochen und das sollte uns doch allen das Leben unserer Hunde doch eigentlich wert sein, oder? Nur mit den Einnahmen aus den PRO-Mitgliedschaften und euren Spenden wird es uns auch in Zukunft möglich sein dieses Projekt für euch weiter auszubauen und weitgehend werbefrei zu halten.

Wenn jeder von euch dazu bereit wäre das Projekt durch ein Konto-Upgrade auf die PRO-Mitgliedschaft auch aktiv bzw. finanziell zu unterstützen, dann hätten wir vermutlich die finanziellen Mittel um neben der Entwicklung einer gesonderten iPad App, dem Update für die Android-App und der geplanten Windows-Phone App auch den Ausbau der Plattform selbst ohne nervige Werbung und Partnerangebote sichern zu können.

Mit etwas Glück würde vielleicht auch noch etwas Geld für die Bereiche Sponsoring und Marketing zur Verfügung stehen, denn je größer unsere Community wird, desto effektiver können wir uns gegenseitig schützen. Denkt mal in einer ruhigen Minute darüber nach, denn 8,99 € pro Jahr können viel bewegen!

Für die zahlreichen Statistik-Fans, Vereine, Hundetrainer, Tierärzte und Blogger unter euch habe ich die GiftköderRadar Facts 2012 noch einmal hier als Grafik angefügt. Selbstverständlich dürft Ihr diesen Beitrag auch verlinken oder die Grafik auf euren Websites, in euren Blogs oder in euren Foren verwenden.

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

7 Reaktionen

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  • von sabine
  • 23. November, 2012

Gab es in Frankfurt keine Giftköder?

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Wenn Frankfurt in dem Ranking nicht aufgeführt ist, dann bedeutet es lediglich das dort in den letzten 12 Monaten weniger als 10 Meldungen bei uns eingetroffen sind.

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  • von Tani
  • 24. November, 2012

Grundsätzlich halte ich alles was ihr macht, für unglaublich nützlich. Rundum eine tolle Sache. Der Grund, mich nicht für eine Pro-Mitgliedschaft anmelden mag, sind nicht „die paar Euros“, sondern vielmehr die Tatsache, dass meine Paranoia der Meinung ist, bei Datenklau den Hundehassern und evtl. Hundedieben gleich meine vollständige Adresse zu liefern und darüber hinaus gleich noch Rasse und Alter meines Hundes. Daher find ich es sehr schade, dass ich auf die Seite der aktuellen Warnungen nicht mehr zugreifen kann, ohne mich augenscheinlich für die ProMitgliedschaft anmelden zu müssen.

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@Tani

Grundsätzlich verstehe ich natürlich deine Einwände, aber du kannst dir auch sicher sein, dass Datenschutz schon allein deshalb bei uns extrem groß geschrieben wird, weil wir selber darauf sehr viel wert legen. Deine Angaben werden daher in extrem sicheren Rechenzentren bei namhaften deutschen Providern abgelegt.

Viele Informationen sind darüber hinaus auch nur verschlüsselt bzw. sogar anonymisiert abgelegt und das bedeutet, dass selbst wir als Betreiber viele dieser Angaben nicht einsehen können. Für externe Hundehasser oder Datendiebe wären diese Infos daher praktisch nutzlos, denn man könnte die erhaltenen Informationen weder auswerten, noch zurückschlüsseln.

Was den Zugriff auf die Seite Aktuelle Warnungen angeht, ist deine Vermutung leider nicht ganz richtig. Um eben diesen von dir zitierten Hundehassern nicht zu viele Informationen an die Hand zu geben, haben wir uns entschlossen die genauen Angaben zu den jeweiligen Fundorten nur für unsere Mitglieder zugänglich zu machen.

Du brauchst aber weder die PRO-Mitgliedschaft zu nutzen, noch musst du deine Hunde in den Hundepass eintragen. Es reicht völlig aus, wenn du dich einfach nur als Mitglied anmeldest und schon kannst du auch wieder auf diese Informationen zugreifen.

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Ich finde die Statistiken sehr aufschlußreich!
Ich empfehle auch jedem in meinem Umkreis, sich diese App herunter zu laden!
In meinem Bekanntenkreis ist grade diesen Monat ein Hund an einer Vergiftung gestorben…

Diese App kann Leben retten und deswegen empfehle ich sie weiter!

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  • von janin
  • 26. November, 2012

in leipzig gab es doch auch giftköder oder irre ich mich da

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@Janin

Natürlich gab es in Leipzig auch Giftköder! Allerdings haben wir für Leipzig in den letzten 12 Monaten weniger als 10 Meldungen erhalten und daher wird Leipzig in der Liste nicht aufgeführt. Die Statistik zeigt ja lediglich die Städte mit den meisten Vorkommnissen in diesem Jahr.

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