Mietrecht: Yorkshire Terrier sind nicht zwingend Kleintiere!

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 02.08.2012 um 07:08 Uhr, 0 Kommentare

Wenn es um die Haltung von Haustieren in einer Mietwohnung geht, dann ist der nächste Streit in der Regel schon fast vorprogrammiert, denn sowohl der Vermieter, als auch die anderen Mietparteien können dem tierlieben Mieter schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

Zwar benötigt ein Mieter laut der Grundsatzentscheidung des BGH (Urteil vom 14.11.2007, AZ.: VIII ZR 340/06) keine gesonderte Genehmigung des Vermieters zur Haltung von Kleintieren wie Vögel, Zierfische, Schildkröten, Hamster oder Zwergkaninchen, aber wie sieht es diesbezüglich mit der Haltung von kleinen Hunderassen aus?

In dieser Frage sind sich die Gerichte derzeit leider ziemlich uneinig, denn während die Richter des Amtsgerichts Berlin-Spandau laut dem Urteil (Az.: 13 C 574/10) beispielsweise der Auffassung sind, dass man insbesondere einen Yorkshire Terrier nicht zwingend als Kleintiere im Sinne eines Mietvertrags ansehen könne, entschieden sowohl die Richter am Landgericht Düsseldorf (Az.: A 24 S 90/93), als auch das Landgericht Kassel (Az.: 1 S 503/96) hier ganz im Sinne der Mieter bzw. im Sinne Hundehalter.

Am Landgericht Düsseldorf begründete man die Entscheidung u.a durch die winzigen Ausmaße des Yorkshire Terriers, denn Belästigungen seien hierdurch sicherlich nicht zu befürchten. Zudem bellten Hunde dieser Rasse nicht laut, sondern Sie würden allenfalls ein heiseres zu Krächzen von sich geben, so die Richter.

Diese Urteile zeigen jedoch, dass es bei Streit mit dem Vermieter durchaus sinnvoll sein kann, den jeweiligen Einzelfall vor einem Gericht prüfen zu lassen, denn in vielen Fällen entscheiden die Richter für den Hund!

Über den Autor

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