Schongau: Über Giftköder-Vermutungen und unverantwortliche Hundehalter

Abgelegt von Amalia Schoppengerd am 09.03.2015 um 14:25 Uhr, 2 Kommentare

Foto: Herold
Foto: Herold

Wie jeden Morgen, recherchierte heute ich im Web nach weiteren uns noch nicht gemeldeten Giftködern. Dabei bin ich auf einen Artikel auf merkur-online.de gestoßen. Hier warnt Herrchen Wolfgang Gaisbauer vor Giftködern auf der Hundemeile. Beim genauen Lesen des Artikels musste ich jedoch mehrfach mit dem Kopf schütteln und fragte mich ernsthaft, ob wir diese Meldung überhaupt aufnehmen sollen. Aber mal alles der Reihe nach…

Wolfgang Gaisbauer ist Herrchen von „Snoopy“, einem spanischen Mischling. In der letzten Februarwoche brachte Herr Gaisbauer den Hund zu seinen Eltern, die in Nähe der Schongauer Berufsschule wohnen. Der Windhund-Mischling und die Eltern des Schongauers sind bereits ein eingespieltes Team:

Wenn der aufgeweckte Hund seinen Auslauf braucht, wird die Terrassentür geöffnet und Snoopy läuft selbstständig seine Runde. Die umfasst die Wilhelm-Köhler-Straße bis hin zum „Faulen Graben“.

Am nächsten Tag geht es „Snoopy“ plötzlich schlecht, denn er erbricht sich mehrfach und steht offensichtlich total neben der Spur. Sein Herrchen erkannte die Situation zum Glück sehr schnell und brachte den Mischling umgehend zum nächsten Tierarzt. Dieser diagnostiziert laut Wolfgang Gaisbauer:

ein Herzmittel, das normalerweise Menschen einnehmen

Und jetzt kommt der Punkt an dem ich mich frage, ob ich die Meldung überhaupt veröffentlichen soll. Wolfgang Gaisbauer VERMUTET, dass das für Tiere giftige Medikament extra in einer Wurst präpariert wurde.

Es ist nämlich so: Mein spanischer Straßenköter ist sehr heikel, der frisst nur Wurst! Mit Hundefutter kannst ihn jagen, auch das frisst er nicht.

Das Vorgehen des Unbekannten kann er sich nur so erklären:

Vermutlich ist jemand über die Kothaufen sehr verärgert, die nach Einbruch der Dunkelheit von manchen Gassigängern einfach liegen gelassen werden.

Die Betonung hierbei liegt wohl auf „von manchen Gassigängern“. Dass der eigene Hund laut dem Artikel jedoch vollkommen unbeaufsichtigt und allein zu seiner Gassirunde aufbricht und somit natürlich auch selbst zu diesen Hinterlassenschaften beisteuert, wird an dieser Stelle mal schlicht und einfach verschwiegen.

Auch ist es für mich an dieser Stelle nur schwer nachzuvollziehen wo der Hund eigentlich gewesen ist und was er unterwegs oder vielleicht auch im Haus der Eltern alles gefressen haben mag. Es ist natürlich schrecklich was dem kleinen Kerl wiederfahren ist, aber ob es sich hierbei tatsächlich um einen vorsätzlichen Giftköder-Anschlag handelt oder um ein Unglück, dass allein das unverantwortliche Verhalten des Hundehalters hervorgerufen wurde, dass kann und will ich an dieser Stelle nicht beurteilen.

Da es sich laut Wolfgang Gaisbauer um eine bekannte „Hundemeile“ handelt, bitte ich hiermit alle Schongauer die etwas Verdächtiges beobachtet haben oder deren Hunde hier kürzlich ebenfalls eine Vergiftung erlitten haben, sich umgehend bei uns unter sos@giftkoeder-radar.com zu melden.

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Über den Autor

Amalia Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und sie kümmert sich bei uns um das Layout, den Support und um die Bearbeitung aller Meldungen. Bei Fragen erreicht Ihr Amalia auf Twitter, Xing oder per E-Mail.

2 Reaktionen

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  • von Hans-Günther Schranz
  • 09. März, 2015

Ich sollte mich heute beim newsletter anmelden bzw. Einloggen da habt ihr geschrieben das man „pro“ Mitglied für eine Spende werden kann. Nun meine frage im feb. Habt ihr eine Aktion gestartet das man wenn man Bis zum 28.02 eine Spende übermittelt die pro Mitgliedschaft erwirkt. Ich habe meine Spende geleistet aber nichts passiert.
Würde schon gern wissen was jetzt ist.
Viele Grüße
Hans-Günther Schranz

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@Hans-Günther Schranz

Bitte schreibe doch mal eine E-Mail mit dem Sachverhalt an tickets@giftkoeder-radar.com … wir werden den Vorgang dann schnellstmöglich prüfen.

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