Sind DNA Proben im Kampf gegen den Hundekot nur ein logischer Schritt?

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 08.01.2015 um 09:46 Uhr, 2 Kommentare

DND-Probe: Hundekot
Foto: Washington Post

Der Alexandria condo complex, VA ist eine vornehme Wohngegend, aber die Bewohner haben ein massives Problem, denn immer wieder lassen rücksichtslose Hundehalter den Kot ihrer vierbeinigen Freunde auf den angrenzenden Grünflächen, den Parkplätzen und teilweise sogar in den Fahrstühlen liegen.

Während man sich hierzulande versucht mit einem offenen Brief an alle Hundehalter zur Wehr zu setzen, hatte die Verwaltung des Alexandria condo complex eine ziemlich aussergewöhnliche Idee, denn gemeinsam mit dem Startup PooPrints ist man seit kurzem dazu übergegangen, die übel riechenden Hinterlassenschaften der einzelnen Hunde mit Hilfe einer DND Analyse den jeweiligen Nachbarn in der Wohnanlage zuordnen um diese dann am Ende auch für die fachgerechte Entsorgung zur Kasse bitten zu können.

Unter dem Strich kann man die (Schei**) – Aktion durchaus als sehr erfolgreich bezeichnen, denn laut Vice President Joe Gillmer ist bisher nur eine einzige DNA Analyse notwendig gewesen. Alle anderen Hundehalter hätten danach aus Angst erwischt zu werden, umgehend damit begonnen die Hundehaufen zu entfernen.

Persönlich kann ich mir gut vorstellen, dass diese Maßnahme auch in anderen Regionen zu großen Erfolgen führen könnte, denn sein wir mal ehrlich: Viele Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere nicht wegmachen, fühlen sich vermutlich unter anderen auch durch die Anonymität geschützt.

Hohe Strafen brauchen sie in der Regel ja nicht zu befürchten und auch gegenseitig drücken wir Hundehalter immer wieder gern ein Auge zu, wenn wir mal wieder auf der Gassi-Strecke jemanden sehen, der es mit seiner Verantwortung nicht so ganz genau nimmt, oder?

Vielen von uns ist einfach nicht bewusst, dass Hundekot auf den Strassen natürlich nicht die alleinige Ursache für die ganzen Giftköder ist, aber er ist ganz sicher ein Problem an dem sich viele Menschen stören und damit ist er auch indirekt auch ein Auslöser oder eine Rechtfertigung für alle kranken Hundehasser.

Ich bin mir (fast) sicher, dass auch dieser Artikel wieder ähnliche Reaktionen hervorrufen wird, denn immer wenn es um das Thema „Verantwortung und Hundekot“ geht, dann finden sich unter diesen Artikeln stets die gleichen Kommentare: „Ich mache meinen Kot immer weg“, „Aber was ist mit den Katzen?“, „Was ist mit Pferden und Wildtieren?“ … am Ende läuft es eigentlich immer darauf hinaus, dass ein Teil von uns vorbildlich seiner Verantwortung nachkommt und dem anderen Teil ist das Problem schlichtweg egal.

Ob sich 2015 an dieser Situation etwas ändern wird? Ich würde es mir wünschen, aber ich mache mir da offen gesagt nur sehr wenig Hoffnung, denn so lange es Hundehalter gibt, die frei dem Motto: „Ich zahle Steuern, also kann mein Hund schei**en wo er will“ leben, so lange wird es Hundehasser geben, die genau DAS als Rechtfertigung für ihre kranken Taten verwenden. Wäre eine DNA Analyse hier die Lösung?

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

2 Reaktionen

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  • von Neu7
  • 11. Januar, 2015

Ich finde es traurig, wenn über ein solchesbThema überhaupt diskutiert werden muss. Wenn der eigene Hund in den eigenen Garten oder sogar in die eigene Wohnung sch***, dann bin ich überzeugt, dass der „Haufen“ nicht liegen gelassen wird. Ich wurde so erzogen, dass ich fremdes Eigentum mehr achte als das meine. Daraus wird klar, wenn ich den Sch*** zu Hause wegräume, dann ist es eine Pflicht auch auswärts die Hinterlassenschaften mitzunehmen. Daher sollte so ein Thema gar nicht diskutiert werden müssen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Jetzt tut aber mal nicht so, als sei das Einsammeln der Häufis eine seit jeher gepflegte Selbstverständlichkeit für jeden anständigen Hundebesitzer 😉

Ich erinnere mich noch gut, als ich in Berlin Lichtenberg in 2005 einzog, brauchte man auf der Straße ein ständig aktives Häufi-Radar, sonst ist man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in eins reingetreten.

Das hat sich dann schlagartig geändert, ich meine es war 2009, da muss irgendeine Verordnung rausgekommen sein, bin ich leider nicht im Bilde, aber seitdem ist das Problem um 95% zurückgegangen.

Hatte also an der Stelle mehrheitlich weniger mit Moral, sondern mehr mit neuen Gesetzen zu tun 😉

Zum Thema:
Ist natürlich abschreckend. Ein Häufi, das man auf den Halter zurückverfolgen kann. Zwingt auf jeden Fall den Haltern ihre Verantwortung auf.
Dennoch würde ich verzichten, vor dem Hintergrund, dass wir bereits flächendeckend und in immer mehr Bereichen überwacht werden. Das hier würde jetzt nur Öl ins Feuer gießen.

Ich muss sagen, dass ich im Augenblick sehr zufrieden mit den Häufis in der Stadt bin, und das schon seit einigen Jahren. Nicht mal eins am Tag, das irgendwo rumliegt. Die Quote find ich so gut, dass ich ehrlich gesagt (und ich bin kein Hundehalter) gar nichts ändern würde.

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