Zwölfjähriger Black-Manchester Jagdterrier vermutlich durch Giftköder gestorben

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 23.09.2014 um 09:40 Uhr, 2 Kommentare

Foto: Petra Pieper
Foto: Petra Pieper

Wie die Kollegen gerade drüben bei noz.de berichten, ist am Montag in Holzhausen / Georgsmarienhütte ein zwölfjähriger Black-Manchester Jagdterrier vermutlich durch einen Giftköder ums Leben gekommen.

Der behandelnde Tierarzt habe keine schlüssige Erklärung für die plötzliche schwere Erkrankung des Hundes finden können. Die Halterin hatte jedoch zuvor beobachtet, wie ihr Hund Ronja einen undefinierbaren „dunklen Klumpen“, vielleicht „mit Gifttropfen versetztes Schwarzbrot mit Leberwurst“ verschlungen hatte und daher könnte die Ursache natürlich auch eine Vergiftung durch einen Giftköder sein.

Bestärkt wird diese Vermutung durch die Tatsache, dass der Tierarzt die Halterin zuvor ebenfalls gefragt hatte, ob ihre Hündin Ronja etwas ungewöhnliches gefressen hätte. Es gäbe nämlich Gifttropfen, die erst nach Tagen ihre volle Wirkung entfalten und daher könnte auch eine Vergiftung die Ursache für die Erkrankung sein.

* S T O P ! *

Offen gesagt lohnt es sich bei diesem Artikel ruhig einmal etwas genauer hinzuschauen, denn eine Sache ist für mich persönlich völlig inakzeptabel und vollkommen unverständlich. Ich möchte an dieser Stelle jetzt auch keine Mutmaßungen im Bezug auf den Wahrheitsgehalt dieser Meldung anstellen, denn niemand von uns war dabei und ohne Labor-Untersuchung kann niemand sagen, ob Ronja nun vorsätzlich vergiftet wurde oder sie nur „harmlose Brotreste“ gefressen hatte und aus anderen Gründen eingeschläfert werden musste.

Es darf jedoch absolut nicht sein, dass die Halterin laut dem Artikel zwar „vollkommen überzeugt“ davon ist, dass ihr Tier vergiftet wurde, sie aber im Umkehrschluss bisher keine Strafanzeige erstattet hat.

Selbst bei „begründeten Verdacht“ sollte eine Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstattet werden, denn nur so können und dürfen die Beamten in dem jeweiligen Fall die Ermittlungen aufnehmen.

Auch das oft genannte Argument „Die Polizei tut ja eh nix“ zieht in diesen Fällen nicht, denn zum einen darf die Polizei erst etwas unternehmen, wenn eine Anzeige vorliegt und zum anderen halte ich diese Aussage persönlich in vielen Fällen nur für eine Ausrede um keine Verantwortung übernehmen zu müssen.

Ja, es ist vielleicht unbequem eine Anzeige zu erstatten, denn es bedeutet im Zweifel einen hohen persönlichen Einsatz und die Täter werden auch trotz Anzeige nur selten gefasst, aber wie würden wir alle wohl reagieren wenn man uns selbst vergiften wollte? Ich glaube, die Antwort ist eindeutig oder?

Wenn wir uns entschieden haben, unser Leben mit Hunden zu verbringen, dann haben wir uns auch gleichzeitig dazu bereiterklärt, für unsere Tiere die uneingeschränkte Verantwortung zu übernehmen – immer!

Unsere Hunde können nicht zur Polizei gehen um ihr Leben zu verteidigen. Dafür brauchen sie uns, denn nur wir können diese Aufgabe für sie übernehmen. Haben sie es nicht verdient, dass wir alle dieser Verantwortung auch dann gerecht werden, wenn es für uns persönlich mal unbequem wird?

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

2 Reaktionen

Permalink
  • von Walter
  • 23. September, 2014

Das reicht mir nicht als Beweis dafür dass die Hündin vergiftet wurde. Sorry!
Immer wenn die Leute nicht wissen warum der Hund gestorben ist, ist er halt vergiftet worden. Wenn es keine eindeutigen Beweise gibt tippe ich bei einem zwölfjährigen Hund erstmal auf altersbedingten Tod.

[…] kann daher nur immer und immer wieder dazu aufrufen, dass sich jeder von euch diese Vorgehensweise zu Herzen nimmt, denn wenn wir selbst […]

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