Hundefutterkauf: Diese Fehler sollte man dringend vermeiden

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 05.09.2014 um 13:34 Uhr, 3 Kommentare

Hundefutter im Supermarkt

Fast täglich finden wir in den Regalen der Supermärkte neue Futtersorten für unseren besten Freund. Die Auswahl ist heute bereits gigantisch und viele Hundehalter sind beim Kauf schlichtweg überfordert. Welches ist denn nun wirklich das beste Futter für meinen Hund und worauf sollte ich beim Kauf achten?

Das sind Fragen über die unter Hundehaltern nicht selten auch mit fast schon religiöser Aggressivität und oftmals auch hoch emotional gestritten wird. Es gibt daher mit Sicherheit nicht DAS perfekte Futter, sondern die Entscheidung für eine Sorte oder für eine bestimmte Art zu füttern (z.B. BARF) richtet sich immer auch nach den jeweiligen Hunden und Rahmenbedingungen, aber es gibt einige Faktoren auf die Ihr beim Kauf wirklich achten solltet, denn falsches oder minderwertiges Futter kann nicht nur die Lebensqualität eures Hundes einschränken, sondern dieses Futter kann euren Hund am Ende vielleicht sogar krank machen.

Wichtige Kaufkriterien bei Hundefutter sind:

  • Viele E-Nummer auf der Verpackung sind ein Hinweis auf viele künstliche Aromastoffe und daher sind diese E-Nummern und andere künstliche Zusätze bereits ein erster Hinweis darauf, dass das jeweilige Futter dem Hund auf künstliche Weise schmackhaft gemacht werden soll!
  • Das Futter sollte dem Alter des Hundes angepasst sein, denn genau je nach Lebensphase benötigt ein Hund unterschiedliche Inhaltsstoffe um seinen Körper mit der notwendigen Energie zu versorgen. Gerade in sehr jungen Jahren – als Welpe – und im hohen Alter sollte man darauf achten!
  • Achtet auf das Wort „FLEISCH“, denn ein hoher Fleisch- und Knochenanteil gilt grundsätzlich als Qualitätsmaßstab. Oftmals sind auf der Verpackung jedoch statt Fleisch nur „tierische Nebenprodukte“ deklariert und das ist ein klarer Hinweis darauf, dass hier kein hochwertiges Muskelfleisch, sondern lediglich „nicht lebensmitteltaugliche“ Schlachtabfälle wie z.B. Borsten, Klauen, Hörner, Federn oder beispielsweise Tiermehl verwendet werden, wobei Letzteres leider oft auch als Versteck für Schlimmeres dienen kann. Diese Dinge können unsere Hunde zwar problemlos fressen, aber wenn die enthaltenen Nebenerzeugnisse nicht zu 100% offen deklariert wurden, sollte das betreffende Futter schon allein aus diesem Grund als minderwertig angesehen werden.
  • Der Hinweis auf „pflanzliche Nebenprodukte“ sollte ebenfalls die Alarmglocken bei uns schrillen lassen, denn dieses minderwertige Material wie z.B. Erdnussschalen oder verschiedene Öle und Fette können langfristig gesehen sogar ein Gesundheitsrisiko für unseren Hund darstellen. Achtet stattdessen darauf, dass euer Futter z.B. Lachsöl, Rapsöl oder Leinöl enthält, denn diese Öle sind in der Regel unbedenklich und wirken sich bei vielen Hunden sogar positiv auf das Fell aus.
  • Zucker hat in Hundefutter nichts zu suchen! Auf vielen Futtersorten findet Ihr hohe Zuckeranteile auf der Verpackung. Solche Futtersorten solltet Ihr gleich im Regal stehen lassen, denn zum einen ist Zucker in hohen Mengen grundsätzlich auch für uns Menschen nicht gesund und zum anderen wird der Zucker oft zugesetzt um den üblen Geschmack mancher „Nebenprodukte“ zu überdecken!
  • Es muss nicht nur Fleisch sein und daher solltet Ihr auch auf den Gemüseanteil eures Futters achten, denn dieser stellt die Zufuhr von Vitaminen und Mineralien sicher. Nur eine ausgewogene Kombination aus Fleisch- und Gemüse sorgt dafür, dass euer Hund bis ins hohe Alter gesund bleibt.

Oft werden wir in diesem Zusammenhang auch gefragt, welches Futter wir euch empfehlen können und dazu möchte ich gleich sagen, dass wir hier keine persönliche Empfehlung aussprechen möchten, denn letztendlich kennen wir weder euch, noch eure Hunde.

Wir können „als Empfehlung“ euch jedoch mit auf den Weg geben, dass bei verschiedene Umfragen unter unseren Nutzern in der Regel immer das Futter von Wolfsblut zu den jeweiligen Favoriten zählt.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁 #wpappbox

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

3 Reaktionen

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  • von Stefan
  • 07. September, 2014

Wolfsblut schreibt auf seiner Seite „Fleisch mit natürlichem Ursprung“.
Schön, dass das Fleisch „natürlich“ ist und dann aber zu Trockenfutter reduziert wird.
Leider gibt die Deklaration nicht viel über die vollständigen Inhalte wieder.
Sofern Mengenangaben gemacht werden, stehen diese nur in Klammern.
Und empfohlene Futtermengen von 800 Gramm für einen 20 kg-Hund sprechen nicht für eine hohe Qualität der Rohstoffe.

Ich empfehle für weitere Informationen eines der Ernährungsseminare zu besuchen,
bevor man unterschwellig Empfehlungen ausspricht.

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Hallo Stefan…

wenn du auf dieser Seite gerne Werbung für deine Seminare machen möchtest, dann kannst du dich diesbezüglich gern mit uns in Verbindung setzen, denn unterschwellige Platzierungen von Links zu den eigenen Angeboten finden wir offen gesagt nicht so nett und objektiv sind solche Kommentare dann in der Regel auch nicht.

Ansonsten erlaube mir bitte einfach den Hinweis, dass ich oben im Text ja bewusst gesagt habe, dass ich bei diesem Thema keine persönlich Empfehlung abgeben möchte. Die Nennung von Wolfsblut beruht wie bereits im Artikel erklärt, nicht auf meiner persönlichen Einschätzung oder Erfahrung, sondern dieses Futter gehört nach unseren Umfragen und Auswertungen in der Regel immer zu den Favoriten unserer Nutzer.

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  • von Sven
  • 09. September, 2014

Hallo,

vielen Dank für diesen im Grund guten Artikel. Der Ausspruch einer Empfehlung, bzw. der Hinweis, das die User immer wieder Wolfsblut empfehlen kann ich nicht nachvollzienen, da in diesem Futter (1) DL-Methionin drin ist (WARUM ?), (2) Dieses Futter bei GA-Petfood Partners produziert wird und diese Firma auf ihrer eigenen Homepage damit Werbung macht, das sie das Fleisch zur Herstellung WELTWEIT einkaufen.

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