Schönheits-OPs für Hunde sind derzeit in Mode

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 27.06.2014 um 07:38 Uhr, 2 Kommentare

Foto: RTL
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Das es in der Beziehung zwischen Hund und seinem Halter nicht immer nur um Liebe, sondern immer öfter auch im viel Geld geht, zeigt sich in meinen Augen auch am starken Wachstum der Grooming-Szene in Europa. Immer mehr Hundehalter treffen sich Jahr für Jahr um den best frisierten Hund einer Rasse zu „kühren“.

Dabei reicht es natürlich nicht aus, das Fell lediglich zu stutzen, sondern die Besitzer versuchen aus ihren Tieren dabei wahre „Meisterwerke“ zu schaffen. Da wird gefärbt, verlängert, rasiert oder gestutzt bis das Ergebnis den eigenen Hund in einem völlig anderen Bild erscheinen lässt. In wie weit diese Prozedur auch für den Hund das oft angepriesene Vergnügen darstellt, möchte ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es nicht sehr angenehm sein kann, wenn man oft über Stunden in einer festen Position verharren muss.

Wenn dann irgendwann der Punkt kommt, wo es dem Halter nicht mehr ausreicht das Fell zu frisieren, kommt der brasilianische Tierarzt Edgar Morales Brito ins Spiel. Der Tier-Schönheitschirurg gestaltet und modelliert in seiner Praxis das Aussehen von Hunden ganz nach dem Schönheitsideal ihrer Besitzer.

Mehr als 8.000 Hunde will der geschäftstüchtige Veterinär nach eigenen Angaben schon geliftet haben und das bei Kosten zwischen 500 und 1.000 US-Dollar für jeden Eingriff. Persönlich finde ich offen gesagt nicht die Dienstleistung selbst erschreckend, sondern die Tatsache das viele Hundehalter an einem solchen Angebot absolut nichts unmoralisch finden und den Gang zum Tier-Schönheitschirurgen offenbar direkt mit dem Gang zum Supermarkt verbinden oder wie seht Ihr das?

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

2 Reaktionen

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  • von Ninchen
  • 27. Juni, 2014

Also m. M. n. sind die Besitzer, die soetwas ihrem Tier antun allgemein schonmal keine Tierfreunde.. Bei bestimmten Rassen wie Pudel das Fell ein Bisschen(!) zu „frisieren“..nagut, das ist kein Drama. Aber färben und v. a. Operieren?? Diesen Leuten fehlt doch irgendwas in ihrem Leben.. Das geht echt zu weit. Beide Seiten sind verwerflich(Arzt & die Tierbesitzer, die das Angebot in Anspruch nehmen), wobei ich letzteres auch erschreckender finde.

Man sollte sich ein Tier anschaffen, was man so mag wie es ist und nicht wie an einem ja..Stück Fleisch rumschnippeln lassen, nur weil das eine Ohr steht und das andere ein Schlappohr ist. . Wer weiss was für Schäden davon getragen werden können. Und je nach Eingriff gibt’s ja bestimmt auch komplett Narkosen..muss ja auch nicht sein, wenn da kein wichtiger Eingriff ist.

Dieses Vermenschlichen ohne an die Bedürfnisse usw. Der Tiere zu denken ist echt zum Haareraufen.. -.-

Und, dass die Leute für soetwas auch das Geld haben – statt das vernünftig, sinnvoller einzusetzen.. Traurig.

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  • von Daniela
  • 27. Juni, 2014

Ich finde seltsam, dass es überhaupt einen Bedarf an solchen OPs gibt…. Ich suche mir mein Tier doch so aus, dass ich es gern haben kann, weil mir Charakter und Aussehen gefallen… Dachte halt immer, die Menschen holen sich Hunde weil sie so süß sind und später muss der Tiertrainer bei vielen eben nur noch die Erziehung übernehmen. :/

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