Keine Verhandlung: Stattdessen Bewährungsstrafen für Gifthorner Tierquäler-Trio

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 18.11.2013 um 09:58 Uhr, 0 Kommentare

Sheila Dobermann Gifthorn

Die meisten von uns werden sich sicherlich noch an das traurige Schicksal der Dobermannhündin „Sheila“ errinnern. Eine Gifhorner Hundehalterin und ihre zwei Komplizen hatten im Sommer dieses Jahres die junge Hündin „Sheila“ planvoll ohne vernünftigen Grund getötet und ihr erhebliche Schmerzen zugefügt.

Das Tierquäler-Trio hatte der hilflosen Hündin zunächst Schnauze und Beine mit Panzerklebeband verschnürt und trat anschließend minutenlang auf das Tier ein. Eine Viertelstunde später warfen sie „Sheila“, die noch immer gefesselt war, in den Maikampsee wo das Tier dann von einem Angler tot aufgefunden wurde.

Das Amtsgericht Gifthorn erließ nun Strafbefehle gegen die Täter und diese Entscheidung trifft sicherlich nicht überall auf Verständnis. Sechs Monate auf Bewährung, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit und laut Gericht für die nächsten fünf Jahre ein absolutes Tierhalteverbot! Das sind die Bedingungen zu denen sich die drei Beschuldigten in den nächsten 2 Wochen einer Hauptverhandlung entziehen können.

In einem Statement gegenüber der Presse betont Amtsgerichtsdirektor Heinold Willers nochmals, dass eine Hauptverhandlung weder für die Klärung des Sachverhaltes noch für die Vermittlung der notwendigen Einsicht auf Seiten der Beschuldigten notwendig sein würde. Auf anderen Seite rechnet das Gericht bei einer öffentlichen Verhandlung jedoch mit massiven Problemen und Protesten durch tausende wütende Tierfreunde und einer solchen Extremsituation möchte man die Beschuldigten nicht zusätzlich aussetzen.

Für mich persönlich ist dieses Urteil auf der einen Seite völlig unverständlich, denn mal ganz abgesehen von der Bewährungsstrafe frage ich mich ernsthaft, warum das Gericht in diesem Fall eigentlich kein lebenslanges Tierhalteverbot gegen das Gifthorner Tierquäler-Trio ausgesprochen hat.

Auf der anderen Seite zeigt dieses unverständliche Urteil in meinen Augen aber auch sehr deutlich, dass die von vielen selbsternannten Tierschützern unangebrachte Aggressivität durchaus kontraproduktiv sein kann, denn in diesem Fall dürften auch die massiven öffentlichen Drohungen gegen Beschuldigten im Vorfeld sicherlich auch die Entscheidung des Gerichtes gegen eine öffentliche Verhandlung beeinflusst haben.

Vielleicht sollten einige darüber wirklich einmal nachdenken! Darüber hinaus kann ich mir vorstellen, dass viele von euch die Strafe als „zu gering“ empfinden und daher möchte ich euch bitten unsere Petition zur Einführung härterer Strafen für Tierquäler durch die künftige Bundesregierung zu unterstützen.

Hinweis: Als öffentliche Plattform sind wir gesetzlich verpflichtet die Persönlichkeitsrechte aller beteiligten Personen zu wahren und daher werden und dürfen wir hier keine Drohungen und keinerlei Aufrufe zu Gewalt oder Selbstjustiz dulden. Vielen Danken euch für euer Verständnis!

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

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