Tannhausen: Fünf freilaufende Doggen attackieren einen achtjährigen Jungen

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 18.10.2013 um 06:49 Uhr, 17 Kommentare

Foto: DPA
Foto: DPA

Im baden-württembergischen Tannhausen ist es am Mittwochnachmittag zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Während er seinen joggenden Vater auf dem Fahrrad begleitete, wurde ein achtjähriger Junge von einem Rudel freilaufender Doggen angefallen und dabei schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizei rannten die Tiere auf den Jungen zu und zerrten ihn vom Fahrrad. Anschließend zogen sie das Kind auf eine angrenzende Wiese und fügten ihm dabei schwere Bisswunden zu.

Erst durch das energische Eingreifen des Vaters und der Hundehalterin selbst ließen die fünf Doggen von ihrem Opfer ab. Der Junge musste anschließend mit schweren Bisswunden an Schultern und Armen im Krankenhaus medizinisch behandelt werden. Gegen die Halterin wird nun wegen versuchter Körperverletzung ermittelt. Gegen einen Leinenzwang hat sie nach Angaben der Behörden jedoch nicht verstoßen, denn außerhalb von bebauten Ortsteilen dürfen in Baden-Württemberg Hunde – in Begleitung eines Menschen – frei laufen.

Es muss dabei allerdings jederzeit sicher gestellt sein, dass die Begleitperson so auf das Tier einwirken kann, dass es niemanden gefährdet. Aus diesem Grund darf die Hundehalterin ihre Tiere bis auf weiteres nur noch einzeln und angeleint ausführen.

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17 Reaktionen

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  • von Thomas Kittelmann
  • 18. Oktober, 2013

Hallo zusammen,
zunächst hoffe ich, dass es dem kleinen Jungen bald wieder besser geht. Körperlich ! Seelig wird er höchstwahrscheinlich leider immer von diesem tragischen Vorfall betroffen sein. Und das tut mir leid.
Ebenfalls tut es mir leid für den Vater. So etwas mit anzusehen, ist unglaublich grausam. Ich bin selbst Vater und Hundehalter. Zwei Old English Bulldogs begleiten uns in unserem Leben.
Hierzu kann ich nur sagen, dass die Hundehalterin auf jeden Fall zur Rechenschaft gezogen werden muss. Es darf nicht passieren, dass Hunde und dabei ist es egal welche Rasse, einen menschen angreifen. Dafür trägt ausschließlich und alleine der Hundehalter die Verantwortung.
Ich hoffe, dass es hier zu einer konsequenten und harten Strafe für die Halter der Tiere kommt.
Thomas

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  • von Tina
  • 18. Oktober, 2013

Ich hoffe, die Hunde werden der unfähigen Besitzerin abgenommen und an fähige Menschen vermittelt…

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  • von sascha mattes
  • 18. Oktober, 2013

Also meine meinung is man sollte nur mit sovielen hunden laufen die man auch im griff hat wenn sie ausrasten und sry aber wie dumm kann man sein is dich klar dass eine frau ihre 8 doggen nicht im griff hat ist nicht böse gemeint aber der frau gehören die hunde abgenommen wegen solchen leuten kommen wir normalen hundehalter immer mehr in verruf ! Also ich bin auch schon mit mehreren hunden alsine gelsuufen auch mit fremden aber ich hatte sie immer im griff !

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  • von sascha mattes
  • 18. Oktober, 2013

Sry 5 doggen *

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  • von H. Kisker
  • 18. Oktober, 2013

Ich muss bisher hier allen Recht geben. Hunde gehören unbedingt in die Hände fähiger und liebevoller Menschen. Es tut mir sehr Leid für den Jungen und hoffe, er wird wieder gesund und noch mehr hoffe ich, dass er das Vertrauen zu den Tieren wieder aufbauen kann – auch wenn´s sehr schwer werden wird. Ich wünsche Vater und Sohn alles Gute und viel Kraft.
So etwas darf nicht passieren und wie schon gesagt wurde, durch solche Geschehnisse geraten andere Hunde und Halter in „Misskredit“. Oft wird den Hunden die Schuld in die Schuhe geschoben, aber es liegt an den Haltern.

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  • von Maik
  • 18. Oktober, 2013

Habt ihr das richtig geschrieben bzw. hab ich das richtig gelesen: „wegen versuchter Körperverletzung“. VERSUCHT? Wie kann man denn bitte schön fünf Doggen besitzen die man nicht so unter Kontrolle hat, dass sie die ALLE GEMEINSAM ein Kind anfallen und dann nicht abrufbar sind. Das klingt für mich extrem danach, dass die Hunde darauf konditioniert sind.

Unglaublich, solche Idioten stellen uns Hundebesitzer immer wieder das Bein und sorgen für einen beschissenen Ruf und ermuntert weitere Vollpfosten mit diesen Giftködern.

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  • von suki
  • 18. Oktober, 2013

ich, selbsthundehalter ,kotzt es mich generell an,das man seine tiere nicht mal eben kurz anleinen kann,wenn menschen oder andere hundehalter entgegenkommen.
nicht jeder mensch und jeder hund ist angsfrei vor anderen hunden.

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  • von Frager
  • 18. Oktober, 2013

Waren es denn wirklich – wie man glauben soll – deutsche Doggen? Oder eher französische?

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  • von caro
  • 18. Oktober, 2013

na den Unterschied sieht man ja doch sehr deutlich! Glaube auch kaum, dass die Franzosen mit ihrem doch meist Krüppelgebiss wirklich BISSverletzungen machen können, oder ob sie „nur“ kneifen können…
Grundsätzlich ist es fahrlässig, wenn sie nicht auf die Hunde einwirken konnte, und die überhaupt in den Angriff gegangen sind, dass sie mit 5 solchen Hunden unterwegs war. Egal welche Rasse… Ich leine meine Hunde (3) gerade in Nähe von Kindern an, weil man ja auch nie weiß, wie die Kinder reagieren. Da können auch die Hunde sich angegriffen fühlen und reagieren… Bin selber Mutter, meine Kids sind mittlerweile erwachsen, aber ich erlebe auch täglich, wie sich Kinder gegenüber Hunden fehlverhalten 🙁 Schade, dass man denen das nicht beibringen kann… Die müssen doch auch lernen, wie man sich im Straßenverkehr verhält und gegenüber anderen Menschen… Wieso nicht auch gegenüber Tieren? Ich habe leider einen Hund, Dalmatiner, die kleinere Kinder als bedrohlich empfindet. Aus Mangel an kleinen Kindern im Bekannten- und Verwandtenkreis kann ich es mit ihr auch nicht wirklich üben… Aber ich weiß es und lasse sie ÜBERHAUPT NICHT an Kinder ran. Wir leben auf dem Land, da muss sie es auch nicht… Wir waren nicht dabei, wir wissen nicht, was da wirklich war und passiert ist. Sicher ist, dass KEIN Mensch oder Tier zu Schaden kommen darf durch unsere Hunde!!! Und mal nebenbei, es ist nicht ungewöhnlich, dass man mehrere Hunde im Rudel hält. Nur sollte man sie im Griff haben oder ihnen Maulkörbe verpassen und eben nicht mehr ohne Leine und nur einzeln laufen lassen… Hoffen wir, dass sie durch ihr Fehverhalten nicht neue Hundehasser produziert hat und es dem Kleinen schnell wieder gut geht und er kompetente Menschen an seiner Seite hat…

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  • von TinaH
  • 18. Oktober, 2013

Ein Mensch, der seine Hunde nicht im Griff hat ist eine Gefahr für die Menschheit. Die Dame hat die Verantwortung zu übernehmen und wird sicher auch streng dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Ich habe selbst drei Hunde und hole sie immer zu mir, wenn Fußgänger, Radfahrer, Jogger, Kinder, andere Hunde meine Wege kreuzen. Mit einem Hunderudel muss man umgehen können bzw. dessen Dynamik verstehen. Ich habe mir da extra Rat in einer spezialisierten Hundeschule geholt. Viele Hundehalter machen sich einfach zu wenig Gedanken über ihre Verantwortung Mensch und Tier gegenüber.
Allgemein gibt es leider an allen Ecken und Enden genug Menschen, die zu Schaden kommen, weil andere verantwortungslos/egoistisch/dumm/ignorant/sorglos handeln, nicht nur Hundehalter. Das Leben wäre einfacher, wenn die Menschen aufeinander mehr Rücksicht nehmen und mitdenken würden.

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  • von w.moog
  • 18. Oktober, 2013

5 Doggen gleich ein Rudel. Ist der Hundehalter im Rudel , sollte er der Rudelführer sein. Aber wenn sich das Rudel vom Hundehalter entfernt, kann es sein , daß ein anderes Rudelmitglied die Führung übernimmt. Das sollte die Hundehalterin aber wissen. Anscheinend war das wohl nicht der Fall. Schuld liegt meiner Meinung nach , bei der Halterin. Wer seine Hunde nicht versteht, sollte keine Hunde führen. Leider denkt der Mensch , das die Hunde ihn verstehen müssen, Irrtum. Wir müssen unsere Hunde verstehen.

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  • von Ly Ti
  • 18. Oktober, 2013

Hier wird oft zu schnell gegen die Hundehalterin gewettert. Ok, ich würde nicht unbedingt allein mit 5 so großen Hunden unterwegs sein. Allerdings kann man schlecht sagen, ob die Halterin unfähig ist. Irgendwas muß die Hunde gereizt haben, vielleicht hat der Junge geschrien oder irgendwas? Ich will keineswegs dem Kind die Schuld geben, aber es muß ja einen Auslöser gegeben haben. Wenn die Hunde dann erstmal losrennen, also auf der „Jagd“ sind, kann man sie meistens nicht mehr zurückpfeifen. Ist also schwer, hier jemandem konkret die Schuld zu geben. Ich denke, daß hier mehrere Faktoren zusammenspielen. Ich hoffe, der Junge wird wieder vollständig gesund. Die Entscheidung, mit den Hunden einzeln und angeleint zu laufen, ist sicherlich richtig.

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  • von Renate
  • 18. Oktober, 2013

Wo bleibt endlich der Hundeführerschein und zwar bundesweit!?

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  • von StellaFederspiel
  • 18. Oktober, 2013

„Hier wird oft zu schnell gegen die Hundehalterin gewettert. Ok, ich würde nicht unbedingt allein mit 5 so großen Hunden unterwegs sein. Allerdings kann man schlecht sagen, ob die Halterin unfähig ist. Irgendwas muß die Hunde gereizt haben […] Wenn die Hunde dann erstmal losrennen, also auf der “Jagd” sind, kann man sie meistens nicht mehr zurückpfeifen. Ist also schwer, hier jemandem konkret die Schuld zu geben.“ (Ly Ti)

Nein. Es ist nicht schwer, hier jemandem konkret die Schuld zu geben.
Als Hundehalter MUSS ich meine Hunde kennen, wenn ich mir erlaube, sie ohne Leine laufen zu lassen. Bin ich noch in der Erziehungs- und Kennenlernphase, dann DARF ich meine Hunde in der Öffentlichkeit nicht unangeleint laufen lassen. Das ist fahrlässig und verantwortungslos.
Als Hundehalter darf ich meine Hunde nur dann ohne Leine laufen lassen, wenn ich sicher sein kann, dass ich sie in JEDER Situation abrufen kann, erst recht wenn es sich um ein Rudel solch großer Hunde handelt, die allein schon aufgrund ihres Gewichts und ihrer Größe andere Wirkungen erzielen als bspw. ein Dackel.
Die Schuld liegt ganz eindeutig bei der Hundehalterin, die sich ganz offenbar nicht ihrer Verantwortung bewusst ist, welche sie mit einem Rudel Doggen übernimmt.

Ich bin selbst Halterin eines Rudels (3 Hunde) und jeder meiner (Tierheim-)Hunde durfte erst ab dem Zeitpunkt unangeleint laufen, als ich sicher sein konnte, dass er in jeder Situation abrufbar ist und eben nicht „auf Jagd geht“.

Diese fünf Doggen liefen sehr wahrscheinlich auch deshalb unangeleint, weil kaum jemand in der Lage sein dürfte, fünf ziehende Doggen allein an Leinen zu führen.

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  • von Wolf
  • 18. Oktober, 2013

Unfassbar. Eine Frau ist mit 5 Doggen unangeleint in der Öffentlichkeit unterwegs. Die Hunde bilden immer ein Rudel- sie sind Raubtiere . Wenn sie schon so viele Hunde besitzt muss sie halt einzeln mit den Hunden spazieren gehen. Eine Rudel-Hundebesitzerin hat mit Sicherheit ein grosses Grundstück, da kann sie ihre Hunde unangeleint beschäftigen und mit ihnen toben. Auch ich liebe Hunde sehr und in und mit unserer Familie lebt ein Schäferhund. Er darf auch unangeleint auf Tour mit mir gehen, da er sehr gut gehorcht. Ich habe ihn immer im Blick da ich weiss, wie Hunde ticken. Durch irgendeinen Reiz kann ein Hund mal anderss reagieren als gewohnt, deshalb ist das Beobachten der Körpersprache des Hundes wichtig. Bei 5 Hunden geht das NICHT: Diese Hundehalterin gehört sehr hart bestraft. Wenn ich der Vater wäre …… Sie wirft ein schlechtes Licht auf andere Hundehalter. Schade wenn so etwas passiert.

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  • von Gaby
  • 18. Oktober, 2013

von StellaFederspiel
18. Oktober, 2013

Hi Stella,
ich muss Dir in allem zustimmen. Egal was mit Hunden passiert, es ist immer der Mensch daran schuld. Ich selber habe auch ein Rudel, 3 Hunde, und da muss man einfach vorausschauend handeln. 2meiner Hunde sind sehr brav und dürfen auch frei bleiben wenn jemand an uns vorbei kommt. Mein 2jähriger Rüpel muss noch angeleint werden wenn Jogger und Co vorbei kommen. Wir arbeiten gerade hart daran und er wird immer besser. Allerdings kann ich ihm noch nicht 100%ig vertrauen und deshalb werde ich auch kein Risiko eingehen. Und auch das Rudelverhalten ist nun mal bei einem Rudel ganz anders zu bewerten, als wenn ich mit nur einem Hund spazieren gehen würde. Und wenn alle Hundebesitzer endlich mal von ihrem Menschlichen Denken weg gehen würden und den Hund endlich mal als das sehen, was er ist, nämlich ein Tier, und somit gehören sie zur Gattung der Raubtiere. Diese Tiere zu vermenschlichen ist grob fahrlässig dem Menschen und dem Tier gegenüber. Weiter vergessen viele Hundehalter, dass die Lebensform eines Hundes nicht identisch ist mit der des Menschen. Hunde leben in einer Hierarchie, dass bedeutet übersetzt – Rangordnung -. Ist diese gestört, oder gar nicht vorhanden, kann es nur zu Problemen kommen.

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