Wurden die Hunde im Bereich der Hollager Mühle durch ein Insektizid vergiftet?

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 04.09.2013 um 08:39 Uhr, 2 Kommentare

Phosphorsaeureeta

In der Woche vor dem 28.08.2013 sind in Wallenhorst bei Osnabrück gleich zwei Hunde im Bereich der Hollager Mühle und am Stichkanal Richtung Bramsche an den Folgen einer Vergiftung gestorben.

Da bereits Ende Juli vergiftete Fleischköder im Osnabrücker Stadtteil Wüste und Mitte August in Belm gefunden wurden, sollten Hundehalter beim Spazierengehen mit ihren Vierbeinern derzeit besonders wachsam sein.

Darüber hinaus wirkt das Gift im aktuellen Fall offenbar auch extrem schnell, denn der zweijährige Berner Sennenhund von Michael Friedrichs verstarb bereits wenige Stunde nach einem Spaziergang. Selbst der sofortige Besuch beim Tierarzt in Bramsche konnte den Hund nicht retten.

Wir gehen mit einer an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der Hund an einer Vergiftung gestorben ist.

Tierarzt Thomas Hinterding vermutet, dass es sich bei dem eingesetzten Gift um Phosphorsäureesta, einem Insektizid handeln könnte. Derzeit kann jedoch niemand sagen, ob dieses Gift vorsätzlich durch einen Tierquäler oder beispielsweise von einem unachtsamen Landwirt zum Pflanzenschutz ausgebracht wurde.

Da die Wallenhorsterin Sabine Brümmer im selben Zeitraum ihren zweijährigen Retriever-Mischling auf dieselbe Weise verloren hat, haben sich zwischenzeitlich auch die Behörden der Sache angenommen. Eine örtliche Überprüfung des Gebietes durch zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes ist jedoch ergebnislos verlaufen.

Zur Sicherheit haben Mitarbeiter der Gemeinde zahlreiche Warnschilder östlich des Stichkanals, nördlich der Straße am Mühlenbach und südlich des Waldweges zwischen Niehausbrücke und Penter Straße aufgehängt und auch die Polizeistation in Wallenhorst nimmt Hinweise unter der Telefon-Nr. 05407/81790 entgegen.

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2 Reaktionen

Permalink
  • von D. August
  • 04. September, 2013

Interessanter Beitrag, mein Hund lag 4 Tage mit einer wahrscheinlichen Vergiftung in der Tierklinik. Ich entdeckte beim Spaziergang einen Zettel im Geäst: Vorsicht, Bäume mit Insektiziden behandelt, Kontakt vermeiden. Ich bin sofort umgedreht und einen anderen Weg gegangen, 5 Stunden später ging der Zauber los, massives Erbrechen bis zum Bluterbrechen und sofortigem Besuch in der Tierklinik. Ein Anruf beim zuständigen Forstamt ergab, das „Karate“ so heißt das Mittel nicht so gefährlich sei und der Zettel von vorigem Jahr wäre. Ich lass es mal so hingestellt, es wurde ebenfalls mit geteilt, das auf dem Parkplatz wo wir geparkt haben Giftmüll in flüssiger Form entsorgt wird. Dafür gibt es keine Beweise, aber man geht ganz sicher davon aus. Das das ganze ist in 57080 Siegen passiert. Ich schreibe es jetzt hier mal als Kommentar hinein….

[…] Verlauf der Untersuchung konnte der Tierarzt ein vermutlich in der Umgebung ausgebrachtes Pestizid als Auslöser für die Krampfanfälle ausmachen. Auch die Nachbars-Hündin […]

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