Massive Kritik: Tierschutzverein Oberberg lässt Kampfhund einschläfern

Abgelegt von Amalia Schoppengerd am 30.08.2013 um 08:07 Uhr, 9 Kommentare

Foto: DPA
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Die Tierfreunde im Raum Wiehl sind momentan in höchster Aufruhr, denn der Tierschutzverein Oberberg steht dort wegen der Tötung eines Kampfhundes in der öffentlichen Kritik. Auf Plakaten und in Diskussionsforen im Internet ist sogar schon von „Tiermord“ im Tierheim Koppelweide die Rede.

In einer Stellungnahme auf der Homepage des Tierheims, teilt der Vorstand des Vereins mit, dass es in der Vergangenheit bei beiden Hunden (Buster und Moe) zu massiven Beißvorfällen gekommen sei. Die Verletzungen der Betroffenen waren so massiv, dass sie anschließend stationär behandelt werden mussten.

In beiden Fällen sind Hunde des Tierheims gegen langjährig bekannte Menschen, die regelmäßig mit ihnen umgegangen sind, aggressiv geworden.

Aus Verantwortung für Mitarbeiter, ehrenamtliche Helfer, Hundeausführer und Besucher des Tierheims wurde eine Ethikkommission einberufen, die darüber einschneiden sollte was mit den Hunden passieren soll. Die Kommission entschied einstimmig, dass die Hunde getötet werden sollen.

Die Perspektive für ein lebenswertes Leben für die Hunde, zwingt uns dazu hier zu entscheiden, dass die Hunde über die Regenbogenbrücke gehen müssen.

„Buster“ wurde bereits eingeschläfert, für „Moe“ gäbe es vielleicht noch eine Chance, denn es hat sich jemand für ihn stark gemacht um eine Rehabilitierungsstelle zu finden. Das Tierheim teilt jedoch mit „dass keine Privatpersonen oder Organisationen in Betracht kommen, sondern nur sehr professionelle, anerkannte Stellen“.

Der ehemalige Vereinsvorsitzende Rainer Gaertner, wirft dem Tierheim „Inkompetenz im Umgang mit Hunden“ vor, dies wäre auch die Ursache der Beißattacken gewesen. Besorgte Tierfreunde fragen sich nun, ob alte und kranke Hunde jetzt ebenfalls einfach eingeschläfert werden. Dieses ist aber selbstverständlich nicht der Fall.

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9 Reaktionen

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  • von Gaby
  • 30. August, 2013

Auch wenn ich nun den Unmut viele sogenannter Tierschütze gegen mich aufbringe, so kann ich doch verstehen, wenn gewisse Hunde eingeschläfert werde müssen. Was haben aggressive Hunde denn überhaupt noch für ein Leben hinter Gitter. Außerdem hat es sich das Tierheim ja nicht so einfach gemacht und einfach eingeschläfert. Ich frage mich, wie viele Hunde so ein, mehr als schreckliches, Leben hinter Gitter führen müssen, nur weil Menschen sie versaut haben. Mit welchem Recht sperren wir so freiheitsliebende Tiere hinter Gitter???? Ich bin ganz fest der Meinung, dass diese Tiere mehr als leiden. Dann ist es doch humaner, sie sanft über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen. Somit wird ihnen ein langes Leiden hinter Gitter erspart. Denn so ein Leben hat kein Hund verdient. Den Menschen, die aus ehemaligen sanften Hunden, solche aggressiven Hunde gemacht haben, sollte man mehr als auf die Finger klopfen. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie sich dann, angebliche Hundefreunde dafür einsetzen, und solche Hunde mit aller Macht am Leben erhalten. Was sie diesen Tieren damit antun, werden solche Menschen wohl nie verstehen. Dazu denken sie einfach zu Menschlich!!!!! Und das ist mehr als FALSCH!!!!!!! Es ist immerhin ein Tier und hat somit auch keine menschlichen Gefühle. Im Gegenteil, solche freiheitsliebenden Tiere leiden enorm wenn sie eingesperrt werden.

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  • von Julia
  • 30. August, 2013

Das séhe ich genauso. Bringt den Hunden ja nichts, wenn sie ihr Leben lang im Tierheim verbringen müssen und dort aus Frust und Langeweile in ihrer bereits schwelenden Aggression noch unberechenbarer werden. Bin allerdings auch dafür Tiere einzuschläfern, wenn sie so alt und gleichzeitig krank sind, dass sie immens hohe Tierarztkosten verursachen und kein Intressent da ist.

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  • von kirsten
  • 30. August, 2013

also ich sehe dann eure meinung so: wenn alte menschen dann auch noch krank sind sollte man sie auch einfach einschläfern weil sie sonst zu hohe arztkosten verursachen??? entschuldigt bitte – aber JEDES lebewesen hat sein angestammtes recht zu leben. wenn hunde verhaltensauffällig sind dann nur weil menschen – wie oben schon beschrieben – sie dazu gebracht haben!!!! warum sollte man tieren nicht die möglichkeit geben sich zu rehabilitieren???? nicht erst nach jahren – sondern schnellstmöglich!!!!!! ja ja – tiere fühlen anders…. das ist richtig. aber SIE würden NIEMALS einfach so einem menschen das leben nehmen wenn sie normal tierisch denken würden. wir sperren ja auch menschen , teilweise lebenslang, ein weil sie nicht richtig ticken… dann sollten doch solche menschen ebenfalls „erlöst“ werden von ihren leiden und die gesellschaft von den zu hohen arztkosten!!!!!
ja ja… jetzt kommt wieder der spruch dass menschen nun mal anders denken. sorry… aber die tiere haben die viel längeren angestammten rechte hier auf erden zu leben als wir – die scheiss menschheit die sich erdreistet über alles zu richten!!!!!

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  • von Agnes
  • 30. August, 2013

Sicherlich kann es mal zu Beißereien kommen. Sehr bedenklich ist es jedoch wenn man als Tierheim nicht in der Lage ist, kompetentes Personal und Trainer vorzuhalten! Sicher wären beide Hunde zu rehabilitieren. Dazu bedarf es allerdings Fachleute, die in Wiehl -ganz offensichtlich- nicht vor Ort sind! Eine Einschläferung darf niemals mit zu hochen Kosten argumentiert werden!!! Alle die in den Fall involviert waren, sollten doch bitte noch einmal ihre Berufswahl überdenken. Denn „Kompetenz“ bedeutet NICHT Einschläferung!!! Kompetenz beweist sich durch Verständnis, Lösungen und sehr viel Engagement, der sicher nicht nach Feierabend im Tierschutz endet. In Wiehl hat man dies wohl noch nicht verstanden; sonst müssten wir uns jetzt nicht darüber unterhalten.

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  • von Gaby
  • 30. August, 2013

Sicherlich hat hier irgendwie jeder Recht, aber ich werde Euch mal etwas erzählen, was so nicht hätte laufen müssen.
Vor Wochen ist einem Herren ein Am. Steff. verstorben. Nun wandte er sich an eine Tierschutzorganisation und bekam wieder einen Steff aus schlechter Haltung. Ihm wurde erzählt, dass er super lieb sei, Familientauglich etc.etc.pp!!!!!! Nach 3 Tagen rief er mich an und meinte, dass der Hund anfängt sein Revier abzustecken und knurrt seinen Sohn (10Jahre) massiv an. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass dieser Hund alles andere war, aber nicht Familientauglich. Dieser Herr hat ihn genauso behandelt wie seinen ehemaligen Hund. Und das war der große Fehler. Natürlich hatte der Hund ein schönes Zuhause verdient, aber keine Vermenschlichung. Und das ist hier passiert. Der Hund durfte ins Bett, aufs Sofa usw. Zu allem Übel hatte seine Frau Angst vor diesem Hund. Tja und was soll ich sagen?????? Er hat nach ca 6Wochen derbe ein Kind gebissen. Nun suchte der Herr schnellstmöglich einen anderen Platz für diesen Hund. Aber diese Organisation war nicht zuständig und wollte ihn nicht aufnehmen. (warum wohl??????) Ein Tierheim fand sich auch nicht, denn alle waren überfüllt und hätten im schlimmsten Fall nur noch einen verträglichen Hund aufgenommen. Das Ende vom Lied????? Er wurde eingeschläfert. Und hier muss ich auch sagen, dass ich das richtig fand. Allerdings hätte es soweit nicht kommen müssen, wenn der Hund in wirklich erfahrene Hände gekommen wäre. Aber er hätte wieder gebissen und wenn es ein Kind betrifft, sehe ich für den Hund keine Chance mehr. Muss erst schlimmeres passieren. Wie findet man erfahrene Menschen und weiß man dann auch wirklich, ob es erfahrene Menschen sind?????
Und der dumme Kommentar, dass man alte Menschen auch einschläfern müsste, der hinkt doch enorm!!!!! Wie kann man Menschen und Tiere auf die selbe Stufe stellen?????
Ja das sage ich, auch wenn ich manchmal der Meinung bin, dass das Tier der bessere Mensch ist!!!!!!
Und trotzdem ziehe ich da klare Grenzen.
Denkt auch mal daran, dass es auch Euer Kind treffen könnte, dass von so einem Hund gebissen wird. Habt ihr dann auch noch für den armen bissigen Hund Verständnis???? Diese Tiere leiden im Heim!!!!! Vergesst das bitte bei all diesen Diskussionen nicht!!!!!!!

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  • von Gaby
  • 30. August, 2013

Zu Agnes:

Sag mir mal, wo die Gelder für diese Fachpersonal im Tierheim her kommen sollen.
Tierheime arbeiten eh schon am Limit und sind größtenteils noch verschuldet. Sie tun ihr bestes und das auch noch überwiegend ehrenamtlich!!!!!! Da ziehe ich meinen Hut vor.

Denn würden Menschen verantwortungsvoll handeln, wären die Tierheime nicht so überfüllt. Aber ist das Tier lästig, wird es ausgesetzt oder im besten Fall, noch im Tierheim abgegeben.

Natürlich wünsche ich mir auch, dass es den Tieren besser gehen würde und sie rehabilitiert werden könnten. Aber gerade Hunde mit so einer Vorgeschichte werden immer eine tickende Zeitbombe bleiben. Und das wünsche ich keinem Kind, so einer Zeitbombe zu begegnen. Denn gerade Kinder verhalten sich Hunden gegenüber grob motorisch und sind für einen Hund schlecht einzuschätzen. Das kann ganz schnell zu einem Fehlverhalten von Seiten des Hundes führen. Und das ist ja das fatale. Beide Seiten haben nicht wirklich Schuld, sollte es zur Beißerei kommen. Aber vom Hund wird eben erwartet, dass er sich in allen Lebenslagen ungefährlich verhält. Und das geht leider nicht, solange es so ignorante Menschen gibt, die sich der Verantwortung nicht bewusst sind.

Ich finde auch, dass jedes Hundeleben, dass auf solch eine Weise getötet werden muss, ein vergeudetes Hundeleben war. Jedes Tier hat es verdient, ein adäquates Leben führen zu dürfen. Aber da steht leider der Mensch dazwischen, der dieses Leben versaut hat. Und so lange es Menschen gibt, die sich der Verantwortung nicht bewusst sind und weiter Menschlichkeit in der Erziehung eines Hunde einbringen, so lange werden Hunde verhaltensauffällig sein und unverschuldet getötet.
Menschliches DENKEN hat einfach in der Hundeerziehung nichts zu suchen.
Mein Ausbilder hat mal einen tollen Satz gesagt, der eigentlich alles sagt:
Ein Hund braucht so viel Liebe wie möglich und soviel Strenge wie nötig!!!!!
Also individuell auf den jeweiligen Hund gerichtet. Aber dieses Maß finden leider die wenigsten Menschen.

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  • von Robert
  • 02. September, 2013

Die armen Hunde. Wenn man genau hinsieht, Herrchen von Pit Bulls etc. sind meist Leute, welche sich auf der Straße nur stark vorkommen, weil sie eben ihrer Ansicht nach einen „Kampfhund“ an der Leine haben.

Wenn sie dann alleine auf der Straße umherr irren, der Blick dem Boden geneigt…

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  • von M.Vieth
  • 03. Oktober, 2013

Habt Ihr Euch eigentlich mal mit der Geschichte des Pitt`s und den anderen sogenannten Kampfhunden beschäftigt? da wird geschrieben eine tickende Zeitbombe, der Pit ist bevor er von Züchtern und Hundehaltern missbraucht wurde der liebste Familienhund in England gewesen. Ich selbst hatte immer Pit`s und die haben mit Katzen zusammen geschlafen, es ist nie einer meiner Hunde agressiv geworden oder gewesen, das in unseren Großstadtslams bestimmte Leute und auch jugendliche solche Hunde als Statussymbol geholt habenliegt doch wieder an den Menschen die diese Hunde dahin gezüchtet haben, Ergo wer ist schuld? der verantwortungslose Mensch, der Mensch ist verantwortungslos im Ausbeuten unserer Umwelt, der Mensch ist verantwortungslos in der Massentierhaltung er ist verantwortungslos im überfischen der Meere u.s.w Wir die Menschen müssen mal Verantwortung übernehmen und nicht auf wehrlose Tiere abwälzen Habt Ihr schon mal überlegt wie wir mit Tieren umgehen nur um einen vollen Magen zu haben…..

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  • von M.Vieth
  • 03. Oktober, 2013

Es müsste mal darauf geachtet werden das nicht aus lauter geldgier immer mehr moderassen gezüchtet und für viel geld verkauft werden, wenn ich sehe das ein nur um einen zu nennen ( Dalmatiener oder ….. ) für ein zwei tausend € verkauft werden und die Tierheime quellen über fasse ich mich an den Kopf, aber jeder darf in deutschland hunde züchten und teuer verkaufen und wenn die mode vorbei ist landet der hund im tierheim…..

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