Illegaler Welpenhandel: Worauf sollte ich beim Welpenkauf achten?

Abgelegt von Amalia Schoppengerd am 09.08.2013 um 11:52 Uhr, 0 Kommentare

Foto: G. Metz
Foto: G. Metz

Immer wieder fallen Käufer auf unseriöse Tierhändler rein, weil sie sich vor dem Kauf einfach nicht ausreichend informiert haben. So wurde beispielsweise kürzlich ein Niederösterreicher das Opfer von zwei Steirerinnen, die im Internet nicht nur Hundewelpen, sondern auch britische Kurzhaar Katzen angeboten hatten.

Der Mann kaufte bei den beiden Frauen ein kleines Kätzchen, dass jedoch kurze Zeit später erkrankte. Im weiteren Verlauf erstattete der Käufer aufgrund dieser Krankheit eine Anzeige bei der Polizei. Die ermittelnden Beamten stellten anschließend im Haus der 41-Jährigen Steirerin weitere fünf Jungkatzen sicher.

Die beiden inzwischen geständigen Frauen haben die Hunde und Katzen offenbar über unbekannte Tierhändler von Ungarn nach Österreich gebracht. Anschließend wurden die Tiere dann im Internet als reinrassig und aus privater Zucht zu einem Preis zwischen 300 und 350 Euro angeboten. Notwendige Papiere wie ein EU-Impfpass, ein Chip-Nachweis oder eine Abstammungsurkunde wurden den Käufern nicht übergeben.

Die Polizei und der Tierschutzverein TASSO e.V. warnen potenzielle Käufer immer wieder vor dem Erwerb sogenannter „Wühltischwelpen“. Im ersten Moment mag so ein Tier sicherlich ein Schnäppchen sein, doch sollte man dabei natürlich auch immer beachten, dass eine in der Regel mangelhafte gesundheitliche Vorsorge der Tiere dazu führt, dass der Hund nach wenigen Tagen oder Wochen oftmals schwer erkrankt.

Tierarztkosten in Höhe von 1.000 bis 2.500 EUR, die in Folge einer solchen Krankheit auftreten, sind hierbei nicht ungewöhnlich. Ohne eine entsprechende Hundekrankenversicherung, die ein solches Risiko oftmals noch abfedert, bleibt man sehr wahrscheinlich auch noch auf diesen Folgekosten sitzen.

Beim Kauf eines Welpen sollte man daher besonders drauf achten, wie das Muttertier und die weiteren im Haus lebenden Hunde ausschauen. Sie sollten einen gesunden und gepflegten Eindruck machen. Es ist darüber hinaus für einen Käufer natürlich auch wichtig auf die Umgebung der Tiere zu achten, denn Welpen sollten nach Möglichkeit in einem hellen, sauberen und vor allem zugfreien Raum im Haus des Züchters leben.

Hundewelpen werden in der Regel nicht vor der 10-12. Lebenswoche von der Mutter getrennt werden. Zu diesem Zeitpunkt sollten sie auch bereits geschippt, geimpft und entwurmt sein. Es ist selbstverständlich immer ratsam einen Kaufvertrag mit dem Züchter abzuschliessen, denn in diesem werden auch Name und die Anschrift des Verkäufers, sowie Name, Wurfdatum, Zuchtbuchnummer sowie die Chipnummer des Welpen festgehalten. Lasst euch die Angaben notfalls auch durch die Vorlage eines Personalausweises etc. bestätigen.

Ein seriöser Verkäufer wird sich mitunter auch sehr für eure Lebensumstände interessieren. Sollte dies bei eurem Verkäufer nicht der Fall sein, so deutet es eventuell schon darauf hin, dass er/sie die Tiere nur loswerden will.

Über den Autor

Amalia Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und sie kümmert sich bei uns um das Layout, den Support und um die Bearbeitung aller Meldungen. Bei Fragen erreicht Ihr Amalia auf Twitter, Xing oder per E-Mail.

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