Schon wieder tote Hunde: Schäferhund erleidet im Auto einen Hitzschlag

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 26.07.2013 um 11:05 Uhr, 5 Kommentare

Aktion: "Hund im Backofen"

Hattersheim (ots) – Erneut wurden aufgeheizte Autos für Hunde zur tödlichen Falle. So starb in Schleswig-Holstein in dieser Woche ein Schäferhund in einem geparkten Auto an einem Hitzschlag.

Ähnliche Meldungen hatten sich in den vergangenen Tagen leider wieder gehäuft. Für den Leiter der Tierschutzorganisation TASSO, Philip McCreight, völlig unverständlich:

Jeder Hund, der auf diese Weise stirbt, ist einer zu viel. Leider ist vielen Menschen noch immer nicht bewusst, dass sich das Innere eines Autos bereits ab 20 Grad Celsius Außentemperatur auf über 50 Grad aufheizen kann. Wenige Minuten in dieser Gluthitze können ausreichen, um dem Hund so ungewollt den Tod zu bringen.

Es sollte daher völlig tabu sein, den Hund während der momentanen Hitzeperiode im Wagen zurückzulassen – auch nicht für die berühmten „paar“ Minuten, so McCreight weiter. Das wenige Zentimeter geöffnete Fenster biete dem Vierbeiner genauso wenig Sicherheit wie das Parken im Schatten, zumal die Sonne wandere.

Zurzeit liegen die Temperaturen täglich bei über 30 Grad, und in den kommenden Tagen sollen sie sogar noch steigen. Der geparkte Wagen des Hundehalters aus dem Kreis Pinneberg stand am Dienstagnachmittag bei dieser Hitze noch dazu längere Zeit direkt in der Sonne.

Der Schäferhund hatte in dem aufgeheizten Innenraum keine Überlebenschance. Auch dieses Jahr bietetn die Tierschützer von TASSO kostenlose Karten und Plakate anlässlich seiner Aufklärungskampagne „Hund im Backofen“ zum Bestellen und Verteilen an: www.tasso.net/Hund-im-Backofen

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Über den Autor

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5 Reaktionen

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  • von Benni
  • 27. Juli, 2013

Natürlich darf niemals ein Hund im heißen Auto bleiben.

Aber… Wenn das Auto vernünftig geparkt ist, also definitiv im Schatten steht und mit geöffneten Fenstern (Mehrzahl), wird es im Auto auch bei sommerlichen Temperaturen nicht heißer, als an einem Schattenplätzchen im Garten.

Wichtig an die Hundehalter:
– Wirklich sicheren Schattenplatz wählen, so daß auch nach längerer Zeit unmöglich
die Sonne kommen kann!!! (Wald, Nord- Ost- Seite von Gebäuden, offene Garage usw.)
– Wasser (mind. 1 Liter) bereitstellen
– Platz im Auto schaffen
– Vielleicht das kalte Bodenblech freilegen (Fußmatte raus)
– Keine Leine!!!
– Unbedingt _regeläßig_ nachschauen was wir Hunde im Auto tun.
– Alarmzeichen erkennen! (z.B. Wenn Hund sitzt und hechelt)

-> Hund kurz im kalten Wasser abkühlen lassen, und dann zurück in die Hütte

Es ist möglich, und manchmal sinnvoll, wenn der Hund bei der sommerlichen Grillparty im Freien mit Kindern ein paar Stunden Ruhe zum Pennen benötigt.

Aber V E R A N T W O R T L I C H mit dem besten Freund umgehen!

Notfalls (und Notfälle kann es immer geben) Motor mit Klimaanlage laufen lassen, genauso, wie es Mensch auch tut, wenn er heute im unendlichen Stau steht.

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  • von Jörg
  • 28. Juli, 2013

Es gehört sich nicht, Hunde im Auto zu lassen! Mit den Kindern macht man das ja auch nicht. Mein Hund ist wie mein Kind und ich liebe Ihn auch so.
MfG Jörg

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  • von miky
  • 30. Juli, 2013

Wir haben unseren Hund im Spanienurlaub auch bei 36 Auto gelassen. Allerdings war das Auto dank Klima auf 20 Grad runtergekühlt und wurde entweder im Schatten einer Hauswand geparkt oder in Tiefgaragen die es dort für viele Supermärkte u Einkaufscentren gab. Maximal 15 bis 20 min und immer mit dem Wassernapf vor der Nase. Wenn es länger dauerte an der Kasse ist einer schon mal vorgegangen um nach dem Hund zu sehen. War für den Hund angenehmer als bei 36 grad draußen. Ich hab im Sommer immer einen Faltnapf und eine Flasche Wasser im Auto für Mensch und Tier, auch wenn der Hund nicht mit dabei ist… Beim runterkühlen sollte man immer drauf achten das man einen aufgeheizten Hund nicht mit kaltem Wasser übergießt, nach dem Motto schnell,schnell… lieber trinken lassen, an den Pfoten anfangen und nass machen und dann evtl unter dem Bauch den Hund damit langsam runterkühlen. Lauwarmes Wasser reicht auch (Verdunstungskälte)…

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  • von Benni
  • 30. Juli, 2013

Hallo Jörg,

Wirst Du 24 Stunden am Tag von Deinen Kindern begleitet, oder schickst Du sie, wie es hier in Deutschland üblich ist, in den Kindergarten bzw. zur Schule?

Als Hund bin ich nun einmal 24 Stunden der Begleiter von Herrchen, und da gibt es einfach Situationen, wo ich mal eben nicht mit darf. Das Kann der Einkauf nach dem Bürotag sein, ein Theaterabend usw. Da muß ich eben warten. Und – die kürzeste Zeit für mich ist, im Auto zu warten. Da fühle ich mich wohl, denn ich liege dann auf Cheffles Platz, und passe auf.

Übrigens… Es ist noch nie passiert, daß Cheffle die Wohnung verlassen hat, und ich nicht mit durfte. Das wäre für mich furchtbar und ich drohte damit, in der Abwesenheit zu bellen, was völlig verboten ist, wegen Hausordnung und Nachbarn!

[…] unter der entwickelten Hitze litten. Eine engagierte Anwohnerin hängte dann etwa gegen 18:30 Uhr ein Informationsblatt an die Tür des […]

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