Giftköder bei der Polizei melden oder besser doch nicht?

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 08.07.2013 um 07:00 Uhr, 5 Kommentare

Polizei

Eigentlich geben wir unseren Nutzern ja immer den Rat jeden Giftköder bei der Polizei zur Anzeige zu bringen, denn nur so können die zuständigen Beamten im Anschluss die Ermittlungen aufnehmen und mit etwas Glück auch den entsprechenden Täter fassen. Im Fall des präparierten Fleischklops, der am 3. Juli 2013 von einer Hundehalterin in Minden am Kleinspielfeld vor dem Herder-Gymnasium gefunden wurde, fühlten sich jedoch weder das Veterinäramt des Kreises, noch die Polizei für den Vorfall zuständig.

Was war geschehen?

Am Mittwoch, den 03.07.2013 fand eine Hundebesitzerin, die namentlich nicht genannt werden möchte, einen auffälligen Hackfleischklumpen in der Nähe des Herder-Gymnasiums in Minden. Bei genauer Betrachtung des Klops entdeckte die Frau im inneren eine versteckte Kapsel, die mit einem weißen Pulver gefüllt war.

Die Hundehalterin verständigte darauf hin richtigerweise das Veterinäramt des Kreises Minden-Lübbecke, aber dort wollte man zu ihrer Überraschung erst auf Anforderung durch die Polizei aktiv werden. Die Polizei wollte in diesem Fall auch nicht direkt aktiv werden, da sie nach eigenen Angaben zunächst einmal die Zuständigkeiten in einem solchen Fall klären müsse.

Die Polizeibeamten gaben der mittlerweile ziemlich verunsicherten Frau jedoch den „hilfreichen Tipp“ den Fleischklops einfach in der Mülltonne zu entsorgen, denn eine Analyse des Inhalts wäre schlicht und einfach zu teuer. Die Hundebesitzerin ist jedenfalls nach dieser Reaktion der Behörden ziemlich verwundert:

Wenn so etwas in der Nähe einer Schule gefunden wird, muss es doch untersucht werden.

Die Pressestelle der Polizei Minden erklärt zu diesem Vorfall, dass das Veterinäramt die Polizei über ausgelegte Giftköder informiere. Ginge eine unmittelbare Gefahr von den Giftködern aus, werde die Polizei tätig und suche gegebenenfalls das Gelände ab. Auch Privatpersonen können Hinweise geben.

Polizeibeamte stellten Giftköder aber nicht sicher und gäben auch keine Untersuchung in Auftrag, so die Pressestelle. Vielmehr sollten Bürger, die Giftköder fänden, diese mit Handschuhen anfassen und mittels Plastikbeutel selbst bei einer städtischen Sondermüllabgabe abliefern.

Die Untersuchung des Köders auf Gifte sei lediglich auf privates Betreiben, beispielsweise über einen Tierarzt, möglich. Anders liege der Fall, wenn ein Haustier einen Giftköder gefressen habe und Krankheitssymptome zeige. Dann nehme der Tierarzt auch eine Analyse vor. Die Polizei nehme eine Anzeige wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auf und ermittele in Folge.

Dieser Fall zeigt in meinen Augen sehr deutlich, dass wir dringend eine einheitliche Regelung für die Behandlung von Giftködern benötigen, denn derzeit gibt es von der Polizei von Bundesland zu Bundesland und teilweise auch von Kreis zu Kreis unterschiedliche Aussagen zu diesem Thema.

Während man sich in Minden scheinbar nicht unmittelbar zuständig sieht, raten die Dienststellen in Karlsruhe und Nürnberg den Bürgern beispielsweise direkt zur Polizei zu kommen und den Fund möglichst zur Untersuchung mitzubringen. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass Projekte wie GiftköderRadar die gesamte Problematik in den letzten Monaten erst ins Blickfeld der Behörden gebracht haben und daher sollten wir auch Verständnis dafür haben, wenn nicht jeder Beamte sofort richtig reagiert.

Es ist jedoch falsch, wenn die Pressestelle der Polizei behauptet, dass im Fall einer Vergiftung die Analyse durch den Tierarzt erfolgt. Auch eine solche Analyse wird aus unserer Erfahrung nur dann vorgenommen, wenn der Tierarzt damit durch den Halter beauftragt wird und dieser somit auch die Kosten für die Analyse trägt.

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Haben die Beamten in euren Augen richtig gehandelt oder ist es eher ein „No-Go“ dem Hundehalter zu empfehlen den Giftköder einfach im Müll zu entsorgen?

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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

5 Reaktionen

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  • von Karin
  • 12. Juli, 2013

Fakt ist das man so seine Giftköderradar werbung gut untergebracgt hat, das ein preis von fast 6!! € verlangt wird lässt mich vermuten das es hier um etwas ganz anderes geht wie hilfe.
Oder hab ich da was verpasst ?

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  • von Mike
  • 12. Juli, 2013

Na dann darf die Polizei und co ja auffällige Koffer auch nicht mehr anfassen.Muss dann wohl auch jeder selber nehmen und entsorgen.Anders liegt der Fall dann wenn den Koffer jemand anhebt und in die Luft fliegt…dann erst dürfte jemand handeln…WENN ES ZU SPÄT IST….

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Ich bin klar der meinung es muss sich was öndern, gesetzlich solche fälle müssen extrem härter bestraft werden, ordnungsamt muss nicht nur hundehalter sondern auh solche auslegungen und leute dies auslegen bestrafen. Und polizei sollte auf jeden fall ermitreln und egal was es ist ne probe machen, man ist shliesslih ein bürger der aufpasst und ne straftat melden mag. Uhd warum soll der alles bezahlen, sein hund eher ein mögliches opfer hätte sein können das unter umstönden quakvoll stirb und hund sind keine sache . Traurig das der staat das nicht weiss sind studierte leute,,, und die merken den untershied niht ziwischen tish und hund. Hund atmet lebt tish nicht. Aber auf jeden fall nix weg werfen.., anzeige machen,,, wenns bestätigt ist, unbedigt bei giftklder radar melden und anderen seiten. Beschreiben wo es war was passiert ob polizei ermittelt was es war… oder wer es gut meint evtl zettel aufhängen dort achtung gift polizei ermittelt… oder hundehakter auf gassi rujde ansprechen… sie fragen ob sie was gesehen haben, gefunden haben, wen ja die das zur anzeige brigen sollen,,,, jeder fall muss gemeldet werden, a so amt weiss wo geschaut werden muss, b leute informiert sind, c leute es teilen. Evtl ja jemand was beobachtet hat, man im gebüsch und den erkennt uhd evtl man so täter findet. Kein hund verdient ne wurst mit klinge umd stirbt qualvoll…

Ih bin ein normaler hundehalter der seot 2 jahren aus dee schweiz nah berlin gezogen ist, und erst hie mir die gefahr bewusst ist ujd das problem nir hier kenne, kannst sowas nijt, es schockiert mih, es macht mich traurig das es solche leute gibt, und ih will was tun aber was. Daher meldet alles liener einmal mehr als gar nicht,,, teile es. Infortmiert leute über app. Tragt dort funde ein sagt obs gemeldet wurde…. zeigt es an.. und hoffe sehr das sih hier in deutschland sih was ändert..,

Seit nem halben jahr schöne orte meide wo funde waren. Mein hund früher immer frei rannt jetzt selten oder in eingezäuntem auslauf. Weil angst hab,,,, hab angst das sie was findet und was passiert., das kanns niht sein. In welcher welt leben wir…,

Das ist meine meinung,,, melden teilen gesetz ändern, abschrecken, härter bestrafen!!! Tiere aind keine sache tiere dürfen nicht so sterben.

Ab nix mit tiershutz zu tun aber ih bin sowas von angepisst wegen diesen leuten und wie soe den süssen hunden sowas antun könne,… und gnade dem jenigen fals mor mals sowas passoert. Er würd die selbe qual erleiden, traurig das man so über menschen reden muss, traurig das ganz thema,

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Ps, zum grossen kommentar. Sorry für die tippfehler…

Und bin der meinung polizei soll ermitteln und untersuchen durch labor auf gift täter finden und kosten trägt der dann,,,

Der staat hat millionen in sinnlose projekte verlocht, flughafen, stadtschloss, oper usw usw usw.,.,

Warum nicht paar euro für labor ausgeben für ermitteln in ner strafttat, es geht um qualvolle tiermisshandlung, um töten eines geliebten familien mitglied….

Hötte man das geld für BER in ne art swat hundeköder ermittlungs und such einheit investiert, hätte man 1000lwute mit modernster technik wohl hundert jahre finanzieren können, geld ist da … tiere sind aber unwichtig für staat…. banken, drohnen flughäfen die floppen sind wichtiger. Daher jeder politiker der ein hund hat denkt mal drüber nah was euer hund euh bedeutet, was ihr für ihn tun würder. Für euren eignen hund. Ihr würdest alles dafür tun. Warum dann solche gesetze? Merkt ihr was? Danke

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  • von Marco Sungen
  • 28. Juli, 2018

Guten Tag habe hir Jezt ein anderes Thema es geht darum ich war gerade in Gummersbach-Vollmerhausen unterwegs mit dem Hund weil ich hir Urlaub mache. Und mein Hund Hat nur auf ne wissen Pipi gemacht. Und zum groß machen gehe ich wo anders hin und habe auch immer einen Beutel dabei. Und dann hatte eine Frau die gesehen hatte das der Hund nur Pipi gemacht hat auf die wisse. Aber nix anderes . Und ruft direkt hinter das sie gifft Köder aus legen will oder man das machen soll kann ich diese Person wegen dieser Drohung Schon anzeigen. ??. Mit LG Marco Sungen. PS. Um Infos wäre ich dankbar

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