Olympia 2014: Behörden in Sotschi wollten herrenlose Hunde töten lassen

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 04.06.2013 um 10:18 Uhr, 2 Kommentare

Olympia-2014-Sotschi-Hunde

Die olympischen Spiele 2014 im russischen Sotschi rücken immer näher und verständlicherweise möchte man sich der restlichen Welt als möglichst perfektes Gastgeberland präsentieren. Ziemlich „unschön“ für die Behörden sind in diesem Zusammenhang jedoch die vielen herrenlosen Hunde und Katzen, die Tag ein und Tag aus auf der Suche nach etwas Nahrung durch Sotchi ziehen.

Da man leider jahrelang auf groß angelegte Sterilisationsprogramme verzichtet hat, wollte man offenbar eine schnellere Lösung des Problems herbeiführen und so hatte die Stadtverwaltung erst kürzlich einen Auftrag in Höhe von 42.500 EUR für „Fang, Auswahl und Beseitigung“ von Streunern öffentlich ausgeschrieben.

Wir haben eine Verpflichtung gegenüber der internationalen Gemeinschaft. Ihre Tötung ist der schnellste Weg zur Lösung des Problems.

So zumindest lauteten die Worte des regionalen Parlamentsabgeordnete Sergej Kriwonossow noch vor einigen Tagen gegenüber der Zeitung „RBK Daily“. Bereits vor der Europameisterschaft 2012 in der Ukraine hatten zahlreiche Berichte über Massentötungen von Hunden zu einer riesigen Protestwelle geführt.

In der Olympiastadt Sotschi sind diese Proteste scheinbar noch in guter Erinnerung, denn dort will man das Problem der vielen streunenden Hunde nun angeblich auf humane Art und Weise in den Griff bekommen.

Wir sind nicht grausam, deshalb werden wir ein Programm zur Kastration der Straßentiere erarbeiten und das erste Tierheim in Sotschi bauen.

Auch wenn die Organisatoren letztendlich offiziell dem Protest nachgegeben haben, bedeutet dieses leider nicht automatisch „mehr Sicherheit“ für die Hunde in Sotschi, denn internationale Tierschutzorganisationen und ukrainische Medien berichten aktuell noch immer von fortgesetzten Tötungsaktionen.

Quelle: Die Welt

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

2 Reaktionen

Permalink
  • von Christiane Knüppel
  • 04. Juni, 2013

Sollte sich die Ukraine nicht an das Abkommen keine Hunde zu töten halten wäre ich für den Nichteintritt in die EU.Ein Land das soit seinen Mitgeschöpfen umgeht,hat in der EU nichts zu suchen. .Auch Handelsabkommen sollten in dem Fall für nichtig erklärt werden.

[…] sich auf Facebook die Kommentare einiger Nutzer zu den Hundetötungen im Vorfeld der EM2012, in Sotschi oder ganz aktuell in Rumänien anschaut, fragt man sich persönlich manchmal schon, wo der oft […]

Schreibe uns deine Meinung

Regeln: Wir freuen uns auf dein Feedback, sei jedoch stets respektvoll und bleibe beim Thema. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor profane, belästigende und missbräuchliche Kommentare, sowie unerlaubte Werbung in den Kommentaren (Spam) zu löschen und Wiederholungstäter zu blockieren.