Nymphenburg: Vier Hunde attackieren Walkerin – Polizei bittet um Mithilfe

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 28.06.2013 um 08:30 Uhr, 5 Kommentare

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Bereits am Freitag, den 14. Juni, gegen etwa 16.30 Uhr attackieren 4 nicht angeleinte Hunde eine 53-jährige Frau im Schlosspark des Nymphenburger Schlosses. Die Frau war gerade beim „Walken“ als rund 500 Meter vom Haupteingang entfernt die 4 Hunde plötzlich auf sie zurannten. Einer der Hunde, die offensichtlich zu einem Pärchen gehörten, welches sich in der Nähe aufhielt, biss die Frau kurz danach in den Oberschenkel.

Die vermeintliche Halterin, bei der es sich nach Angaben der Polizei aber auch um eine „Hundesitterin“ handeln könnte, übergab der 53-Jährigen nach dem Angriff der Hunde einen Zettel mit ihrem Namen und einer Telefonnummer. Bei der Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass sowohl Telefonnummer als auch Name falsch waren. Die 53-Jährige musste nach diesem Vorfall in einem Krankenhaus behandelt werden.

Aufgrund einer schweren allergischen Reaktion hat sich der Gesundheitszustand des Opfers zwischenzeitlich deutlich verschlechtert. Sie musste in Folge der Bissverletzungen bereits operiert werden und laut Aussage der behandelnden Ärzte ist es nun unbedingt notwendig, dass eine Speichelprobe des Hundes genommen werden kann, denn nur so wäre es möglich die Behandlung des Opfers erfolgversprechend fortzusetzen.

Die Münchner Polizei bittet aus diesem Grund aktuell um die Mithilfe der Bevölkerung:

Beschreibung der Hundebesitzerin

ca. 50 Jahre alt, ca. 165 cm groß, schlank, aschblonde, glatte, schulterlange Haare; bekleidet mit einer langen dunklen Hose und einem grauen T-Shirt

Beschreibung der Hunde

ca. 50 cm groß, mit langen dunklen Haaren; eine Angabe zur Rasse war nicht möglich

Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere zur Feststellung der Hundebesitzerin und des Hundes bzw. die Hundebesitzerin selbst werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 67, Tel. 089/2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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Über den Autor

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5 Reaktionen

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  • von Benni
  • 28. Juni, 2013

Zuwerst die Allgemeinstatements…
– Natürlich ist es unverantwortlich, daß Hunde Walker beißen
– Natürlich ist es eine Sauerei, daß verkehrte Adresse herausgegeben werden.
-> Nächstens gegt so etwas nicht mehr ohne Polizei 🙁

Aber zur Forderung der Polizei.

Was soll der Hundebesitzer jetzt tun, falls er den Aufruf liest?
Natürlich ist der Frau geholfen, wenn er die Speichelprobe abgibt, aber was für Folgen hat das dann für ihn?

Haftpflicht:
Natürlich muß er für den Schaden haften, aber er hatte sich in unverantwortlicher Weise entfernt, und zahlt nun die Haftpflichtversicherung, wenn überhaupt vorhanden?
Aufgrund des Artikels ist bekannt, daß der Betrag gut 5- stellig sein muß, locker auch 6- stellig werden kann (Amputation, Behinderung usw.).

Strafe:
Wer sich vom Unfallort entfernt… Mit keinem Wort ist hier erwähnt, daß es vielleicht eine Amnestie geben könnte, damit dem Opfer schnell geholfen werden kann.

Folgen für den Hund:
Wie es aussieht. Todesstrafe.
Gründe:
– gefährlicher Hund
– Halter wird die Erlaubnis zum Führen von Hunden abgesprochen
– Krankheit (Tollwut?)

Frage zur Diskussion: Was sollte den Halter jetzt bewegen, sich noch bei der Polizei zu melden, außer er liebt Suizide?

natürlich kann es such nur eine harmlose Verletzung gewesen sein, und die allergische Reaktion erfolgte auf ein Medikament im Krankenhaus.

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  • von Wolf
  • 28. Juni, 2013

So etwas geht einfach nicht…ich bin selbst Hundebesitzer und bin auch fast jeden Tag sowas von angekotzt von anderen Hundebesitzern, die unseren Ruf schädigen.
Angefangen von den Hundehaufen, die manche nicht beseitigen, über pöbelnde Hunde, die mich und meinen Hund bedrängen. Wenn dann auch noch Tier oder Mensch zu Schaden kommt, ist das NICHT akzeptabel!

Die allermeisten Hunde würden nur in Extremsituationen zubeißen und ich als Halter muss dafür sorgen, solche Situationen zu vermeiden.
Das ist zum Einen eine solide Erziehung und gute Abrufbarkeit, zum Anderen auch einfach Aufmerksamkeit meinem Hund und er Umwelt gegenüber.

Möglicherweise hat das Opfer hier mit zu dem Biss beigetragen (z. B. durch Schlagen mit den Stöcken oder Schreien); trotzdem liegt es in der Verantwortung des Hundeführers seinen Hund zu rufen oder ihn gar nicht erst zu Fremden zu lassen; grade wenn es ein kleines „Rudel“ ist.
Und sei es mit einer langen Schleppleine, wenn der Hund sich nicht rufen lässt.
Im Nymphenburger Schlosspark herrscht sowieso Leinenpflicht…aber das interessierte die Dame wohl nicht.

Ich schäme mich für solche Hundeführer, die weder ihre Hunde unter Kontrolle haben, noch den Schneid besitzen, für ihren Fehler grade zu stehen und Verantwortung zu tragen.
Das führt dazu, dass alle Hundebesitzer in ein schlechtes Licht gestellt werden, auch wenn die meisten sich Mühe geben. Und das führt auch dazu, dass Hunde irgendwann überall entweder nicht mehr oder nur noch mit Leine hindürfen und dass Menschen (ob mit oder ohne Hund) sich nicht mehr sicher in ihrem Umfeld fühlen.

Ein Armutszeugnis dieser Hundehalterin!

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  • von Daniela
  • 28. Juni, 2013

Wie schlimm und unverantwortlich!
Solche Leute sind schuld dran, dass man als Hundebesitzer nicht immer nur positives zu hören bekommt und es diese Rasselisten überhaupt gibt. Es gibt keine „Kampfhunde“, der Mensch macht sie nur zu solchen. Wenn es in diesem Fall überhaupt welche gewesen sind. Laut Statistik ist nämlich der deutsche Schäferhund ganz weit vorn… selbst unser Lennox (Vintage ® english Bulldog) wurde schonmal als „widerlicher Pitbull“ beschimpft….. dabei ist er weder widerlich noch ein Pitbull…. und selbst wenn: gut erzogen und sozialisiert mit einem gesunden Menschenverstand würde sowas, wie hier berichtet, gar nicht erst passieren!

Ich bin echt geschockt und diese Person dürfte ihr Leben lang keine Hunde mehr halten dürfen.
Unbekannterweise gute Besserung an das Opfer, hoffentlich geht alles gut!

[…] dazu, dass die Hunde möglicherweise sogar zu einer Gefahr für den Straßenverkehr oder einer Bedrohung für Passanten werden […]

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  • von Knutsen
  • 06. August, 2013

Die Leinenpflicht in Parks interessiert die meisten Hundehalter ebenso wenig wie die Pflicht den Kot zu entsorgen; wenn man diese Subjekte anspricht bekommt man eine freche oder ausweichende Antwort – oder direkt Prügel angedroht,(„…ich bezahl ja schließlich Hundesteuer…“).

Es sollte eine allgemeine Tauglichkeitsprüfung geben, bevor sich jemand einen Hund zulegen darf. Danach am besten Genprobe vom Hund zu den Akten beim Kauf, verhindert – wie in vielen Fällen – das Flüchten des Halters.
Es ist übrigens bezeichnend, dass hier mal wieder dem Opfer eine Teilschuld versucht wird anzuhängen „Fehlverhalten“… dabei denke ich kaum dass die Walkerin versucht hat zu beißen – wie gestört muss man eigentlich sein um immer die Opfer zu Tätern zu machen ?
Ich denke jeder Hundehalter sollte mal versuchen sich selber an die Nase zu fassen – wären diese bissigen Hunde nicht frei herumgelaufen, dann wäre das nicht passiert.

…wuff…

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