Mischling „Lilly“ stirbt nach Attacke von zwei freilaufenden Boxern

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 28.05.2013 um 08:06 Uhr, 14 Kommentare

lilly-stirbt-nach-attacke-durch-boxer

Gerade Hundehalter mit kleineren Hunden kennen das Problem nur zu gut: Man geht mit seinem Liebling spazieren und plötzlich kommt ein großer freilaufender Hund wie von Sinnen auf einen selbst und auf seinen Hund zugelaufen. Die natürliche Reaktion in einem solchen Fall ist bei vielen Menschen erst einmal Angst!

Angst um sich selbst und Angst um den eigenen Hund. Der Vorfall in Worms hat uns allen ja sehr eindrucksvoll gezeigt, wie schnell eine solche Situation – vielleicht auch ungewollt – eskalieren kann.

Auch in Gevelsberg musste nun ein Hund mit seinem Leben bezahlen, weil er kurz zuvor in einem Waldgebiet von zwei freilaufenden Artgenossen attackiert wurde. Laut ihrem Besitzer und Herrchen Ottmar Roswora wurde der 13 Jahre alte Mischling „Lilly“ während eines Spaziergangs von zwei unangeleinten Boxern angegriffen. Die Hunde haben „Lilly“ jedoch nicht gebissen, sondern heftig gestoßen und getreten.

Die Tritte der weit aus größeren Hunde waren offenbar so heftig, dass Ottmar Roswora seinen Hund anschließend in einer Dortmunder Tierklink behandeln lassen musste. Aufgrund der starken inneren Blutungen konnten die Ärzte die Mischlingshündin „Lilly“ jedoch nur einschläfern.

Zu aller Trauer kommt offenbar noch der Umstand, dass Roswora den Halter der beiden Boxer sogar kennt. Er beschreibt ihn als freundlichen Mann, der aber wohl nicht in der Lage sei, die kräftigen Tiere zu beherrschen.

Obwohl Hunde in NRW grundsätzlich auch unangeleint auf Waldwegen laufen dürfen, sieht Ottmar Roswora dringenden Handlungsbedarf auf Seiten der Ordnungsämter. Dort streitet man sich aber zunächst über die Zuständigkeit, denn weder in Gevelsberg, noch in Wetter wollte man sich mit dem Fall beschäftigen.

Da die beiden Boxer jedoch in Gevelsberg steuerlich gemeldet sind, wird man sich hier nun doch mit dem Fall beschäftigen müssen. Ottmar Roswora hingegen sammelt derzeit Unterschriften in der Bevölkerung im den Leinenzwang im Waldgebiet am Büffel wieder in Kraft zu setzen.

[asa_collection gkradar_post, items=2, type=random]Standard[/asa_collection]

© Foto by Gueldner / Quelle: der-westen.de

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

14 Reaktionen

Permalink
  • von Hundehalterin
  • 28. Mai, 2013

Auch wenn ich die Reaktion des Besitzers von Lilly verstehe, finde ich es dennoch unfair das alle Besitzer mit Hunden dadurch wieder an den Leinenzwang gebunden sind. Ich selbst habe einen Labradoodle (groß, da mit Großpudel) und einen Papillion, kenne von meinem Kleinen also das Problem größerer, ungestümer Hunde, finde aber das eine Leinenpflicht eine übertriebene Reaktion ist! Besitzer mit größeren Hunden sind doch schon genug gestraft durch das Ansehen in der Bevölkerung und bestimmte Auflagen. Ich erleb das immer wieder, gehe ich nur mit dem Kleinen raus reagieren alle freundlich, ist die Große dabei tun alle automatisch als hätte man einen Kampfhund obwohl es eher umgekehrt ist. Die Große ist lammfromm, aber mein Kleiner oft eine Zicke…

Permalink
  • von Brigitte Weik
  • 28. Mai, 2013

Ich finde das sehr traurig was da passiert ist. Ich habe selbst 2 Schäferhunde und die kommen IMMER an die Leine wenn mir jemand entgegen kommt. Egal ob Jogger, Radfahrer, Hunde… Und ich sehe viele Leuten deren Hunde nicht unter Kontrolle sind und die laufen dann IMMER frei. Wenn jeder ein wenig Rücksicht auf den anderen nimmt wäre schon viel geholfen. Wenn die Hunde aber absolut nicht gehorchen, dann gehören sie an die Leine.

Permalink
  • von Carola
  • 28. Mai, 2013

Wirklich traurig, was da passiert ist. Aber ein genereller Leinenzwang ist sicher der falsche Weg. Man sollte Verantwortungsbewusstsein und den richtigen Umgang mit Hunden nicht durch eine Leine ersetzen. Ein durchdachter Hundeführerschein hätte hier warscheinlich schlimmeres verhindert, da der Mann die Hunde zumindest hätte abrufen können.

Permalink
  • von Susanne
  • 28. Mai, 2013

Ja, die großen werden dazu verdonnert in die Hundeschule zu gehen, und der Halter den Hunde-Führerschein zu machen aber die kleinen haben so etwas nicht nötig und dürfen ja bellen bis zum umfallen.

Permalink
  • von Michelle
  • 28. Mai, 2013

Das Thema Leine…..immer wieder gerate auch ich in Situationen, in denen ich mich mehr über die Besitzer ärgere als über die Hunde selber.

Schon so „Kleinigkeiten“, daß zwei Hunde bereits für einen einzelnen Hund wie ein Rudel und somit einschüchternd wirken können, verstehen viele Leute nicht. Immer wieder stößt man auf freilaufende Hunde, denen es gestattet wird, angeleinte Hunde anzugehen. Zu leicht kann es in solchen Fällen zu Verletzungen kommen. Bittet man die Besitzer, Ihre Hunde zu sich zu rufen, erhält man nur freche Antworten….so ist es mir leider schon oft ergangen.

Ich lasse meine Hündin auch gerne frei laufen….aber dort, wo es auch gestattet oder geduldet ist. Habe aber auch stets viel Zeit und Geduld in die Erziehung meines Hundes gelegt und kann mich auf ihren Gehorsam verlassen…auch ohne Druck. Läuft mein Hund frei in den Feldern, rufe ich sie stets zu mir heran, wenn sich hundelose Spaziergänger oder auch andere Hunde mit Besitzer nähern….es ist einfach eine Sache von Respekt. Wenn man sich dann geeinigt hat, die Hunde zusammenkommen zu lassen, kann man das tun….aber nicht einfach seine Hunde frei auf andere zugehen oder rennen lassen. Selbst als erfahrener und langjähriger Hundebesitzer kann man fremde Hunde nicht immer genau einschätzen. Wie sollen das dann erst hundelose Leute oder Kinder? Unverantwortlich.

Oft kann man bei uns leider auch beobachten, daß Hunde frei auf Kinderspielplätzen und in privaten Gärten frei laufen gelassen werden und dort natürlich auch ihre Geschäfte hinterlassen (die natürlich auch nicht entfernt werden).

Da fragen sich dann Leute auch noch, warum so viele Leute etwas gegen Hunde haben. Ganz ehrlich…..ich schäme mich oft selber, ein Hundebesitzer zu sein…..denn leider werden wir gerne alle über einen Kamm geschoren.

Permalink
  • von Daggi
  • 28. Mai, 2013

Ich finde Formulierungen wie

„Gerade Hundehalter mit kleineren Hunden kennen das Problem nur zu gut: Man geht mit seinem Liebling spazieren und plötzlich kommt ein großer freilaufender Hund wie von Sinnen auf einen selbst und auf seinen Hund zugelaufen. Die natürliche Reaktion in einem solchen Fall ist bei vielen Menschen erst einmal Angst!“

nahezu eine Frechheit und völlig unqualifiziert. Denn die Erfahrungen von vielen Hundesportkollgen und auch meine eigenen sind genau das Gegenteil. Man geht mit großen ausgebildeten Hunden spazieren ruft diese sobald einem jemand entgegen kommt und das Gegenüber mit freilaufendem kleinen Hund ruft: „Der tut nix“ und lässt den seelenruhig ins angeleinte Rudel laufen. In den meisten Vorfällen, die mir bekannt sind, sind gerade die kleinen Hunde Auslöser von Raufereien und Beissereien. Diese sind meist nicht ausgebildet und abrufbar und genießen rüpelndender- und kläffenderweise Narrenfreiheit bei den Haltern. Die dann ein riesiges Geschrei machen, dass der eigene Hund bei den daraus resultierenden Auseinandersetzungen unterliegt und verletzt wid.

Ändern wird sich erst etwas wenn, alle Hundehalter einen Hundeführerschein in Verbindung mit einem Kurs machen müssen und zwar unabhängig von Rasse und Größe des Hundes.

Permalink
  • von Christina
  • 28. Mai, 2013

der Meinung von Michelle kann ich nur beipflichten!!! Wenn alle Hundehalter so denken und „handeln“ würden,
gebe ist nicht so viele Hundehasser….

Permalink
  • von Susanne
  • 28. Mai, 2013

ich habe selber zwei kleine Mischlnge ,beide aus dem Tierschutz….da der eine ein kleiner „Krachmacher „ist,der jeden Hund erst mal anknurrt bin ich eh schon vorsichtig…
Letztens kamen mir zwei Frauen mit je einem Freilaufenden Labrador entgegen..
Ich bat sie die Hunde anzuleinen…
Bei der einen hat es ohne Probleme geklappt…der andere Hund stürmte auf uns zu..
Frauchen hinterher..

Knurrend stand er vor mir als sie ihn dann erwischte ..

Ich wies sie auf die ausgewiesene Leinenpflicht da Naturschutzgebiet hin…Sie sagte wörtlich…

Er ist doch schon alt und fast taub..ich dachte nicht das er andere Hunde anknurrt..

Und die Leinenpflicht ist doch nur für Giftzwerge wie Ihre beiden..

Was soll man da noch sagen??
Ich bin bestimmt nicht gegen freilaufende Hunde ,sofern sie Hören..
In diesem Fall aber war es ja Dummheit der Besitzerin.lg

Permalink
  • von Chris
  • 28. Mai, 2013

Also mal ganz ehrlich, das ist totaler Schwachsinn! Wenn solch eine Verordnung gar Gesetz veranlasst würde dann gibt es in Zukunft noch mehr solcher Attacken. Ein Hund der immer an der Leine laufen muss kann seinen Urinstinkten nicht mehr nachgehen wie das Kommunizieren mit anderen Artgenossen. Sozialkontakte sind sehr wichtig und ein angeleinter Hund verhält sich in seiner Körpersprache anders wie unangeleint. Er kann der Gefahr nicht aus dem Weg gehen nicht. Flüchten wenn ihm die Situation unangenehm ist. Hier sollte der Halter in seine Pfllicht genommen werden. Bestes Beispiel ist ein Vorfall hier in Rheinbach (NRW): Zwei kleine Hunde (Tibetterrier und Pudel) tyrannisieren schon seid geraumer Zeit kleine und grössere Hund, greifen diese auch an und sogar Menschen. Dem Halter wurden schon einige Auflagen gemacht doch dieser sieht in seinen kleinen Hunden keine Gefahr reagiert sogar agressiv wenn man ihn auf sein Fehlverhalten anspricht.
Es wurden schon einige Hunde und Menschen verletzt durch diese Verhaltensgestörten Hunde was durch die Erziehung der besagten Tiere einher geht.
Hätte ein großer Hund zugebissen sähe die Gesetzgebund gleich anders aus, man hätte eine Maulkorbpflicht oder gar Tötung vorgesehen!
Alles in allem sollte eine Hundeschulpflicht für Besitzer ehr greifen auch wenn man schon einen Hund hatte denn es gibt so einige die ein Tier halten ganz gleich ob groß oder klein und nicht damit fertig werden.
Soll ich meinen Jagdhund an die Leine legen und seinem Drang nach Schnüffeln komplett unterbinden das wäre Tierquälerei!
Nein ich habe seinen Jagdtrieb auf ein Minimum abtrainiert und trainiere immer noch jeden Tag und so denke ich sollte es jeder Hundebesitzer halten…immer wieder auf das Verhalten seines Tieres achten und gegebenenfalls gegensteuern.

Permalink
  • von jörg
  • 28. Mai, 2013

ich bin der meinung ,das hunde die ein gesundes sozialverhalten besitzen ohne leine in waldgebieten oder auf freien flächen die situationen(konflikte)untereinander unangeleint selber regeln.habe selber einen doggenmix und die erfahrung gemacht,das mein hund ohne leine gar keine aggresivität gegenüber artgenossen hat,wohl aber wenn ihm angeleinte hunde entgegen kommen egal welches geschlecht oder grösse-da spielt dann sympathie eine grosse rolle-aber ohne leine habe ich noch nie agressives verhalten bei ihm beobachten können.

Permalink
  • von Fania
  • 28. Mai, 2013

Egal ob kleiner oder großer Hund, erzogen gehören sie alle und wenn das nicht geklappt hat gehören sie an die Leine. Wenn jeder etwas mehr Rücksicht auf den anderen nehmen würde, gäbe es solche Probleme gar nicht und Lilly würde noch leben.

Permalink
  • von Kristina
  • 28. Mai, 2013

R.I.P. kleiner Schatz <3 🙁

Permalink
  • von Niederschlag
  • 30. Mai, 2013

Wir haben in der Naehe ein schoenes Gebiet in denen Hunde geduldet, frei laufen duerfen! Trotz allem sozialen Miteinander ist es uns auch schon passiert, dass unsere Hunde angegriffen wurden. Im letzten Fall war es unser Nachbarhund, der hinter verschlossenen Tueren Aggressionen gegen meine Klaeffer( bitte woertlich nehmen!) hegte. War nicht schoen, aber gut, kommt vor und in unserem Fall Gott sei Dank ein Hund in unserer Gewichtsklasse. Alle anderen Vorfaelle bei denen unsere Hunde Blaessuren davongetragen haben, passierten im Spiel und nicht aus Aggression. Deshalb sollten Hunde nicht an die Leine muessen! Ich gehe trotzdem wieder hin, die Hunde freuts!

Permalink
  • von Benni
  • 02. Juni, 2013

Wissen die Halter der kleinen „Fußhupen“ eigentlich, was sie einem normalen Hund in der Hundesprache suggerieren, wenn sie ihren kleinen Kläffer bei Annäherung eines frei laufenden Hundes nach oben nehmen, so daß jetzt der Kleine den anderen Hund von oben anbellen kann?

Wissen diese Halter eigentlich, wie schwierig es ist, dem großen, vielleicht schon etwas älterem Rüden klar zu machen, daß er die Pöbelleien dieses Kläffers nicht „abstellen“ darf, wie es Inder Natur selbstverständlich ist. Da bekommt der Jüngling einfach „Saures“, wenn er das Alter des Kollegen nicht akzeptiert. Der Kleine reagiert dann mit einer Demutsgeste, und alles ist wieder in Ordnung.

Nunn wir erleben es zu häufig: Ich (Benni) spiele mit Herrchen Ballie und plötzlich ruft jemand, der seinen Kleinhund sichtbar nicht unter Kontrolle hat: „Nehmen Sie ihren Hund an die Leine!!!“ Nun Herrchen ruft mich in s Fuß, und wir gehen weiter. Beim Passieren möchte der Hund mich töten, und di eBlicke des Hundehalters versuchen mein Herrchen zu töten, während beide um die Wette bellen: Hund: „Wau Wau Wau!!!“ Herrchen „Ruhe! Aus! Nein!“ Meisten löst Herrchen dann das Fuß, und ich kann mich im Bogen von 10 Metern um dieses Kampfteam vorbeischleichen.

Frage: Weshalb soll ich an der Leine in die Nähe dieser Unsympathlinge gezwungen werden?

Wuff!

Schreibe uns deine Meinung

Regeln: Wir freuen uns auf dein Feedback, sei jedoch stets respektvoll und bleibe beim Thema. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor profane, belästigende und missbräuchliche Kommentare, sowie unerlaubte Werbung in den Kommentaren (Spam) zu löschen und Wiederholungstäter zu blockieren.