Klein, aber für Hunde sehr giftig: Die Raupe des Eichenprozessionsspinners

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 22.05.2013 um 07:53 Uhr, 5 Kommentare

ichenprozessionsspinner
Quelle: Tierklinik Groß-Enzersdorf / © Foto by Tierklinik Groß-Enzersdorf, dpa / Patrick Pleul

Wenn wir auf dieser Seite über das Thema Gift sprechen, denn reden wir oftmals von giftigen Mäuse- oder Rattenködern, die teilweise in hochdosierter Form von kriminellen Hundehassern vorsätzlich in Wäldern, auf Hundewiesen oder in der Nähe von gut besuchten Spazierwegen ausgelegt werden.

Vergessen wird dabei relativ oft, dass es auch in der Natur zahlreiche Pflanzen und Tiere gibt, deren Gift bei Kontakt für unsere Hunde zwar nicht unbedingt lebensbedrohlich, aber sehr unangenehm ist. Ein Beispiel dafür sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners auf die wir in den nächsten Wochen und vielleicht Monaten auf unseren täglichen Spaziergängen sicherlich wieder vermehrt treffen dürften.

Die so genannten Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sondern bei Kontakt ein Nesselgift ab, welches besonders an den Schleimhäuten von Hunden schwere Schäden anrichten kann. Besonders gefährdet ist hier die Zunge des Hundes, denn dort kann der Kontakt mit den Brennhaaren besonders schwere Verätzungen hervorrufen, die in Einzelfällen sogar bis zum Absterben von Teilen der Zunge führen kann!

Der Eichenprozessionsspinner war bis vor einigen Jahren fast ausschließlich in südlichen Ländern wie Spanien, Portugal und Südfrankreich beheimatet. Diese Schmetterlingsart befällt hauptsächlich Eichen. Dort spinnen die Raupen weißliche Nester, in denen ihre Haare ebenso wie am Boden oder an den Bäumen haften bleiben. Hunde, die mit ihrer Nase den Boden untersuchen, sind in diesen Bereichen also in größter Gefahr!

Experten gehen derzeit davon aus, dass der Eichenprozessionsspinner seit einigen Jahren häufiger auch in nördlicheren Regionen auftritt, weil der Klimawandel hier für besonders warme Frühjahrsmonate gesorgt hat. Hundehaltern wird daher dringend empfohlen genau darauf zu achten, dass ihre Fellnasen generell nicht in direkten Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners kommen. Ist das nicht ausreichend zu gewährleisten, sollten Hunde zu ihrem eigenen Schutz einen Maulkorb tragen.

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

5 Reaktionen

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  • von maria schultheiss
  • 23. Juni, 2013

Danke!

[…] wären unsere Hunde durch Giftköder, den Eichenprozessionsspinner und durch Blaualgen nicht schon genug gefährdet! Jetzt sorgen die Temperaturschwankungen der […]

[…] brauchten wir uns da unsere geliebten Fellnasen nur im Urlaub vor solchen Gefahren wie den Eichenprozessionsspinnern oder der Hundemalaria schützen. Mit dem fortschreitenden Klimawandel hat sich dieses Bild […]

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Gerade in Brandenburg kann man vielerorts jetzt Warnschilder lesen, dass der Eps dort Nester gebaut hat. Wenn eines entdeckt wird, muss das sofort der zuständigen Gemeinde gemeldet werden. Die Härchen und Nester können sich auch über den Winde verteilen!

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  • von Andrea Eli
  • 14. April, 2016

Hier besteht LEBENSGEFAHR!!!
Die Zunge wird bei Kontakt auf jeden Fall unter schrecklichen Schmerzen die sofort nach Kontakt eintreten absterben. Durch einen sofortigen Arztbesuch kann der Verlust eingeschränkt werden, doch es kann ohne sofortige ärztliche Maßnahmen auch soweit kommen, dass der Hund nicht mal mehr schlucken kann.
Weiter können die Haare in die Luft-, Speiseröhre und auch in den Magen gelangen was ein Todesurteil ist.
Da mein Hund leider selbst ein Opfer ist, muss ich an diesem Artikel (wie an den meisten anderen im Netz) leider kritisieren, dass er viel zu verharmlosend ist.

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