Kaffeesatz statt Giftköder? Was hält Hunde wirklich fern?

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 27.05.2013 um 09:54 Uhr, 7 Kommentare

Kaffeesatz statt Giftköder

In der Vergangenheit wurden immer wieder vorsätzlich ausgelegte Giftköder im Fricktal gefunden. Und auch wenn die Motive der brutalen Tierquäler für diese grausamen Taten vermutlich höchst unterschiedlich ausfallen dürften, sind sich viele Hundehalter und auch Nicht-Hundehalter einig, dass gerade die achtlos hinterlassenen Hundehäufchen in fremden Gärten zu einer Verschärfung der Problematik führen können.

Was macht man aber als Grundstücksbesitzer oder Nachbar, wenn sich rücksichtslose Hundehalter trotz mehrmaliger Ansprache nicht für den Haufen Ihres eigenen Hundes verantwortlich fühlen und der mühevoll gepflegte Garten somit immer und immer wieder als Hundetoilette missbraucht wird?

Diese Frage stellte sich kürzlich auch eine Leserin der Aargauer Zeitung, deren Einfamilienhaus mit Garten in einem Wohnviertel mit besonders vielen Hunden liegt.

Es gehört sich überhaupt nicht, ein Tier zu vergiften. Das ist eine verwerfliche Tat, ganz klar. Aber man muss auch einmal die andere Seite hören: Hunde können nämlich zu einer Plage werden, wenn Herrchen oder Frauchen ihre Tiere nicht im Griff haben und vor allem dann, wenn die Vierbeiner nicht an der Leine geführt werden und zum Versäubern fremde Gärten aufsuchen. Das geschieht hier andauernd – das ist eine riesige Sauerei.

Die Anwohnerin schilderte in ihrem Leserbrief an die Zeitung, dass sie schon seit Jahren damit beschäftigt ist, die Hinterlassenschaften fremder Hunde auf den Rasenflächen rund um ihr Haus einzusammeln. Sie habe über die Jahre schon viele Dinge ausprobiert um die Hunde von ihrem Grundstück fernzuhalten, aber keine Maßnahme hätte bisher den gewünschten Erfolg gebracht.

Nun habe Sie aber den entscheidenden Tipp, der vollkommen ungefährlich für die Hunde ist:

Es gibt unter den Hundebesitzerinnen und -besitzern im Quartier auch solche, die sich vorbildlich verhalten. Ärger bereiten halt einfach jene, die sich überhaupt nicht darum kümmern, wo ihr Hund beim Spazierengehen herumrennt. Nun habe ich von jemandem einen Tipp erhalten: Kaffeesatz im Garten hält Hunde fern. Es wirkt tatsächlich – das mögen die Tiere anscheinend nicht. Seitdem hat es auf jeden Fall gebessert. Nur muss man halt immer genügend Kaffeesatz streuen, damit es wirkt.

Da ich keinerlei Erfahrung mit „derartigen Tipps“ habe, würde mich mal eure Meinung zu diesem Thema interessieren? Funktioniert das wirklich? Wenn ja und wenn es tatsächlich ungefährlich für den Hund ist, dann wäre das in meinen Augen ein super Lösungsansatz für diese Problematik.

Trotzdem verlangt es aber auch die Zivilcourage von uns, dass wir alle rücksichtslose Hundehalter immer wieder an ihre Pflichten erinnern, denn nur wenn wir alle auch mal etwas mehr auf unsere Mitmenschen schauen, können wir unnötige Konfrontationen in Zukunft vermeiden.

© Foto und Quelle by Aargauer Zeitung

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

7 Reaktionen

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  • von Dianna
  • 27. Mai, 2013

Ein befreundeter Gastronom schneidet scharfe Chili-Schoten klein und gibt sie in’s Gießwasser. Hunde mögen definitiv keinen Chili-Geruch. Muss allerdings regelmäßig bei Regen wiederholt werden.

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  • von melli
  • 27. Mai, 2013

Wir haben bei uns das gleiche Problem: ich möchte den Hunden nicht schaden, kann aber auf die vielen Hundehaufen vorm Haus gut verzichten. Habe irgendwo den Tipp gelesen, dass Pfeffer aufstreuen abschreckende Wirkung haben soll. Hab´s probiert, möchte meinen, es ist zumindest weniger geworden.

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  • von claudia
  • 27. Mai, 2013

@ melli … pfeffer ist nicht ungefährlich für hunde, eingeatmet kann das zu verätzungen in den atemwegen führen.

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  • von Adam Suchan
  • 25. Januar, 2015

Meine Mutter ist auf diese Methode von selber gekommen und bestaetigte mir dass dies nicht nur gegen Hunde sondern auch Katzen hilft. Sie sagt seitdem sie Kaffesatz streut hat sie mit Katzen und Hunde Kot keine Probleme im Vorgarten.

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  • von Michael
  • 26. September, 2016

Einen Hundekotbeutelspender aufstellen ist die einzigste Sache die den Hunden nicht schadet.. Kaffee ist Gift für den Hund. Alles was in die Richtung Pfeffer geht verätzt die Nase..

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  • von der Verärgerte
  • 19. Februar, 2017

ich hatte auch son Problem im Schnitt hatte ich auf 10-15 m2 innerhalb einer Woche einen Eimer Scheiße und dachte mir Mensch da hat jemand was verloren bringe es ihm doch zurück,also ein paar Tage investiert ,den Haupt Täter ermittelt ihm ein wenig Vorsprung gelassen und geschaut wo er Wohnt ,ab da ganz einfach Eimerchen vorbei bringen und einmal im ganzen Garten verteilen.Ist etwas radikal aber ich musste es auch nur 2 x machen jetzt habe ich meine Ruhe.Tut mir Leid aber wenn die Leute es nicht wissen das sie den Scheiß ihrer kleinen weg machen müssen ,müssen sie es lernen.

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  • von Entnervte
  • 06. Juli, 2019

Ich habe schon viel Pfeffer gestreut, Kaffeesatz wird regelmäßig gestreut und schon die stachelige Hecke auf dem Rasenstück verteilt…und trotzdem gibt es immer wieder einen Haufen. Jetzt kam eine Idee aus Brasilien, Urin sammeln, ziehen lassen und damit gießen. Wer hat damit Erfahrung?

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