Verdacht auf Giftköder – Tipps für den Notfall

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 13.02.2013 um 08:53 Uhr, 6 Kommentare

trockenfutter

Spaziergänge mit Hunden machen Spaß und bedeuten für viele Menschen auch Entspannung vom harten Alltag, aber ein Blick auf unsere Giftköder-Karte zeigt auch, dass an vielen Stellen auch versteckte Gefahren lauern, die im schlimmsten Fall sogar tödlich für den Hund sein können.

Damit im Notfall keine wertvolle Zeit verstreicht, haben wir auf dieser Seite mal einige wichtige Tipps, Ratschläge und Informationen für euch zusammengetragen.

Typische Giftköder-Arten sind:

  • Hackfleisch gespickt mit scharfen Gegenständen wie Rasierklingen, Scherben oder Nägeln
  • Fleischbällchen mit Rattengift
  • Schneckenkorn
  • Brot oder Brötchen gespickt mit Rasierklingen

Typische Verstecke von Giftködern sind:

  • Gestrüpp und dichte Büsche>
  • Parks, große Wiesen bzw. Felder und Hundefreilauf-Zonen
  • Geh- und Radwege mit angrenzenden Rasenflächen

Wie könnt Ihr eure Hunde vor Giftködern schützen?

  • Meidet so gut wie möglich alle Gebiete für die in den letzten 30 Tagen eine Giftköder-Warnung veröffentlicht wurde. Die Informationen zu den genauen Standorten erfahrt Ihr täglich aktualisiert auf unserer Website oder in den jeweiligen Apps für iPhone oder Android.
  • Lenkt euren Hund ab, wenn ihm etwas „in die Nase kommt“ oder wenn er eine „Spur aufnimmt“
  • Seid bei eurem Spaziergang stets aufmerksam und beschäftigt euren Hund
  • Nehmt selbst ausreichend Futter mit, denn so muss der Hund a) nicht selbst auf Futtersuche gehen und b) habt ihr immer einen interessanten „Tauschgegenstand“ dabei.
  • Übt mit eurem Hund, nicht jedes Futter vom Boden aufzunehmen oder absolviert mit eurem Hund einen „Anti-Giftköder-Workshop“ in einer passenden Hundeschule.
  • Wenn die Gefahr zu groß ist oder wenn viele Giftköder-Meldungen für ein bestimmtes Gebiet vorliegen, dann kann es unter Umständen auch ratsam sein einen Maulkorb beim Spaziergang aufzusetzen.

Symptome, die auf Vergiftungen hinweisen können:

  • Übelkeit, Durchfall, Atemstörungen, helle Schleimhäute im Rachenbereich
  • starkes Speicheln, schwankender Gang, Taumeln, Atemstillstand, Krämpfe
  • schneller Herzschlag, Herzstillstand, Lähmungserscheinungen
  • Erbrechen, Bewusstlosigkeit, übermäßiges Hecheln

Sofortmaßnahmen:

  • Entfernt euren Hund aus der Gefahrenzone
  • Am sichersten ist es immer sofort den Tierarzt zu rufen, denn bei einer massiven Vergiftung besteht oftmals Lebensgefahr für den Hund und daher zählt wirklich jede Sekunde!
  • Ganz wichtig: Ruft immer erst beim Tierarzt an, auch wenn ihr wisst, dass er gerade Sprechstunde hat und somit da ist. Dann kann er sich entsprechend auf eure Ankunft vorbereiten und euch ggf. zusätzliche Anweisungen als Sofortmaßnahme geben! Eine Liste mit den nächsten Tierärzten und Tierklinken in der Umgebung findet Ihr selbstverständlich in unserer iPhone App.
  • Beim Transport zum Tierarzt solltet Ihr nach Möglichkeit eine Begleitperson mitnehmen. Diese sollte während der Fahrt auf freie Atemwege und auf eine ruhige Lagerung des Hundes achten!
  • Sofern möglich, solltet Ihr das Erbrochene zur Analyse zum Tierarzt mitnehmen. Sofern vorhanden, könnt Ihr natürlich auch den Restbestand der von eurem Hund gefressenen Substanzen wie z.B. Tabletten, Zimmerpflanzen oder Giftköder mit zum Tierarzt nehmen.
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Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

6 Reaktionen

[…] Hier ist ein Artikel von den Machern der App selber […]

[…] – zeigte Hündin “Luna”  im Laufe des Tages dann ganz plötzlich erhebliche Vergiftungserscheinungen. Die Halterin brachte ihren Hund sofort zum nächsten Tierarzt, wo im Laufe der Untersuchung der […]

[…] geben wir unseren Nutzern ja immer den Rat jeden Giftköder bei der Polizei zur Anzeige zu bringen, denn nur so können die zuständigen Beamten im Anschluss die Ermittlungen aufnehmen […]

[…] die betroffenen Hundehalter sehr schnell und brachten ihre Hunde beim Auftauchen der ersten Vergiftungssymptome zu einem Tierarzt. Im Fall der Terrier-Hündin “Lilli” vermutete der […]

Permalink
  • von Müller
  • 23. September, 2013

Es ist kein entspanntes Gassi gehen mehr wenn man nur darauf achten muss ob da ein Giftköder liegt. Ich finde es ist in letzter Zeit immer mehr geworden das Giftköder ausgelegt werden. Ich beobachte schon beim Spaziergang einzelne Leute die auffällig am Wegesrand oder Büschen vorbei gehen. Sollte ich einen solchen Typ auf frischer Tat erwischen ich schwöre es er wird diesen Köder selbst fressen obwohl mir die Konsequenzen bekannt sind wäre es mir egal.

[…] Hier ist ein Artikel von den Machern der App selber […]

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