Hundefleisch auf dem Teller – in der Schweiz ein legaler Pausensnack

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 07.01.2013 um 11:01 Uhr, 11 Kommentare

Bisher dachte ich, dass der Verzehr von Hundefleisch eher in asiatischen Ländern beheimatet ist, aber laut der Schweizer Zeitung „Tagesanzeiger“ kommen unsere geliebten Vierbeiner auch in der Schweiz ganz legal auf den Teller. Sicherlich gehört Hundefleisch nicht zu den üblichen Tagesgerichten in Restaurants oder am Imbiss um die Ecke, aber so mancher Bergbauer schätzt etwa geräucherten Hund als kleinen Pausensnack.

Aus rechtlicher Sicht stellt das ganze leider auch kein Problem dar, denn im Gegensatz zu Deutschland und Österreich ist das schlachten und verzehren von Hunden für den Eigenbedarf durchaus erlaubt. Lediglich der gewerbliche Handel mit Hundefleisch ist auch bei unseren Nachbarn in der Schweiz verboten.

Zum Glück regt sich nun aber weltweit Protest gegen die seltsamen Essgewohnheiten so mancher Landwirte und so laufen auch bereits erste Tierschutzvereine Sturm gegen diese Praxis. „Das Thema irritiert, weil es heutzutage nur noch sehr schwer vorstellbar ist, Heimtiere zu essen“, sagt Hansuli Huber vom Schweizer Tierschutz (STS) dem „Tagesanzeiger“. Es gibt schließlich heute genug Fleisch in den Supermärkten und da müssen nicht auch noch Hunde und Katzen als Nahrung mitten in Europa herhalten.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls ziemlich entsetzt und mir fehlen noch immer die Worte. Kann es wirklich sein, dass so etwas mitten in Europa im Jahr 2013 passiert? Hat jemand Kenntnis davon, ob in noch weitere Länder in Europa gibt, in denen der Verzehr von Hunde- oder Katzenfleisch legal ist?

Wir von GiftköderRadar möchten diese Situation jedenfalls nicht einfach hinnehmen und daher rufen wir alle Leser dieses Beitrags zum aktiven Protest auf. Bitte hinterlasst euren Protest oder eure Meinung in den Kommentaren und auf Facebook. Teilt diesen Artikel mit euren Freunden und schickt ihn per E-Mail weiter.

Wir werden eure Kommentare sammeln und so schnell wie möglich einem Tierschutzverein zukommen lassen, der sich aktiv für ein weltweites Verbot von Hundefleisch einsetzt.

Über den Autor

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11 Reaktionen

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  • von Birgit Mauer
  • 07. Januar, 2013

Unglaublich ! Ich bin wirklich schockiert !
Warum glaubt der Mensch, das „RECHT“ über jedes andere Wesen zu haben und darüber zu verfügen? Sind wir denn im Mittelalter, dass man sich an allem vergreift ? Haben wir
Nahrungsmangel in der Schweiz ? Ist es denn nicht schon genug, wenn all die anderen
armen „Nutz“- Tiere herhalten müssen und ihnen ihr Leben ganz einfach mal genommen wird, und dass noch unter qualvoller Angst und Schmerzen ?
Das ist ja echt schon abartig ! Pfui Teufel. Der Mensch besteht nur aus Gier und zwar in
allen Belangen !
Schämt euch ihr ach so mitfühlenden Menschen !
Sich sogar schon an unseren treuen Weggefährten, Freunden und
Seelentröstern zu vergreifen !!!
Pfui! Nicht fähig, doch wenigstens deren Lebensberechtigung gesetzlich zu schützen, aber für jeden anderen Blödsinn, gibts Gesetze und Verbote.

„Die Tiere brauchen keine Menschen,
die Pflanzen brauchen keine Menschen,
der Mensch braucht beides und beides
vernichtet er mit großer Rücksichtslosigkeit“

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  • von Hochrein
  • 07. Januar, 2013

Das ist eine Sauerei , die Menschen sollten sich schämen. Keinen Respekt vor lebenden Wesen, auch wenn es nur Tiere sind, auch Sie haben Gefühle.

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  • von Röhrer
  • 07. Januar, 2013

stop!!

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  • von sabrina makocki
  • 08. Januar, 2013

krank!!!! verbot her! sofort!!

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  • von WolfStark
  • 08. Januar, 2013

Der Verzehr von Tieren ist rund um den Globus und bei einem Großteil aller anderen Arten doch ganz normal, was soll daran krank sein? Ich seh keine Grundlage für ein Verbot, auch in Deutschland nicht. Das ist viel mehr reine Willkür, weil man es doof findet, wenn die einen essen, was man sich selbst als Haustier hält. Reine Geschmacksfrage, im wahrsten Sinne des Wortes.

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Was seid Ihr doch für Heuchler.. nur weil ein Hund bei Euch in der Wohnung lebt, ist die Sau, das Lamm oder das Kalb weniger wert? Nur weil eine Katze bei Euch lebt, dürfen Kaninchen, Gänse, Enten ungeniert abgeschlachtet werden?
Schweine sind wesentlich intelligenter als Hunde. Haben sie demzufolge nicht mehr Lebensrecht als Hunde oder Katzen?

Mir geht die ganze Heuchelei gehörig auf den Nerv! Entweder, Ihr entsetzt Euch über das Essen von Fleisch oder dann haltet den Mund. Ob nun Hund oder Schwein, Kaninchen oder Katze, Känguruh, Lamm oder oder oder… die Lebensberechtigung ist bei allen die gleiche. Also, warum der Unterschied??

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  • von nancy
  • 09. Januar, 2013

Es ist nicht zu glauben als ob wir nicht genug haben was wir schlachten jetz muss schon der beste freund des menschen daran glauben … kann ich nicht nachvollziehen und man sollte etwas dagegen tun denn wo führt das denn noch hin grausam einfach grausam

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  • von WolfStark
  • 09. Januar, 2013

Wo führt es hin, dass man alle anderen Tiere isst? Nirgendwohin, es ist einfach ganz normal Tiere zu essen, es ist aber genauso normal darauf zu verzichten. Irritierend ist es allerdings, irgendein Tier ausnehmen zu wollen, solang es keinen guten Grund gibt, wie bspw. dass dieses Tier vom aussterben bedroht ist.

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  • von Ramona
  • 09. Januar, 2013

Lustig, über die Schweizer Aufregen wegen Hundefleisch aber in Deutschland ein ziemlich schlechteres Tierschutzgesetz haben (Frettchen in der Schweiz -> minimum 4qm, Frettchen in Deutschland -> teilweise in Kaninchenverschlägen.. usw.). Legebatterien sind bei uns seit Jahren verboten, all diese armen Hühner in all den anderen EU Länder. Oh und Pelztierfarmen gibt es in der Schweiz auch keine mehr. Denke die paar wenigen Hunde die hier noch gegessen werden haben es grösstenteils besser als so manches EU Nutz- und Schlachttier. Sehe keinen Unterschied darin ob der Bauer nun sein Kaninchen aus dem Stall holt oder den Hund? (Für MICH wäre es das zwar emotional gesehen schon, aber wenns für den Bauer nicht so ist, ist es eben so.) Ausser das es Wirtschaftlich gesehen Humbug ist Carnivoren Fleisch zu essen da die Produktion selbst schon Fleisch benötigt.

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  • von A. Satilmis
  • 14. Januar, 2013

bin schockiert, das sowas jetzt noch in der schweiz erlaubt ist…
hört endlich damit auf und lasst die hunde un ruhe , das ist mehr als krank

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Ich verstehe diese gehäuchtelte Empörung nicht – wo ist der Unterschied, ob man ein Schwein, ein Lamm, eine Ratte (wie in Südafrika üblich), ein Meerschweinchen (wie in Südamerika üblich) oder eben einen Hund schlachetet?

Wenn sich jemand entscheidet, aus Gründen des Tierschutzes Vegetarier zu werden: Respekt, das ist konsequent. Aber dieses „selektive Mitleid“ empfinde ich wie gesagt als Heuchelei.

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