Tutorial: Giftköder-RSS-Feed für die eigene Homepage personalisieren

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 12.11.2012 um 09:15 Uhr, 0 Kommentare

– Gastbeitrag von Pfotencheck.de

Bereits heute existiert auf der Giftköder-Radar Homepage ein kostenloser RSS-Feed, der es ermöglicht, alle aktuellen Meldungen bzw. Fundorte bequem auf der eigenen Homepage zu integrieren.

Gerade jedoch für Webseiten oder Communitys mit regionalem Schwerpunkt wäre es gegebenenfalls von Vorteil, die Meldungen filtern zu können, um nur Fundorte oder Gefahrenstellen aus der Umgebung – beispielsweise begrenzt auf ein bestimmtes Postleitzahlengebiet – anzuzeigen. Denn wer in Hamburg wohnt, muss sich nicht zwangsläufig permanent Gedanken über Gefahren in München machen.

Die gute Nachricht: Eine solche Anpassung des Feeds ist schnell und einfach möglich – Sie benötigen hierzu keine Programmierkenntnisse oder technisches Know-How. Folgen Sie einfach den nachfolgend gezeigten Schritten, um Ihren personalisierten Giftköder-Radar-RSS-Feed zu erstellen.

Anleitung

Um den Feed anzupassen, verwenden wir den kostenlosen Service „Yahoo Pipes“. „Pipes“ ist ein Onlinedienst, der es ermöglicht, unterschiedliche Quellen im Netz zu kombinieren, zu filtern und zu personalisieren.

Gerade in puncto RSS-Feeds bietet Yahoo Pipes interessante Möglichkeiten, Inhalte auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden. So können Sie problemlos verschiedene RSS-Feeds zu einem einzigen vereinen oder eine einzelne RSS-Quelle so anpassen, dass nur Inhalte zu bestimmen Schlagworten oder Kriterien angezeigt werden. Letzteres machen wir uns nun auch für die Anpassung des Giftköder-Radar-Feeds zu Nutze.

Alle Möglichkeiten von Yahoo Pipes zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Denn der Service, den Yahoo seit 2007 anbietet, ist äußerst komplex, ermöglicht aber wiederum auf diese Weise ein Höchstmaß an Flexibilität. Wenn Sie daher tiefer in die Materie eintauchen möchten, sei an dieser Stelle auf die zahlreichen hilfreichen Tutorials im Netz ( http://bitly.com/YPYuig ) verwiesen.

Für die Anpassung des Giftköder-Radar-Feeds benötigen wir jedoch nur wenige einfache Schritte. Dank der intuitiven grafischen Oberfläche von Yahoo Pipes, auf der Sie die einzelnen Module – die den jeweiligen Aktionen entsprechen – wie in einem Flussdiagramm anordnen, geht das Feintuning des Giftköder-Radar-Feeds selbst nicht versierten Anwendern schnell von der Hand.

Schritt 1: Einloggen/neues Benutzerkonto einrichten

Rufen Sie als erstes die Seite http://pipes.yahoo.com/pipes/ in Ihrem Browser auf und klicken Sie in der linken Navigation auf „Create Pipe“. [1] Sollten Sie bereits über eine Yahoo-ID verfügen, dann geben Sie diese bitte einfach im nächsten Schritt ein.

Sollten Sie noch kein Yahoo-Kunde sein, müssen Sie sich zunächst kostenlos registrieren. Klicken Sie hierzu auf den Button „Create New Account“ und folgen Sie den Anweisungen.

Schritt 2: die Quelle bereitstellen

Nachdem Sie sich erfolgreich eingeloggt haben, sehen Sie die Oberfläche von Yahoo Pipes vor sich. Schließen Sie den Willkommens-Dialog und schon kann es losgehen. Wählen Sie in der linken Navigationsleiste im Bereich „Sources“ das Modul „Fetch Feed“ (2) und fügen Sie es per Klick auf das Pluszeichen oder per Drag’n’Drop auf die Arbeitsoberfläche in der Mitte.

Fügen Sie die URL des Giftköder-Radar-RSS-Feeds in das Formularfeld im Modul „Fetch Feed“ ein (3)

Wenn Sie nun doppelt auf die Dachzeile des Feed-Moduls klicken, sollte im unteren grauen Bereich des Bildschirms (Debugger) eine Vorschau des RSS-Feeds erscheinen. (4)

Klicken Sie auf eine der Überschriften des Feeds im Debugger, um sich die einzelnen Bestandteile einer Meldung anzuschauen. Neben der Überschrift, dem Ziellink und dem Zeitstempel ist auch die „description“ zu sehen.

Die „description“ enthält das Länderkürzel (DE, CH oder AT) gefolgt von der jeweiligen Postleitzahl der Gefahrenstelle. Genau dies sind die Variabeln, anhand derer wir den Feed im nächsten Schritt filtern.

Schritt 3: den Feed filtern

Klappen Sie in der linken Navigation den Bereich „Operators“ auf und ziehen Sie das Modul „Filter“ [5] direkt auf die Arbeitsoberfläche unterhalb des Feed-Moduls. Im Filtermodul legen Sie nun die Regeln fest, um den Feed zu personalisieren. Sie können mithilfe des Befehls „Block“ bestimmte Inhalte verbieten oder mit „Permit“ bestimmte Inhalte ausdrücklich erlauben.

Unser Ziel ist es, innerhalb des Feeds nur Inhalte anzuzeigen, die für Deutschland und hier im speziellen für den Postleitzahlenbereich „53225 – 58360“ relevant sind.

Zunächst wählen wir im ersten Dropdown-Feld den Befehl „permit“ [6] , so dass die erste Zeile lautet „Permit“ items that match all of the following“

Unterhalb von „Rules“ wählen Sie nun im ersten Dropdown-Feld [7] die „item-description“ – Sie erinnern sich: Hier sind die Variabeln enthalten, die wir benötigen.

Im zweiten Dropdown-Feld wählen Sie „is greater than“ und ins dritte Feld fügen Sie einfach das Länderkürzel, gefolgt von der Postleitzahl ein, bei der Sie Ihre regionale Begrenzung beginnen möchten. Da Sie „ist größer als“ als Kriterium gewählt haben, wählen Sie einen Ausgangswert, der minimal kleiner als Ihr gewünschter Wert ist – also in diesem Fall „53224“, wenn Sie mit „53225“ beginnen möchten.

Jetzt legen Sie den zweiten Teil der Regel fest. Hierzu fügen Sie eine weitere Zeile unterhalb von „Rules“ ein, indem Sie auf das Pluszeichen klicken. Die Befüllung der zweiten Zeile gestaltet sich analog zur ersten – nur dass Sie hier das Ende Ihrer regionalen Begrenzung eingeben.

Konkret bedeutet dies: „item description“ „is less than“ “DE 58631”

Schritt 4: ein erster Check

Um zu kontrollieren, ob sich Ihre Filter korrekt auf den Feed auswirken, müssen Sie das Feedelement mit dem Filterelement verbinden. Hierzu ziehen Sie einfach eine Linie vom unteren Punkt des Feedmoduls zum oberen Punkt des Filter-Moduls. [9]

Wenn Sie jetzt das Filtermodul auswählen, sehen Sie, ob und inwiefern sich der Filter auf den Feed auswirkt. In unserem Fall wird im Debugger nun nur noch eine Meldung für den Postleitzahlenbereich „DE – 58332“ angezeigt. Wir haben also alles richtig gemacht. [10]

Wie Sie wahrscheinlich selbst schon erahnen, lassen sich mithilfe des Filtermoduls noch zahlreiche andere Kriterien definieren, so könnten Sie beispielsweise auch nur Meldungen für eine einzige Postleitzahl oder Meldungen, die bestimmte Begriffe enthalten, anzeigen lassen. Probieren Sie einfach verschiedene Möglichkeiten aus und schauen Sie, wie sich das Ganze auf den Feed auswirkt.

Schritt 5: das Finale

Geschafft! Verbinden Sie nun nur noch das Feedelement mit dem Modul „Pipe Output“ [11] und klicken Sie oben rechts auf die Schaltfläche „Save“ [12], um Ihr Werk zu sichern.

Wählen Sie im nächsten Dialog einen Namen für Ihren Feed-Remix und klicken Sie dann auf „run pipe“ [13], um Ihren angepassten Feed aufzurufen.

Im folgenden Fenster sehen Sie nun das Ergebnis Ihrer Arbeit, das Sie nun je nach Bedarf veröffentlichen können. In unserem Fall genüg es, sich per Rechtsklick auf „Get as RSS“ [14] den Link zu kopieren und an passender Stelle in die Homepage oder den RSS-Reader zu integrieren.

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

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