Entlaufener Husky im Norden Krefelds zum Abschuss freigegeben

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 09.08.2012 um 16:52 Uhr, 8 Kommentare

Wenn das sechsjährige Husky-Weibchen Samira sprechen könnte, dann hätte Sie sich vor ihrer Flucht vom Grundstück der Eheleute Regina und Gerhard Bormann vermutlich mit den Worten „Ich bin dann mal weg…“ verabschiedet um sich anschließend in aller Ruhe durch den Gartenzaun zu beissen.

Nun ist ein entlaufener Husky sicherlich nichts besonders, denn auch unsere beiden Husky-Damen haben einen sehr großen Freiheitsdrang den wir immer wieder bändigen müssen, aber Samira ist nun schon seit 15. Juni allein in den Wäldern von Tönisvorst unterwegs und hat nach Angaben der Behörden bereits acht Schafe in der Umgebung gerissen. Für die Stadt Krefeld ist das zumindest Grund genug um Samira nun offiziell zum Abschuss freizugeben. Die Jagdpächter in Krefeld sind über die Entscheidung der Stadt jedenfalls nicht besonders glücklich, denn sie hatten schon immer mit Vorurteilen seitens der Hundehalter zu kämpfen.

Andreas Schneider, Sprecher des Landesjagdverbandes betont:

Einen Hund zu schießen, macht keinem Jäger Spaß! Wir wissen um den Wert eines Hundes als Familienmitglied, denn wir sind selber Hundehalter.

Auch für Paul Nothers, der für den Krefelder Norden zuständige Jagdpächter, kommt der Griff zur Waffe noch nicht infrage. Er schmiedet derzeit zusammen mit Hundetrainer Thomas Tomalla einen Plan wie man die entlaufene Husky-Hündin möglicherweise auch lebend wieder einfangen kann.

Familie Bormann, die den Hund als erfahrene Husky-Halter erst kürzlich auf Vermittlung der Nothilfe Polarhunde übernommen hat, bangt derzeit um das Leben ihres Hundes und hofft, dass Paul Nothers und Thomas Tomalla das neue Familienmitglied wohlbehalten wieder einfangen können.

Samira wurde zuletzt am 16.06.2012 gegen 8 Uhr zwischen Grefrath-Oedt (Aufeld) und Tönisvorst-Vorst (Graverdyk) gesehen. Seit diesem gibt es keine weitere Sichtung mehr. Bitte versucht auf keinen Fall Samira selbst einzufangen, denn sie ist extrem zurückhaltend und würde aus Panik sofort die Flucht ergreifen!

Wenn Ihr Hinweise zum Aufenthaltsort des Hundes geben könnt, dann meldet euch bitte telefonisch unter 0173/99883301 bzw. 0162/8599494 oder schreibt eine E-Mail an info@tierschutzwillich.de

Über den Autor

Sascha Schoppengerd gehört zu den zwei Gründern von GiftköderRadar und er kümmert sich bei uns um das Marketing und die Weiterentwicklung der Apps. Bei Fragen erreicht Ihr Sascha auf Twitter, Facebook, Xing und Google+.

8 Reaktionen

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  • von J.Pastors
  • 09. August, 2012

Bitte nicht abschiessen ,er hat doch ein Recht auf Leben!!!ist doch klar das er Schafe reisst ,er hat doch hunger ,aber bitte bitte nicht abschiessen ,man könnte ihn doch betäuben und dann einfangen !!!LG J.Pastors

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  • von Maren
  • 09. August, 2012

Warum denn immer gleich abschießen?Das Tier folgt nur seinen Instinkt.Was würden wir machen wenn wir Hunger haben,vieleicht jagen gehen.?

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  • von Ellen
  • 10. August, 2012

Jawoll, typisch Deutschland!!! Bei uns wird alles direkt abgeschossen, was sich nicht nach dem Gesetzbuch verhält. An die Stadt Krefeld: Fasst euch mal an den Kopf!!! An alle Jäger: Bitte nicht töten – das Tier hat Hunger und keine andere Wahl. Ich bin auch der Meinung, dass man es erstmal mit anderen Mitteln versuchen kann.

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  • von hanne
  • 11. August, 2012

habe den artikel erst jetzt gelesen. was ist mit dem husky denn jetzt los. ich hoffe er lebt noch!!

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man sollte diese Schweine auch abschiessen! Scheiss Homo Sapiens 🙂

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  • von Michaela
  • 15. August, 2012

Habt ihr den Hund? Warum soll man ihn abschiessen? geht es nicht das man ihn betäuben tut oder mit einer lebend Falle ?

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@Michaela

Leider nein! Samira wurde ca. 2 Tage nach diesem Bericht auf den Bahngleisen gefunden und musste anschließend in einer Tierklinik eingeschläfert werden. Vermutlich wurde Sie vom Zug erfasst und dabei hat sie sich einige Rückenwirbel gebrochen.

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  • von Dana
  • 19. Dezember, 2012

Warum muss man sich unbedingt Huskies halten, wenn man ihnen kein großes Gehöft mit viel Auslauf bieten kann? Ein Garten reicht ja offensichtlich nicht. Letztlich sind die Hundehalter selbst schuld an der ganzen Geschichte.

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